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Bistum Trier
Sonntag, 21. März 2021

Von wegen Übergangslösung

Ahrweiler Sonntagswort feiert Einjähriges

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Auch während der Corona-Pandemie gibt es gute Nachrichten, und neue Ideen werden geboren, die diese Zeit überdauern sollen. So feiert das Sonntagswort aus der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler seinen ersten Geburtstag. Als Gottesdienste im ersten Lockdown nicht stattfinden konnten, ist der filmische Impulsgeber mit Bezug zum jeweiligen Sonntagsevangelium entstanden. Die Gruppe aus Ehren- und Hauptamtlichen produziert aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen weiterhin wöchentliche Videos.

„‚Macht doch bitte weiter. Wir trauen uns immer noch nicht, zum Gottesdienst zu kommen. Oder ‚Es ist ein so guter Impuls für uns, dass wir darauf nicht gerne verzichten wollen‘“, zitiert Pfarrer Jörg Meyrer Reaktionen, die das Team erhalten haben. „Und wir hatten Spaß dran und haben weiter gemacht“, fügt Meyrer  hinzu.

Das Online-Angebot findet großen Anklang, das spiegelt sich auch in den Abrufzahlen wider: Mehr als 60.000 Zugriffe verzeichnet der YouTube-Kanal der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler; 600 bis 750 Personen klicken Beiträge auf der Video-Plattform an. Vermutlich spielt auch die Vielfalt der Sprecherinnen und Sprecher, der Darstellungsformen sowie der Settings (Aufnahmeorte) eine Rolle beim Erfolg. Jeder Kurzfilm kommt von einem anderen Ort, aus Kirchen und Kapellen, aber auch aus dem Weinberg oder spielt vor einem Krankenhaus oder einer ehemaligen Kaserne. „Highlights waren der Gastbeitrag von Johanna Becker in Form eines ‚Preacher Slams‘ und das Spiel der Mantelteilung am St. Martinstag“, blickt Pfarrer und Dechant Meyrer zurück. Ein technischer Höhepunkt war sicherlich das aufwendig und liebevoll produzierte Krippenspiel zu Weihnachten. Auch „Promis“ sind unter den Impulsgeberinnen und Impulsgebern wie Willibert Pauels oder Bischof Dr. Stephan Ackermann. Im Mittelpunkt steht zwar das jeweilige Evangelium, aber die Akteure übertragen dieses in den Alltag der Menschen. „Das Besondere ist, dass wir die Botschaft Jesu durch das Medium des Internets zu den Menschen bringen“, berichtet Alexander Kramer, der Theologie-Student ist Teil des Technik-Teams.

Das Konzept berührt ganz unterschiedliche Menschen, weiß Meyrer. „Es ist ein Teil unserer Kerngemeinde. Es erreicht aber auch eine ganze Menge Leute, die sonst nicht zu uns kommen. Und die darüber neugierig geworden sind: ‚Was ist das denn eigentlich mit dem Glauben und was haben die da zu sagen?‘“. So hat die Übergangslösung aus dem ersten Lockdown neue Zielgruppen gefunden.

Verantwortlich für die Technik ist eine Gruppe von Ehrenamtlichen; die Idee stammt von Lektor und Kommunionhelfer Frank Reiland. Neben Pfarrer Meyrer sind von hauptamtlicher Seite Dekanatskantor Klaus-Dieter Holzberger und Kooperator Heiko Marquardsen in das Projekt eingebunden. Untermalt werden die Videos neben Orgelmusik oft mit Fotos von Wolfgang Lingen.

Spezielle Jubiläumsausgabe

Anlässlich des kleinen Jubiläums wurden Zuschauerinnen und Zuschauer gebeten, aktiv Teil des Sonntagswortes am 21. März zu werden. Die Aufnahmen hierzu fanden Anfang des Monats statt.

Die Ausgangsfrage lautet: „Was hat Sie durch das Jahr gebracht?“ Nina Kappen schaut das Format regelmäßig mit ihrer Familie. „Ich finde es toll, dass gerade in der Zeit, in der die Gottesdienstbesuche eingeschränkter sind und weniger werden, man trotzdem die Möglichkeit hat, ein bisschen am Ball zu bleiben“, freut sich die junge Mutter. Für Christoph Kniel und seine Frau gehören die rund zehnminütigen Videos längst zum (Corona-)Alltag: „Wir schauen das eigentlich jeden Sonntagmorgen nach dem Frühstück, das hat sich so eingependelt. Wir halten das auch für wichtig und freuen uns, dass so viel Engagement dahinter steht hier in der Pfarreiengemeinschaft.“

Das Angebot auf dem YouTube-Kanal wird weiter ausgebaut, neben dem neuen Podcast „Ahr&Ohr“ sollen in Zukunft auch Musikstücke zu hören sein. Das Sonntagswort und weitere Videos aus der Pfarreiengemeinschaft gibt es bei YouTube auf https://t1p.de/z9az. Weitere Infos gibt es auf www.pg-badneuenahr-ahrweiler.de.  (jf)

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