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Bistum Trier
Donnerstag, 9. Dezember 2021

Saarbrücker Heiligabend-Aktion trotz(t) Pandemie

Weihnachtsgeschenke für Einsame und Bedürftige in Saarbrücken

Saarbrücken – Weihnachten allein, kein Geld für ein Festessen, das soll nicht sein. Seit über 50 Jahren veranstalten die evangelische und die katholische Kirche darum die Heiligabend-Aktion in Saarbrücken. Üblicherweise eine große Feier für Einsame und Bedürftige mit gemeinsamen Essen und Singen, Bühnenprogramm und Bescherung.

Die Pandemie macht in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung. Ganz ausfallen soll die Aktion aber nicht, denn zumindest eine „kontaktlose“ Bescherung wird es wieder geben.

„Weihnachten ist mehr als nur Konsum, sonst könnten wir auch eine ‚Black-Friday-Woche‘ feiern“, sagt der evangelische Pfarrer Joachim Wörner vom Saarbrücker Eschberg. Vielmehr gehe es darum, die christliche Botschaft der Liebe Gottes in die Welt zu tragen. Es gehe um gelebte Nächstenliebe, ums Geben an Menschen, die Unterstützung brauchen. Dazu passe die Heiligabend-Aktion.

Da die Feier zum Schutz aller Beteiligter wieder nicht möglich ist, werden darum wieder Geschenktaschen verteilt, diesmal ergänzt um ein (Fest-)Essenspaket, damit die Menschen es sich im kleinen Kraus zuhause gemütlich machen können. Für Kinder gibt es wieder altersgerechte Geschenketaschen.

Gut 40 freiwillige Helferinnen und Helfer werden am Vortag die Taschen packen, die am Heiligabend verteilt werden. Um Menschenansammlungen zu reduzieren, läuft die Ausgabe wieder nach Altersgruppen gestaffelt: Über 60-jährige können von 12 bis 13.30 Uhr ihr Geschenk abzuholen, von 13.30 bis 14.30 Uhr ist die mittlere Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren dran und von 14.30 bis 16 Uhr die Jüngeren und die Familien. Ein professioneller Ordnungsdienst wird auf eine geordnete Abwicklung und die Einhaltung der Hygieneregeln achten.

Das E-Werk wird wieder festlich geschmückt, unter anderen mit einer großen Weihnachtskrippe im Mittelpunkt der Halle, als nonverbale christliche Botschaft. Ein Bühnenprogramm oder Musik darf es dagegen nicht geben. „Es handelt sich um eine Verteilaktion, nicht um eine Veranstaltung“, betont Diakon Horst-Peter Rauguth, einer der Organisatoren der Aktion. Die Ausgabe erfolge coronakonform mit Maske und Abstand von mindestens 1,5 Metern. Deswegen kann auf eine G-Kontrolle verzichtet werden. Für die Veranstalter eine wichtige Voraussetzung, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Und alle sollen sich sicher fühlen. „Bei uns gilt das christliche 2G – gut gelaunt“, sagt Dechant Benedikt Welter von der katholischen Kirche.

Das Konzept habe sich bewährt. Im Vorjahr konnten rund 1.000 Menschen mit Geschenktaschen versorgt werden. Auch wenn es kein Ersatz ist für die Feier aus früheren Jahren. „Die Gäste im letzten Jahr hätten die Taschen lieber überreicht bekommen, als sie sich zu nehmen“, bedauert Rauguth. Auch beim Team der Helfenden sei dieses Bedürfnis da, doch leider sei das nicht umsetzbar. Wichtig sei aber, dass überhaupt etwas stattfinde. „Mit der Heiligabendaktion senden wir ein bescheidenes Signal der Hoffnung“, sagt Pastoralreferent Heiner Buchen, der ebenfalls an der Organisation beteiligt ist.

Die Saarbrücker Heiligabend-Aktion wird vollständig über Spenden finanziert. Rund 30.000 Euro werden für die Organisation und die Geschenktaschen sowie den Transport benötigt. Da das Essen in diesem Jahr in die Geschenke integriert ist, sind die Kosten vergleichbar mit denen der Vorjahre. Auch in diesem Jahr bitten die Kirchen um finanzielle Unterstützung zur Durchführung.

Info: Die Heiligabend-Aktion finanziert sich rein über Spenden und wird fast ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter organisiert. Wer mit einer Spende helfen will, ist herzlich dazu eingeladen: Kath. Kirchengemeinde St. Josef, Verwendungszweck: Heilig Abend Aktion, Sparkasse Saarbrücken, BLZ 590 501 01, Konto 90175, IBAN: DE57 5905 0101 0000 0901 75. Weitere Infos beim Team der Heiligabend- Aktion: Tel. (0681) 90 68 161.

(red)

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