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Bistum Trier
Montag, 6. Mai 2019

Von Schöpfung sprechen, für das Klima handeln

Die Heilig-Rock-Tage und der Klimaschutz

Trier - Es ist ein Klischee, das sich aufdrängt: Nach einer Großveranstaltung, wenn die Bühne leer ist und die Zuschauer gegangen sind, bleibt er übrig, der Müll: die Plastikbecher, die Tonnen mit Essensresten. Bei den Heilig-Rock-Tagen des Bistums Trier soll und wird das anders aussehen. Seit der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 gibt es einen „Leitfaden zur schöpfungsgerechten Organisation und Durchführung“ – von der Gestaltung der Veranstaltungsorte über die Mobilität bis zum Abfallmanagement hat sich das Bistum zu ökologischen Standards verpflichtet.

Die Gründe dafür, warum man für die Wallfahrt 2012 dieses Thema genauer in den Blick genommen hatte, erklärte der damalige Wallfahrtsleiter und heutige Bischof von Limburg, Monsignore Dr. Georg Bätzing, mit einem Verweis auf das Motto der Wallfahrt „und führe zusammen, was getrennt ist“. „Wenn wir heute von der Bewahrung der Schöpfung reden, von Nachhaltigkeit, dann geht es um Veränderungen unseres Verhaltens, unserer Konsumgewohnheiten, unseres Lebensstils. Biblisch gesprochen: um Umkehr“, so Bätzing damals. Das Motto bedeute daher für ihn auch den Anspruch nach einem Leben im Einklang mit Gottes Schöpfung.

Der Leitfaden hat insgesamt sieben Schwerpunkte: Mobilität, Veranstaltungsorte, Energie und Klima, Beschaffung, Catering, Abfallmanagement und Kommunikation. Er regelt den Ablauf bis hin zu dem Hinweis, dass umweltschädliche Reinigungsmittel nicht einzusetzen sind und dass Mehrweggeschirr verwendet werden soll. Dabei blieben die Veranstalter aber nicht stehen. „Mit den Jahren kamen immer wieder neue Ideen und Anregungen hinzu“, erklärt Wolfgang Meyer, der für die Organisation der Heilig-Rock-Tage verantwortlich ist. So sei der verantwortungsvolle Umgang mit Speiseresten hinzugekommen. Auf der einen Seite könne man bei den großen Veranstaltungen nicht genau planen, wie viele Essen benötigt werden; auf der anderen Seite schmerze es, wenn Essen übrig bleibe oder weggeworfen werde. „Jetzt bieten wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Essensverpackungen an, so dass sie ungebrauchtes Essen mitnehmen können.“

Auch die Anschaffung eines Fahrrades gehöre dazu. „An den Heilig-Rock-Tagen selbst müssen wir und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Stadt viele Wege zurücklegen – ein Fahrrad ist dafür oft schneller und natürlich auch ökologischer“, betont Meyer. Im nächsten Schritt werde man jetzt auch ein Lastenrad erwerben, um auch für umfangreichere Transporte auf das Auto verzichten zu können. Auch bei den kleinen Dingen achte man auf den Umweltschutz. So werde man in diesem Jahr Buttons verwenden, die biologisch abbaubar sind, und als kleine Mitnehm-Geschenke würden in diesem Jahr Samentütchen verteilt. Gesucht werde zudem noch ein CO2-Ausgleichsprojekt.

„Im Grunde sind es tausend Kleinigkeiten“, sagt Meyer. Aber ihm gehe es neben dem konkreten Schutz der natürlichen Ressourcen auch um die Bewusstseinsbildung, die damit einhergehe. „Der nachhaltige und verantwortungsvolle Umgang mit der Schöpfung soll sich wie ein roter Faden durch unser Handeln durchziehen.“ Und: „Es wäre unglaubwürdig, von Schöpfung zu reden, ohne im konkreten Handeln ihren Schutz umzusetzen.“

Im Rahmen der Heilig-Rock-Tage gibt es einen ökumenischen Pilgerweg „Schöpfung“am Montag, 6. Mai von 14 bis 15 Uhr. Treffpunkt ist am Haupteingang der Konstantin-Basilika – Ev. Kirche zum Erlöser. Das Ökumene-Referat des Bistums und der Themenschwerpunkt Schöpfung der KEB des Bistums Trier mit ihren Kooperationspartnern laden dazu ein. An drei Stationen im Palastgarten wird es handlungsleitende und spirituelle Impulse zum Thema Schöpfung geben. Informationen: Anna Werle (anna.werle(at)bistum-trier.de) und Barbara Schartz (barbara.schartz(at)bistum-trier.de). Weitere Informationen auch auf: www.schoepfung.bistum-trier.de.

Die Heilig-Rock-Tage dauern noch bis zum 12. Mai. Das gesamte Programm und unsere Bildergalerien sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(tef)

 

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