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Bistum Trier
Mittwoch, 8. April 2020

Ostern in der Familie feiern

Tipps zur Gestaltung aus dem Dekanat Ahr-Eifel

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ostern ohne gemeinsamen Gottesdienstbesuch ist für viele Menschen nicht denkbar – in diesem Jahr wird es allerdings aufgrund der Corona-Pandemie keine öffentlichen Gottesdienste geben. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann oder auch das Liturgiereferat des Bistums haben Empfehlungen gegeben, wie jeder Einzelne diese Tage gestalten kann. Aber wie können Familien ganz konkret die Kartage und das anschließende Osterfest gemeinsam begehen? Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Dekanat Ahr-Eifel haben dazu persönliche Tipps zusammengetragen und auf einer Homepage veröffentlicht.

Ein Team aus drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde dazu von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Die Seite www.verbundenanderahr.de veranschaulicht mit geistlichen Impulsen, wie Singles, Paare, aber eben auch Familien Gott in Zeiten von Corona einen Platz am „Küchentisch“ bereiten können.

Pastoralreferent Markus Hartmann nutzt die Empfehlungen auf der Homepage selbst, um die Kar- und Ostertage in seiner Familie zu feiern. „Und ich denke ganz persönlich, so schlimm die Zeiten von Corona sind, so sehr sind sie auch eine Chance, dass Menschen ihren Glauben neu entdecken. Vielleicht lernen sie einen eigenen, ganz persönlichen Glauben zu leben und zu gestalten“, lautet die Hoffnung des Pastoralreferenten, der im Dekanat unter anderem für die Familienpastoral und Kindertagesstätten zuständig ist. Die Pastoralassistentin Johanna Becker kann in diesem Jahr ihre Familie nicht besuchen und dort Ostern erleben. „Da heißt es, kreativ zu werden: Ich werde mir in meinem Wohnzimmer eine schöne Gebetsecke dazu einrichten und wahrscheinlich mit den Impulsen von unserer Homepage und auf jeden Fall mit viel Musik diese Feiern für mich gestalten.“

Kein theologischer Fernkurs

Für jeden der Kar- und Ostertage gibt es eine kurze Erklärung zur Bedeutung des Tages, einen möglichen Ablaufplan, einen Bibeltext und ein Gedicht sowie viele Links zu passenden Musikstücken oder auch zu Videoclips. „Wir haben keine Predigtversatzstücke oder Auslegungen, sondern wir verweisen auf Gottes Wort und seinen Zuspruch. Das kombinieren wir mit Ritualen, die die Sinne ansprechen“, erklärt Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel. Die Materialien auf der Homepage sind also kein theologischer Fernkurs.

„Uns war es wichtig, dass die Tipps den Familien genügend Raum für individuelle Gestaltung lassen“, erklärt Mitinitiator Hartmann. Für viele sei es ungewohnt, voreinander, mit- und füreinander zu beten, zu singen oder über Gott zu sprechen. Auch innerhalb der Familie sind Tod, Auferstehung, Himmel und Gott durchaus Tabuthemen. „Das möchten wir berücksichtigen. Deshalb sind unsere Anregungen eher offen gehalten“, sagt Johanna Becker. Die Familien könnten sich so langsam an diese Felder herantasten; die derzeitige Situation ist ja schon an sich sehr ungewohnt.

Ungewohnt sei es sicherlich auch, aus der „Zuschauerrolle“ herauszutreten und selbst Teil des Gottesdienstes zu werden. „Hier aber muss Jede und Jeder ein Stück von sich preisgeben“, wissen die Verantwortlichen. Das lohnt sich: „So geschieht Glaubensweitergabe und so wächst Hauskirche“.

Die Initiative ist auch bei Facebook (@verbundenanderahr) zu finden.

Weitere Informationen zu den Kar- und Ostertagen gibt es auf der Bistums-Homepage unter dem Kurzlink: https://t1p.de/medial-mitbeten-kar-und-ostertage

(jf)

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