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Bistum Trier
Freitag, 10. Februar 2017

Wir sind noch nicht fertig

Jubiläum: 20 Jahre Saarland Sozialgipfel

 

Neunkirchen – „Wir haben damals gedacht, die hohe Arbeitslosigkeit sei nur ein vorübergehendes Phänomen, und so war auch die Aktion Arbeit nur als vorübergehendes Projekt gedacht.“ So Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier beim 20-jährigen Jubiläum des Saarland Sozialgipfels in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen. Doch nicht nur die Aktion Arbeit existiert bis heute fort. Auch den 1996 im Saarland begründeten Sozialgipfel gibt es noch.

Zum Feiern war den rund 50 Gästen am Donnerstagabend aber nicht zumute, denn die Probleme, gegen die der Sozialgipfel seit 1996 kämpft, sind noch immer nicht beseitigt. Gegründet wurde der Sozialgipfel als lose Vereinigung von 20 Verbänden, darunter auch die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Saarland. Die Aktion Arbeit ist ebenfalls Teil des Sozialgipfels. Mittlerweile sind 33 Organisationen und Verbände in der Vereinigung vertreten, was ihn zur größten Nichtregierungsorganisation (NRO) des Saarlands macht, wie Arthur Biesalski von der KAB Saar und Gründungsmitglied des Sozialgipfels in seiner Rede betonte.

„Wir sind eine Bewegung!“, sagte er mit Stolz. Auf die Arbeit des Saarland Sozialgipfels der vergangenen Jahre blickte Biesalski aber auch mit gemischten Gefühlen zurück: „Es war nicht immer leicht.“ Gleichwohl gebe es Erfolge zu verbuchen, wie beispielsweise die Einführung des Arbeitsprogramms „ASaar“, durch das in den letzten Jahren rund 19.000 Langzeitarbeitslose im Saarland wieder eine Beschäftigung gefunden hätten. Trotzdem: „Wir sind noch nicht fertig!“, sagte Biesalski.

Bei der Jubiläumsveranstaltung machte der Sozialgipfel auf die breite Palette an Herausforderungen aufmerksam, die der Sozialstaat noch immer bewältigen muss: Von Kinder- und Bildungsarmut, über extreme Hartz IV-Sanktionen gegenüber jungen Menschen und deren Folgen, bis hin zur Förderung und Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. „Arbeitslosigkeit greift die Menschenwürde an und ist nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar“, betonte Steyven von der Aktion Arbeit. Sie forderte dauerhafte und verlässliche Förderstrukturen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Viele Programme der Arbeitsagenturen seien nur befristet und werden durch immer neue ersetzt. Das helfe den Arbeitslosen nicht, wieder in den Arbeitsmarkt zurückzufinden.

(dh)

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