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Bistum Trier
Freitag, 10. Juni 2022

Philosophin, Frauenrechtlerin und Heilige: Gedenken an Edith Stein

Pfarrgemeinde lädt zu Veranstaltungsreihe anlässlich des 80. Todestages

Trier – Zum 80. Mal jährt sich 2022 der Todestag der Heiligen Edith Stein – einer deutschen Philosophin und Frauenrechtlerin, die 1942 von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. 1998 sprach Papst Johannes Paul II. sie heilig. Für die nach der Hl. Edith Stein benannte Pfarrgemeinde in Trier ist das Anlass, Leben und Wirken der Pfarrpatronin mit einer Veranstaltungsreihe in Erinnerung zu rufen. „Edith Stein hat in ihrem Leben zahlreiche Brücken geschlagen: zum Judentum, ihrer Herkunftsreligion, zur Wissenschaft, in der sie sich als Philosophin einen Namen gemacht hat, und auch zur Rolle der Frau in der Gesellschaft, für die sie sich als Vorkämpferin eingesetzt hat. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir wieder wachsenden Antisemitismus sehen, kann sie Vorbild für eben solche Brücken zwischen den Menschen sein“, erklärt Pfarrer Dr. Michael Bollig.
 

Der nächste Termin der Veranstaltungsreihe am Dienstag, 14. Juni um 19 Uhr in der Kirche Sankt Augustinus, im Treff 15, ist ein Vortrag mit dem Titel „Vom Unglauben über das Denken zum Glauben. Der geistige Weg Edith Steins“ von Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz. Sie ist Leiterin des Europäischen Institutes für Philosophie und Religion an der Theologischen Hochschule Heiligenkreuz bei Wien und wird in ihrem Vortrag die Bedeutung von Edith Stein als Wissenschaftlerin hervorheben.

Stadträtin Jutta Albrecht wird am Mittwoch, 13. Juli um 19.30 Uhr in ihrem Vortrag den Einsatz Steins für die Gleichstellung der Frau beleuchten. Die Heilige musste selbst die Benachteiligung der Frau in der damaligen Gesellschaft erfahren. Als weibliche Wissenschaftlerin hatte sie deutlich weniger Chancen als ihre männlichen Kollegen. So scheiterten alle ihre Versuche, zur Habilitation zugelassen zu werden – der Erwerb einer Professur wurde ihr verwehrt. Albrecht wird Impulse von Edith Stein für die Weiterentwicklung der Rechte der Frau in der Gesellschaft herausstellen.

Den Abschluss findet die Reihe in einem Gottesdienst mit anschließender Begegnung zum 80. Todestag Steins am Dienstag, 9. August. Vor acht Jahrzehnten starb die Jüdin, die zum Christentum konvertiert war, gewaltsam in den Gaskammern des Konzentrationslagers in Auschwitz. Sie fiel der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten zum Opfer. „Ihr Tod verbindet uns mit dem Schicksal der vielen Opfer jüdischen Glaubens in dieser Zeit und unterstreicht unsere bleibende Verwandtschaft mit den Schwestern und Brüdern des Judentums in aller Welt“, so Bollig. Weihbischof Franz Josef Gebert wird den Gottesdienst in der Kirche St. Augustinus um 19 Uhr leiten.

Mehr Informationen gibt es auf: www.edithstein-trier.de.

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