Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Bistum Trier
Dienstag, 9. Juli 2019

Wo Frauen Zuflucht und eine Perspektive finden

Bischof Ackermann segnet Räume des neuen SkF Dorfs mitten in Trier

Trier – Mitten in Trier ist ein „Dorf“ für benachteiligte und in Not geratene Frauen und Kinder entstanden: Der Sozialdienst katholischer Frauen in Trier (SkF) hat die in die Jahre gekommenen Gebäude des Mutter-Kind Hauses „Annastift“ und des benachbarten „Haus Maria Goretti“ für wohnungslose und psychisch kranke Frauen saniert und renoviert; auch der Außenbereich ist neu gestaltet worden. Den Abschluss der zweieinhalbjährigen Umbaumaßnahmen feierte der Sozialverband am 6. Juli mit vielen Gästen aus Politik und Kirche und natürlich den Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen mit einem Tag der offenen Tür. Morgens zelebrierte Bischof Stephan Ackermann den Festgottesdienst in der Liebfrauenbasilika und segnete im Anschluss die neuen Räume des SkF-Dorfs ein.

Es bleibe eine ständige Herausforderung, sagte Ackermann morgens in seiner Predigt, den Worten Jesu aus dem Matthäus-Evangelium zu folgen und immer auf die Nöte Hilfsbedürftiger und Schwächerer einzugehen. In den Sozialverbänden im Bistum Trier, wie dem SkF, gebe es viele engagierte Menschen, die auf der Spur Jesu unterwegs seien. Dennoch müsse man sich bewusst machen, sagte Ackermann den Papst zitierend, dass Menschen nicht „Objekte der Zuwendung seien“, denen man Nahrung, Wohnraum und Hilfsgüter zukommen lasse, sondern dass sie dieselbe Würde hätten wie man selbst. Ganz in diesem Sinne handle der SkF, wenn er Frauen eine Perspektive zu einem selbstbestimmten Leben gebe und Kräfte mobilisiere. Ackermann zeigte sich bei der Einsegnung der neuen hellen und freundlich eingerichteten Räume beeindruckt von dem durchdachten Konzept und kündigte an, die Einrichtungen auch künftig abseits von Feierlichkeiten „im Alltag“ besuchen zu wollen.

SkF Trier-Geschäftsführerin Regina Bergmann, die das Umbauprojekt leitete, stellte in einer Präsentation dar, wie aus den unansehnlichen Betonplattenbauten aus den 1970ern die modernen Wohneinheiten entstanden, die jetzt im Annastift 29 Müttern mit ihren Kindern Platz bieten und im Haus Maria Goretti 32 Plätze für wohnungslose oder psychisch kranke Frauen vorhalten. Die Vorstandsvorsitzende des SkF, Annette Laux, begrüßte die prominenten Gäste, darunter die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Vorstandsvorsitzende des SkF-Bundesverbands, Hildegard Eckert und Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Sie wünsche allen Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen einen guten Start im neuen SkF-Dorf, sagte Dreyer in ihrer Rede. „Ich bin überzeugt, dass hier ein ganz besonderer Ort geschaffen wurde, der Mädchen und Frauen auch künftig einen geschützten Raum bieten wird. Dort werden sie die Stärkung erfahren, die sie für ein selbstständiges Leben brauchen“, so Dreyer. Auch die Bürgermeisterin von Trier, Elvira Garbes, drückte ihre Anerkennung für das Projekt aus. Sie beeindrucke besonders die Haltung, die hinter Planung und Umsetzung stecke. Häusern wie diesem sei es zu verdanken, wenn zum Beispiel jungen Müttern eine Chance geboten werde, eine gesunde Bindung zu ihrem Kind aufzubauen. Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel überbrachte die Glückwünsche ihre Verbands und lobte, dass die Fertigstellung sowohl im Zeitrahmen geblieben sei, als auch bei den Kosten eine „Punktlandung“ erzielt habe.  

Besonders beachtlich sei, dass die Baumaßnahmen bei laufendem Betrieb gestemmt worden seien, was so manche Belastung mit sich gebracht habe. Der SkF enagiere sich bereits seit 1903 „entschieden und mutig“ für Frauen und Kinder. „In dieser Tradition des praktisch gelebten Glaubens ist der SkF im Sinne der Bistumssynoden-Ergebnisse ein Ort von Kirche, an dem Menschen Schutz, Hilfe und Halt erfahren und Kraft schöpfen können für ein selbstbestimmtes Leben“, unterstrich Kugel die Bedeutung des Verbands.

Weitere Informationen zu den Angeboten und der Arbeit des SkF Trier gibt es unter: www.skf-trier.de.

(sb)

Weiteres:

News Details