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Bistum Trier
Montag, 30. August 2021

„Resonanzkörper“ sein für die Botschaft Gottes

Neue Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten beauftragt

Trier – Weihbischof Franz Josef Gebert hat in einem Gottesdienst am 28. August im Trierer Dom acht Frauen und Männer für den pastoralen Dienst im Bistum Trier beauftragt. Fünf Gemeindereferentinnen, eine Pastoralreferentin und zwei Pastoralreferenten werden ab September Aufgaben in der Seelsorge, in der Verkündigung, im Religionsunterricht, in der theologischen Bildung oder der Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bistum wahrnehmen.

Die neuen Gemeindereferentinnen Tamara Baltes (Pfarreiengemeinschaft Irrel), Alena Becker (PG Andernach), Dagmar Meyer (PG Welschbillig) und Natalie Uder (PG Waldrach) werden in der Pfarreiengemeinschaft tätig sein, in der sie ihre Berufseinführung absolviert haben. Anne Schommer aus der PG Freudenburg-Serrig beginnt ihren Dienst in der PG Neunkirchen-Furpach. Die neu beauftragte Pastoralreferentin Vivian Lion (bislang in den Dekanaten Maifeld-Untermosel und Remagen-Brohltal) bleibt im Dekanat Remagen-Brohltal. Pastoralreferent Matthias Baden (Berufseinführung in den Dekanaten Saarbrücken und Bad Kreuznach) wird im Dekanat Bad Kreuznach eingesetzt, Pastoralreferent Stefan Godderis bleibt auch nach seiner Beauftragung im Dekanat Vulkaneifel.

„Werk der Hoffnung und Zuversicht in unserem Alltag“

In seiner Predigt betonte Weihbischof Gebert die Bedeutung der im Laufe des Lebens gesammelten persönlichen Erfahrungen: Sie seien ganz entscheidend für die eigene Kompetenz, die Autorität und persönliche Identität und bildeten eine kostbare Voraussetzung für den pastoralen Dienst. Darüber hinaus sei es wichtig, mit „den eigenen Erfahrungen und der eigenen Identität ‚Resonanzkörper‘ zu sein für das Wort und die Offenbarung Gottes“, betonte Gebert mit Blick auf die Heilige Schrift, die er den Beauftragten überreichte. Das Wort selbst sei nur „Medium“ und die neu Beauftragten dabei „nicht nur ein Sprachrohr“: „Das Wort Gottes geht durch Ihr Leben, Ihre Erfahrungen und Ihren Einsatz hindurch, damit Gottes Melodie in der Welt erklingen kann.“ Durch diesen Dienst im Sinne eines „Resonanzkörpers“ erfahre das Wort Gottes bei jeder Seelsorgerin und jedem Seelsorger eine „ganz eigene Konkretheit, es wird spannend und praktisch“. Dabei bedürfe die persönliche Identität der „christlichen Berufung als ein entscheidendes Korrektiv“, betonte Gebert. Die Worte Jesu aus dem vorgelesenen Johannes-Evangelium „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14, 3-6) stünden für dieses Korrektiv; es sei ein Verweis über das eigene Wirken hinaus und gebe dem „kirchlichen Tun erst die eigentliche Größe“. „Dass Ihr Tun und das Werk des Geistes Gottes nicht zu Konkurrenten werden, sondern ein einziges Werk der Hoffnung, der Zuversicht und des Heils mitten in unserm Alltag“, wünschte der Weihbischof den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Bei den Menschen sein, bescheiden und demütig

Als Vertreter des Generalvikars Dr. Ulrich Graf von Plettenberg beglückwünschte Domkapitular Dr. Markus Nicolay die neu beauftragten Frauen und Männer; er dankte ihnen dafür, dass sie sich in einer nicht einfachen Zeit für die Kirche „in Dienst nehmen lassen“. Sie inspirierten und bereicherten mit ihren Berufen die Kirche und die Gemeinden, in denen sie für viele nun „das erste Gesicht von Kirche“ sein würden. Die erschwerten Bedingungen in der letzten Phase der praktischen Ausbildung durch die Corona-Pandemie und die Hochwasserkatastrophe, auf die die beiden Ausbildungsleiter Herbert Tholl (Gemeindereferentinnen und -referenten) und Steffen Stutz (Pastoralreferentinnen und -referenten) hinwiesen, seien eine große Herausforderung für die Seelsorge. Aber durch sie „lernen wir ein Stück neu, wo unser Platz als Kirche sein könnte“, sagte Nicolay. „Dort bei den Menschen zu sein, bescheiden und demütig, mit ihnen ihre Ratlosigkeit teilen“, das sei, sagte er mit Blick auf die Flutkatastrophe, „eine Sprache, die die Menschen heute verstehen und die gesucht wird. Bleiben Sie weiterhin dafür bereit!“ Für den pastoralen Dienst gelte es, „wachsam und hellhörig zu sein und Kundschafter dafür, wo Gott uns in unserer Stunde haben will – dann bleibt uns an der Seite der Menschen ein Platz“, betonte Nicolay, der die Beauftragungsurkunden des Bischofs überreichte.

„Ich will, dass Du bist“

Die neuen Beauftragten bedankten sich bei ihren Ausbildungsleitern, bei den Supervisorinnen, den Mentoren und Mentorinnen und allen Verantwortlichen und Unterstützern. Der Leitspruch „Ich will, dass Du bist“ des Heiligen Augustinus,  auf dessen Gedenktag der Beauftragungstag fiel, habe sie auf ihrem Ausbildungsweg begleitet, erläuterten Vivian Lion und Alena Becker. Das Leitwort sei für sie eine „geschenkte Zusage Gottes und zugleich ein Auftrag“. Sie wünschten für sich und ihren Kolleginnen und Kollegen auf ihrem Berufsweg „immer die Kraft, diese Zusage anzunehmen und weiterzugeben“. Als Vertreterinnen der beiden Berufsverbände beglückwünschten Wilma Ney (Gemeindereferentinnen/-referenten) und Sandra Baltes (Pastoralreferentinnen/-referenten) ihre neuen Kolleginnen und Kollegen.

Auch Weihbischof Gebert dankte den Ausbildern und allen Beteiligten, auch an den unterschiedlichen Studienorten, sowie den Gemeinden für die Berufseinführung. Die ebenfalls im Bistum Trier zur Pastoralreferentin ausgebildete Johanna Becker wird im Erzbistum München und Freising beauftragt, wo sie im Landesvorstand der Katholischen Jungen Gemeinde Bayern tätig ist. Sie unterstützte als Lektorin den Gottesdienst, den die Band „Inspiration“ aus Rheinböllen und Josef Still an der Orgel musikalisch gestalteten. Der Beauftragungsgottesdienst wurde auch live im Internet übertragen. Weitere Informationen zu den acht neuen Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Fotos von der Beauftragungsfeier gibt es im Internet unter https://t1p.de/beauftragung-2021.

(red)

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