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Bistum Trier
Freitag, 5. April 2019

„Präventionsarbeit vorbildhaft“

Bistum: Projekt der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz vom Land ausgezeichnet

Mainz/Trier - Die Fachstelle für Kinder und Jugendschutz des Bistums Trier ist von der rheinland-pfälzischen Staatssekretärin Nicole Steingaß und dem Landespräventionsrat für „vorbildhafte Präventionsarbeit“ ausgezeichnet worden. Die Leiterin der Fachstelle, Birgit Wald, und ihr Team nahmen am 4. April in Mainz den mit 1.500 Euro dotierten 1. Preis des Landespräventionspreises 2018 für das Brettspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ entgegen.

Mit weiteren Preisen wurden ausgezeichnet das Jugend-Treff-Zentrum Otterbach für das Jugendmusical „Das Rockmärchen“, die Jugend- und Drogenberatungsstelle Pirmasens für ein Memory-Spiel zur Cannabis-Prävention sowie das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Mayen-Koblenz mit dem Sonderpreis „Seniorensicherheit“ für das Projekt „Sicher, gesund und fit im Alter“. „Prävention ist und bleibt eine wichtige Stütze unserer rheinland-pfälzischen Sicherheitsarchitektur“, erklärte Steingaß bei der Verleihung. Die prämierten Projekte zeigen nach Ansicht der Staatssekretärin „besonders deutlich, wie eine hervorragende Präventionsarbeit funktionieren kann“. Die Auszeichnung wolle aber auch beispielgebend sein und zum Mittun anregen. Präventionsarbeit müsse nachhaltig und zeitgemäß sein, um erfolgreich zu sein. „Sie können sehr stolz auf sich sein, weil Sie die Welt tatsächlich ein klein wenig sicherer machen“, lobte Steingaß die Preisträgerinnen und Preisträger.

Der Vorsitzende des Landespräventionsrates, Wolfgang van Vliet, erklärte, die Jury habe das Projekt der Bistums-Fachstelle mit dem 1. Preis ausgezeichnet, weil es das Thema sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen „spielerisch und wissenschaftlich fundiert“ den Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit sensibel näher bringe. Das Spiel vermittle die Präventionsinhalte zum Thema sexualisierte Gewalt nicht nur niederschwellig. Es rege auch zum Nachdenken und zur Diskussion an. Aufgabe der Spieler ist es, verschiedene Situationen zwischen Schutzbefohlenen und Verantwortlichen einzuordnen, differenziert zu bewerten und zu entscheiden, ob eine Grenze überschritten wurde und eingegriffen werden muss. Van Vliet: „Das Spiel leistet einen großen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas sexueller Gewalt und zur Prävention.“ Und als „persönliche Bemerkung“ sagte er abschließend: „Es ist bemerkenswert, dass gerade ein Bischöfliches Ordinariat dieses Thema aufgreift.“

Das Brettspiel ist von der Fachstelle in Zusammenarbeit mit der Hochschule Trier (Fachbereich Gestaltung, Fachrichtung Kommunikationsdesign) entwickelt worden. „Der 1. Preis des Landespräventionspreises 2018 bedeutet für uns eine große Anerkennung für die Mühe bei der Ausarbeitung dieses Projektes und für die Kreativität, die dabei entwickelt wurde“, sagte Fachstellenleiterin Wald. Das Spiel bereite Freude und Spaß; vor allem aber enttabuisiere es die Gewalt. Die Auszeichnung mit dem ersten Preis trägt nach Aussage von Wald auch dazu bei, den Bekanntheitsgrad des Spiels zu erweitern. Es könne in pädagogischen Einrichtungen, in Schulen oder auch in Justizvollzugsanstalten über die deutsche Grenze hinaus eingesetzt werden. Inzwischen ist das Spiel bereits in die luxemburgische Sprache übersetzt worden. Weitere Übersetzungen sollen folgen. Das Spiel sei geeignet für Gruppen von vier bis zwölf Personen ab dem 14. Lebensjahr. Es kann zum Selbstkostenpreis von 31 Euro bei der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz, Bischöfliches Generalvikariat, Mustorstraße 2 in 54290 Trier, Tel. Nr.: 0651-7105-562, bestellt werden.

(red)

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