Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Bistum Trier
Freitag, 17. August 2018

Was bewegt die Menschen vor Ort?

20 Interessierte haben sich in Prüm zum „Miterkunden“ getroffen

Prüm – Wo sind wichtige Punkte für die Menschen vor Ort, der Arzt, die Verwaltung, eine Schule oder ein Supermarkt, wo trifft sich die Jugend, welche religiösen Anbieter, Vereine, Gruppen gibt es noch? Bei der so genannten Erkundungsphase der Synodenumsetzung im Bistum Trier steht in den neuen Pfarreien der Zukunft erst einmal eine Bestandanalyse an, so auch in Prüm. Dort haben sich am 13. August in der Jugendherberge Prüm rund 20 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters getroffen, die Spaß und Interesse am „Miterkunden“ haben. „Wir sind sehr froh, dass so ein reges Interesse besteht und so viele Leute gekommen sind“, sagte Karen Alt, die zu einem der Erkundungsteams des Bistums gehört. Die potenziellen Miterkunder lernten erst einmal verschiedene Methoden kennen, wie sie den „Sozialraum“, also ihre Umgebung, analysieren können. Bei der Kartierung etwa können Plätze eingetragen werden, die für gewisse Zielgruppen relevant sind, so beispielsweise Schulen, Kitas, Spielplätze oder Jugendräume für Familien. Natürlich können auch statistische Daten helfen, ebenso wie Fragebogenaktionen. Eine bestimmte Form der Sozialraumerkundung konnten die Miterkunder dann gleich abends ausprobieren: Die Begehung, bei der ein Stadtteil, ein bestimmter Ort oder eine Veranstaltung unter die Lupe genommen wird. Es gehe darum, „den Menschen zu begegnen, ihnen zuzuhören“, führte Erkundungsteammitglied Hinzmann aus.
Während eine Gruppe sich mit Karen Alt auf zum „Hit“-Supermarkt machte, nahm sich eine andere gemeinsam mit Andreas Schäfer eine Straße unweit des Jugendgästehauses vor und eine dritte schlenderte mit Hinzmann in einem großen Rundgang bis zum Hahnplatz und zurück.

Für den 16-jährigen Gymnasiasten Manuel Ruhe aus Schwirzheim sei es eine „Herzensangelegenheit“ dabei zu sein, ihm sei bewusst, dass nicht viele Jugendliche sich dazu berufen fühlten. Schon lange präge ihn die Kirche: „Ich bin seit meiner Kommunion Messdiener und helfe bei der Organisation der Jugendgottesdienste hier in Prüm. Ich frage mich, was ich tun kann, damit es solche Angebote auch in Zukunft gibt und die Kirche noch für mich da ist, wenn ich einmal alt bin und Hilfe brauche, so wie sie es heute für die Menschen ist.“ Ihm falle auf, dass die Kirche vor allem in den Schulen wenig Präsenz zeige – also gerade dort, wo die jungen Leute den Großteil ihres Tages verbrächten. Deshalb will Ruhe auch genau dort sein Erkundungsprojekt starten: „Ich würde gerne Schüler befragen - Was brauchst du im Leben, was fehlt dir, was trägt dich? – und daraus ableiten, wo wir Angebote machen können, von denen wir jetzt vielleicht noch nichts wissen.“

Auch Mechthild Kuhn war mit von der Partie beim Stadtrundgang – jeden Zweiten auf der Straße grüßt sie mit Namen, bleibt stehen, erkundigt sich nach Gesundheit, Familie, Problemen. Dass sie so viele Menschen kennt, ist zum Teil auch ihrem Job als Leiterin einer Kindertagesstätte geschuldet, außerdem ist sie im Pfarrgemeinderat Niederprüm und einem Singkreis. Der 61-Jährigen ist es wichtig, christliche Werte und Traditionen zu vermitteln – auch in der Kita. „Ich bin daran interessiert, was jetzt kommt. Wir müssen neue Wege gehen und ich bin der Meinung, man sollte nicht alle Veränderungen immer negativ sehen, sondern selbst mitgestalten.“ Als die Miterkunder sich wieder zum Austausch trafen, überwogen die positiven Erfahrungen, viele sagten, sie wollten nun eigene Erkundungsaktionen starten. Weitere Informationen gibt es unter: www.prüm.erkundung.info.

Weiteres:

News Details