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Bistum Trier
Dienstag, 5. November 2019

Vom Iran nach Güls

Caritasverband hilft Geflüchteten beim Einstieg ins Berufsleben

Koblenz – Iran, Dortmund, Trier, Speyer, Dieblich, Rhens – bevor Pourya Rasti nun im Koblenzer Stadtteil Güls sesshaft wurde, hat er schon viele Umzüge hinter sich gebracht. Doch hier möchte er jetzt erst einmal bleiben. Das liegt an seinem Ausbildungsplatz.

„Es macht mir viel Spaß und alle sind sehr nett“, sagt der 25-Jährige über seinen Arbeitgeber „Energienetze Mittelrhein“. Seit September macht er eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. In seinem Heimatland hat er bereits einige Semester in diesem Bereich studiert. Seinen Abschluss konnte Rasti aufgrund der politischen Lage im Iran jedoch nicht machen.

Die Berufsschule besucht er momentan einmal pro Woche. „Ich habe nur gute Noten. In Deutsch habe ich sogar eine drei!“, sagt Rasti zu recht mit Stolz. Seit vier Jahren ist er in Deutschland. „Er braucht keine Nachhilfe“, erklärt Anika Verkoyen vom Projektverbund FAiR (Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region) des Caritasverbandes Koblenz. Sie unterstützt den jungen Mann seit März 2017.

Kennengelernt haben sie sich in Dieblich. Dort gibt es eine kleine Sammelunterkunft für Geflüchtete und Anika Verkoyen kümmert sich darum, die Menschen in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu vermitteln. „Frau Verkoyen hat mir viel geholfen“, sagt Rasti. „Wir haben zusammen geschaut, welche Ausbildungsberufe gibt es im Elektrobereich und dann Bewerbungen geschrieben“, erklärt sie ihre Arbeit. Sie kümmerte sich um Absprachen zwischen Jobcenter, weiteren Behörden, Arbeitgeber und Ehrenamtlichen.

Im Jahr 2015 startete FAiR. Innerhalb von drei Jahren konnten 1007 Personen in Arbeit, Ausbildung, Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Schulausbildung und weitere Angebote vermittelt werden.

Die Ausbildung von Pourya Rasti endet im Februar 2023. Er hofft, dass er dann übernommen wird.

Weitere Infos zu FAiR gibt es auf www.fair-caritas-koblenz.de/ und bei Projektleiter Gregor Bell unter Tel.: 0261-13906-520

(jf)

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