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Bistum Trier
Samstag, 27. März 2021

Wissenschaft, Lehre und pastorale Praxis stärker verknüpfen

Theologische Fakultät: Marco Benini übernimmt Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

Trier – Ab dem 1. April ist Prof. Dr. Marco Benini (38) neuer Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier. Damit übernimmt er zugleich die Leitung der wissenschaftlichen Abteilung des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI). In Trier möchte er Forschung, Lehre und pastorale Praxis verstärkt miteinander verknüpfen, die internationale Vernetzung vorantreiben und den Blick in andere Disziplinen wagen.

„Die Herausforderung dieser Tage besteht darin, die Menschen wieder für den Gottesdienst zu gewinnen und sie einzuladen, den Reichtum der Liturgie zu erfahren“, erklärt der 1982 in Ingolstadt geborene Benini. Theologie studierte er in Eichstätt und Rom; 2008 wurde er für das Bistum Eichstätt zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan und Jugendseelsorger in Neumarkt/Opf. Von 2012 bis 2018 verfasste er seine Dissertation über den „Osterfestkreis im Ingolstädter Pfarrbuch des Johannes Eck (1525)“ und seine Habilitationsschrift zur „Liturgischen Bibelhermeneutik“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt – beide Studien wurden mit Preisen ausgezeichnet. Zeitgleich war er als Seelsorger und Domvikar tätig.

Internationale Vernetzung der Liturgieforschung fördern

Ab 2018 lehrte und forschte er fünf Semester lang als Visiting Professor an der Catholic University of America in Washington. Eine prägende Zeit, wie er betont: „Insbesondere in den Gesprächen mit Studierenden hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, den Menschen die Bedeutung liturgischer Zeichen, der Eucharistie und der Sakramente, wieder näher zu bringen. Nur wer versteht, was sich dahinter verbirgt, weiß sie auch zu schätzen.“ Für die Feier der Gottesdienste nach der Pandemie hat er bereits konkrete Impulse: „In den USA werden die Gläubigen beispielsweise schon an der Kirchenpforte begrüßt. Dieses Zeichen der individuellen Wertschätzung ließe sich auch in Deutschland gut umsetzen, etwa durch jene, die derzeit die Hände an der Türe desinfizieren, oder Vertreterinnen und Vertreter des Pfarrgemeinderates.“

Es sei ihm ein besonderes Anliegen, die internationale Vernetzung der Trierer Liturgieforschung weiter zu fördern, sagt Benini, der in den vergangenen zwei Semestern die Professur für Liturgiewissenschaft an der Universität Augsburg vertrat. Dabei möchte er nicht nur mit ausländischen Liturgieforschern kooperieren, sondern auch andere Disziplinen miteinbeziehen. „Wenn wir über die Qualität von Gottesdiensten sprechen, können die Erkenntnisse empirisch arbeitender  Wissenschaften wie der Soziologie gewinnbringend sein.“ Trier biete ihm den einzigartigen Vorteil, Forschung und Praxis intensiv miteinander zu verbinden. „Das ist schon etwas Besonderes. Ich freue mich schon sehr auf meine neuen Aufgaben und vor allem auf viele Begegnungen an der Theologischen Fakultät und am Deutschen Liturgischen Institut.“

(ih)

 

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