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Bistum Trier
Montag, 24. März 2014

Rechenschaft über den Umgang mit finanziellen Ressourcen

Bistum Trier stellt Geschäftsbericht 2013 und Haushalt 2014 vor

Trier – Die Gesamtaufwendungen des Bistums Trier im Jahr 2014 belaufen sich laut Haushaltsansatz auf 378,6 Millionen Euro. Demgegenüber stehen voraussichtlich Gesamterträge von 384,1 Millionen Euro, so dass mit einem Jahresergebnis von plus 5,5 Millionen Euro zu rechnen ist. Die Zahlen wurden bei einer Pressekonferenz am 24. März in Trier veröffentlicht.

Gleichzeitig stellte das Bistum Trier zum ersten Mal einen Geschäftsbericht vor. Generalvikar Dr. Georg Bätzing erinnerte daran, dass das Bistum mit dem Jahr 2009 einen Wechsel von der kameralistischen zur kaufmännischen Rechnungslegung vollzogen hatte. Entscheidend dafür sei die Überzeugung gewesen, „dass eine transparente und aussagekräftige Rechnungslegung als Grundlage des Wirtschaftens im Bistum unentbehrlich ist“. Eine Neuerung bei der Vorstellung des Haushalts sei ab diesem Jahr die Veröffentlichung eines Geschäftsberichts, „mit dem wir Rechenschaft geben über den Umgang mit den finanziellen Ressourcen und ein nachhaltiges Wirtschaften“.

Dr. Gundo Lames, Direktor des Strategiebereichs 1 Ziele und Entwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, stellte den Bericht vor. Er enthält neben einem Rückblick auf inhaltliche Schwerpunkte wie den Beginn der Diözesan-Synode, die Umsetzung des Rahmenleitbild-Prozesses in katholischen Kindertageseinrichtungen und die ersten Erfahrungen mit den 2012 eingeführten Schlüsselzuweisungen in den Kirchengemeinden den Jahresabschluss 2012. Außerdem geht der Bericht auf das Kirchensteueraufkommen im Bistum Trier ein, befasst sich mit der Personalsituation in der Diözese sowie den demografischen Entwicklungen, und nennt pastorale und verwaltungsbezogene Schwerpunkte für die Jahre 2014 und 2015. Lames erläuterte, da die Bilanz 2013 derzeit aufgestellt werde, arbeite der Geschäftsbericht 2013 mit den Zahlen aus 2012. Dieser Jahresabschluss zeige ein positives Ergebnis von 2 Millionen Euro. Die Planungen waren noch von bis zu 20 Millionen Euro Verlust ausgegangen. „Diese Verbesserung hat sich insbesondere durch die überaus positive Entwicklung der Erträge aus der Kirchensteuer mit einem Plus im direkten Aufkommen von 4,8 Millionen Euro sowie Zuflüsse der Kirchensteuerverrechnung mit den anderen Diözesen von 15,1 Millionen Euro ergeben.“

Finanzdirektorin Straus sagte, die Veröffentlichung des Geschäftsberichts sei „ganz wesentlich für eine konsistente Berichterstattung gegenüber der Öffentlichkeit zu den Bistumsfinanzen“. „Jetzt lassen sich die Bestandsgrößen sinnvoll in Bezug setzen zu den Aufwendungen und Erträgen, und die Plangrößen und Ist-Größen sind direkt vergleichbar.“ Das positive Ergebnis 2012 und das unerwartet hohe Kirchensteueraufkommen nannte Straus „ein Geschenk im Windschatten der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse und der entsprechend erfreulichen Einkommenssteuerentwicklung“. Aus eigener Kraft habe das Bistum dazu wenig beitragen können. Daher könnten die Ergebnisse weder als Entspannungssignal für die finanzielle Situation des Bistums noch als Argument für ein Ende der Kostensenkung gelten.

Der Haushaltsplan 2014 geht von einem Kirchensteueraufkommen von 290 Millionen Euro aus, rund 28 Millionen Euro mehr als 2013. Die Kirchensteuern stellen 75,5 Prozent der Gesamterträge dar. Bei den Aufwendungen sind die größten Posten die Zuschüsse an Dritte mit 164 Millionen Euro (43 Prozent der Gesamtaufwendungen) und die Personalkosten mit 147,3 Millionen Euro (39 Prozent der Gesamtaufwendungen). Zu den Zuschüssen an Dritte gehören auch die Schlüsselzuweisungen an die Kirchengemeinden, die mit 46,4 Millionen Euro veranschlagt sind.

Betrachtet man die Gesamtaufwendungen nach Aufgaben, zeigt sich, dass etwa die territoriale Seelsorge und verwaltungsbezogene Unterstützung mit 143,3 Millionen Euro (38 Prozent am Haushalt) zu Buche schlägt, die Finanzierung der katholischen Schulen mit 56,4 Millionen Euro (15 Prozent) und die der Kindertagesstätten mit 35,7 Millionen Euro (9 Prozent).

Der Geschäftsbericht 2013 sowie die Haushaltsplanungen für 2014 sind hier zu finden.

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