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Bistum Trier
Mittwoch, 14. März 2018

Schülerinnen und Schüler fragen den Weihbischof

Weihbischof Robert Brahm zu Besuch im Hochwaldgymnasium

Wadern – Was ist eigentlich ein Titularbischof? Was erfüllt Sie am Glauben? Was ist die biblische Botschaft? Diesen und vielen anderen Fragen der Schülerinnen und Schülern eines 11er- und eines 12er-Kurses des Hochwaldgymnasiums in Wadern hat sich Weihbischof Robert Brahm am Montag, 12. März, gestellt. Auf Einladung der Schulleiterin, Ellen Küneke, besuchte der Trierer Weihbischof die Schule.

„Als ich in der 11. Klasse war, 1972, wurde in Wiesbaden gerade das Bundeskriminalamt aufgebaut. Die haben damals Leute gesucht und ich war drauf und dran, da hinzugehen“, antwortete Brahm auf die Frage eines Schülers, was er wohl geworden wäre, wenn er nicht ins Priesterseminar eingetreten wäre. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich auf den Besuch des Weihbischofs gut vorbereitet und einen Katalog verschiedener Fragen gesammelt. Dabei ging es nicht immer nur um den Weihbischof persönlich oder um das Christentum. „Haben Sie sie sich auch schon einmal mit anderen Religionen beschäftigt?“, wollte eine Schülerin wissen. „Ich habe mich viel mit dem Islam beschäftigt“, antwortete dieser. „Aber nicht nur mit anderen Religionen, sondern auch mit anderen christlichen Konfessionen.“ In Bezug auf den Islam erklärte der Weihbischof den Schülerinnen und Schülern, dass das Bistum mit Islamischen Gemeinden in Kontakt stehe und man sich regelmäßig über verschiedene Fragen austausche. „Im Dialog mit den Jüdischen Gemeinden hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan“, hob er hervor. „Hier gibt es eine Geschwisterlichkeit zwischen Christen und Juden.“ Er betonte dabei die Bedeutung des Dialogs: Wo Menschen nicht mehr miteinander sprechen, bestehe die Gefahr, dass sie übereinander sprechen, so Weihbischof Brahm.

Auch kritische Themen wurden von den Schülerinnen und Schülern nicht ausgelassen: Zum Thema Ehe für Alle sagte der Weihbischof, dass die Positionen der Kirche „nicht immer leicht und auch nicht leicht zu vermitteln sind.“ Ob ihm die hohe Zahl der Kirchenaustritte Sorgen bereite? „Das finde ich natürlich nicht gut“, stellte Brahm fest. Mit Blick auf die Studie zu Kirchenaustritten aus dem Bistum Essen erklärte er, dass die Kirche um Lösungen bemüht sei: „Die Menschen sind oft vor Ort von der Kirche enttäuscht worden. Wir müssen aufmerksam sein, auf die Menschen zu gehen und ihnen wieder etwas Gutes anbieten.“ Dabei spiele auch die Jugendarbeit eine große Rolle. „Es ist wichtig, dass wir Begegnungen schaffen, wo ich als Mensch zu allererst Mensch sein kann. Uns geht es darum das, was der Mensch hat, zu unterstützen: Seine Gaben, seine Charismen zu fördern.“ Weihbischof Brahm betonte: „Mir ist es dabei auch wichtig, mit jungen Menschen wie euch zusammen zu kommen und von eurem Leben zu erfahren.“

Im Rahmen des Austauschs stellten einige Schülerinnen und Schüler des Hochwaldgymnasiums Projekte vor, an denen sie arbeiteten. Neben dem Projekt „Fair Trade Klassenzimmer“, bei dem sich Schülerinnen mit Fairem Handel auseinandersetzen, stellten zwei Schüler der 9. Klasse ihr Glockengießen-Projekt vor. Aus einem alten Ölfass hatten sie einen Schmelzofen gebaut und im Winter versucht, eine Glocke aus Bronze zu gießen. Brahm zeigte sich sehr beeindruckt von dem Vortrag und wünschte ihnen für den nächsten Versuch viel Erfolg.

(dh)

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