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Bistum Trier
Dienstag, 6. Dezember 2022

Umweltfreundliche Heizung in der Pfarrkirche

Gottesdienstbesucher in Nachtsheim können sich auf eine warme Kirche freuen

Nachtsheim - Als eine der ersten Kirchen im Bistum Trier erhält die 1971 durch Weihbischof Carl Schmitt eingeweihte Pfarrkirche St. Stephanus in Nachtsheim eine Luft-Wasser-Wärmepumpen-Heizung und wird somit ohne Heizöl oder Gas betrieben.

Aufgrund der einzigartigen Dachkonstruktion und der modernen Bauweise ist das Gotteshaus, schon von weitem erkennbar. Nicht nur der Baustil macht das Gebäude zu etwas ganz Besonderem, sondern auch die neue Heizung, von denen es im Bistum Trier, wie der örtliche Verwaltungsrat versichert, nur wenige gibt. 

„Unser Verwaltungsrat hat sich für diese umweltfreundliche Alternative entschieden, auch wenn die Anschaffungskosten höher sind, als die einer Ölheizung“, betont Verwaltungsratsmitglied Hans-Josef Gerharz. „Wir wollen nicht nur von CO2-Einsparung reden, sondern aktiv sein. So sind wir derzeit auch dabei, die Kirchenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel umzustellen.“ Gerharz und Gerd Bierschbach, ebenfalls Mitglied im Verwaltungsrat, berichten weiter: „Durch immer häufigeren Ausfall der Ölheizung in der Pfarrkirche stand eine Erneuerung der Brenneranlage an. Seitens des Bistums werden momentan jedoch keine Öl- und Gasheizungen mehr gefördert.“ In Absprache mit dem Bischöflichen Generalvikariat Trier sei dann eine Bestandsaufnahme der möglichen Energieträger erfolgt. Ein Ingenieurbüro hatte Öl, Flüssiggas und Luft-Wasser- sowie Sole-Wasserpumpenerzeuger gegenübergestellt.

„Nach einem Vergleich der Investitions- und den Betriebskosten entschied man sich aus Kosten- und Umweltgesichtspunkten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.“ Dieses Heizsystem eigne sich insbesondere, weil die Kirche und der direkt angrenzende Pfarrsaal über eine Fußbodenheizung verfügen. Zudem sind die Räumlichkeiten über ein Wärmeverbundsystem und eine Aufsparren-Dachdämmung energetisch saniert.

Derzeit wird in der Kirche die mehr als 50 Jahre alte und defekte Ölheizung samt dem Verteilersystem entfernt und die neue Heizung eingebaut. Der Testbetrieb läuft bereits.

Die Anschaffungskosten der neuen Heizungsanlage betragen rund 83.300 Euro. Zusätzlich fallen Kosten von circa 3.300 Euro für den Rückbau des Kellereinschweiß-Tanks und die Entsorgung der Restölschlämme an. Die Baumaßnahme wird gefördert durch das Bistum Trier und zusätzlich durch dessen Klimafonds, außerdem durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Der verbleibende Eigenanteil der Kirchengemeinde Nachtsheim beträgt voraussichtlich 17.000 Euro.

Mit dem Einbau der neuen Heizung ist der erste Schritt in Richtung CO2-Einsparung getan und die Pfarrei verfügt damit wieder über eine Winterkirche. (red) 

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