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Bistum Trier
Montag, 2. Dezember 2019

Szenen der Menschwerdung Gottes aus Zirbelholz und Bronze

Museum am Dom zeigt Krippen aus dem Grödnertal

Trier – Überall dort, wo Christen die Menschwerdung Gottes feiern, stellen sie zur Weihnachtszeit Krippen auf – und das bereits seit dem 13. Jahrhundert, als Franz von Assisi im italienischen Greccio erstmals eine Krippe, wie wir sie heute kennen, errichtete. Seit über zwei Jahrhunderten werden auch im Südtiroler Grödnertal Krippen hergestellt; ursprünglich, um sich in den dunklen Wintermonaten die Zeit zu vertreiben. Einige der Werkstücke werden zurzeit im Museum am Dom Trier gezeigt. Rund 70 Frauen und Männer kamen am 29. November zur Eröffnung der Ausstellung „Krippen aus dem Grödnertal – 200 Jahre Schnitzkunst“. Zu Gast waren Weihbischof Jörg Michael Peters, der Grödner Künstler Filip Moroder Doss und Herbert Costa, der eine Schnitzwerkstatt im Grödnertal betreibt und seine Krippen auf dem Trierer Weihnachtsmarkt anbietet.  

Jesus – Fokus des Lichts

Betritt man den Ausstellungsraum, bemerkt selbst die ungeschulte Nase gleich einen angenehm hölzern-würzigen Duft – charakteristisch für den am häufigsten verwendeten Werkstoff im Grödnertal: das Zirbelholz. Doch hier finden sich nicht nur handgeschnitzte Szenen der Menschwerdung Gottes, sondern auch Plastiken aus anderen Materialien. Eine fällt sofort ins Auge: Die Bronzearbeit „Jesus – Die Pupille des Lichts“ von Filip Moroder Doss ist so beschaffen, dass sich die einfallenden Lichtstrahlen im Jesuskind konzentrieren und sanft auf den Besucher zurückstrahlen.

Breite Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten

Museumsdirektor Markus Groß-Morgen erläuterte das Konzept der alljährlichen Krippenausstellung im Diözesanmuseum: „Mit unseren Krippenausstellungen wollen wir jedes Jahr einen bestimmten Aspekt der Krippenkunst herausstellen. Typisch für das Grödnertal sind handgeschnitzte Krippen.“ Und die gibt es in breiter Vielfalt: „Alpenländische Krippenställe sind dort ebenso zu finden wie orientalische Krippen. Außerdem sieht man an vielen Darstellungen deutlich, wie sich Tradition und Moderne miteinander verbinden. Zum Beispiel, wenn in einer traditionellen Krippe aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Jugendstil-Elemente zu finden sind“, erklärt er. Und weiter: „Im Grödnertal gibt es eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Das wird in der Ausstellung deutlich.“ Zu sehen ist auch eine Werkstatt, anhand derer die Besucher nachvollziehen können, wie die Schnitzkünstler urtümlich arbeiteten.

Die Werkstücke sind Leihgaben aus dem Museum Gherdëina in Sankt Ulrich und von privaten Leihgebern. Die Gestaltung des Raumkonzeptes und der Aufsteller oblag Museumsmitarbeiter Rudolf Schneider. Den musikalischen Rahmen gestalteten Kim Brunner an der Violine und Ulrich Krupp am Klavier vom Angela-Merici-Gymnasium.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Januar 2020 geöffnet, offene Führungen finden am Sonntag, 29. Dezember und am Sonntag, 5. Januar, jeweils um 15 Uhr, statt (Eintrittspreis plus zwei Euro). Weitere Informationen gibt’s auf www.bistum-trier.de/museum.    

(ih)

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