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Bistum Trier
Mittwoch, 22. September 2021

Wo Kirche offen, unkompliziert und einladend ist

Thomas Hufschmidt wird am Sonntag als neuer Jugendpfarrer in Saarbrücken eingeführt  

Saarbrücken – Gerade für junge Leute hat Kirche viel zu bieten. Davon ist Thomas Hufschmidt überzeugt. „Sie haben viele Fragen für ihr Leben. Es ist Aufgabe der Kirche, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt der 31-Jährige. Am Sonntag, 26. September, wird er mit einem Gottesdienst offiziell als neuer Jugendpfarrer in Eli.ja, der Kirche der Jugend in Saarbrücken, eingeführt. Hufschmidt tritt die Nachfolge von Christian Heinz an, der im Juli nach zehn Jahren als Jugendpfarrer in Saarbrücken verabschiedet wurde und nun in Hermeskeil tätig ist.

Zuletzt war Hufschmidt vier Jahre Kaplan in Sinzig, wo er seine Begeisterung für die Jugendarbeit entdeckte. Seit Anfang September ist der gebürtige Saarbrücker, der 2009 in Völklingen Abitur machte, in Eli.ja: „Das ist ein toller Ort. Ich bin fasziniert von der Freiheit und Offenheit, die hier herrschen“, schildert er seine ersten Eindrücke. Zwei Begegnungen hätten ihn seitdem besonders berührt: „Ein junger Mann sagte mir: ,Für mich ist Eli.ja ein Stück Heimat‘; ein anderer sagte: ,Kirche ist hier so ganz anders als sonst: offen, unkompliziert, einladend`“. Deshalb freue er sich, in den kommenden Jahren selbst ein Teil dieser Gemeinde zu werden und mit vielen den Weg der Kirche in der Stadt mitzugestalten.

Kirche auch mal kritisch hinterfragen

„Es ist mir ein Herzensanliegen zu zeigen: dass Kirche auch anders ist und dass die Antworten, die die Kirche gibt, keine Basta-Antworten sind, die man einfach zu akzeptieren hat“, sagt der 31-Jährige. Er wisse um die Probleme, die viele junge Leute mit der Institution Kirche haben. „Ich hadere auch mit vielen Punkten, auch ich ringe mit dieser Kirche, in welcher Lage sie ist – und in die sie sich selbst bringt“, gibt der Jugendpfarrer zu. Daraus mache er kein Geheimnis: „Wenn junge Leute merken, mit dem Thomas kann man auch über solche Themen reden, dann kann ein gemeinsames Ringen entstehen und die Frage diskutiert werden: Wie ist unser Weg mit dieser Kirche?“ Die Kirche der Jugend solle gerade ein Ort sein, an dem Dinge infrage gestellt werden dürfen. „Unsere Aufgabe hier ist es, den Finger in die Wunde zu legen“, sagt Hufschmidt und ist überzeugt: „Es wird sich in der Kirche vieles ändern, es hat sich in der Vergangenheit auch bereits vieles getan.“

Noch sei er in der Phase des Kennenlernens und des Zuhörens. Gemeinsam mit dem Team der Kirche der Jugend – das sind Gemeindereferentin Rebecca Benahmed, der pädagogische Referent Michael Federkeil und der Leiter der FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral Andreas Feid – hat er vergangene Woche Visionen für Eli.ja entworfen: „Eli.ja ist Begegnung, Vielfalt, Offenheit, (Weg-) Begleitung, (Gebets-) Gemeinschaft, Kooperationspartner“, lautet das Selbstverständnis des Teams. Viele Projekte und Kooperationen, die durch Corona zum Erliegen gekommen sind, müssen neu gestartet werden. „Da ist es mein Bonus als Neuer, dass ich hinterfragen kann: Machen wir das weiter oder braucht es eine neue Antwort?“, sagt er. Im Team erlebe er eine große Offenheit, Altbewährtes neu zu betrachten.

Neben der Seelsorge in Eli.ja unterrichtet Hufschmidt an der Marienschule in Saarbrücken vier Wochenstunden Religion und arbeitet im Seelsorgeteam der Schule mit. Darüber hinaus ist er Subsidiar in St. Jakob und Rektor der Edith-Stein-Kirche. In seiner Freizeit fährt der 31-Jährige gerne Motorrad oder geht in den Bergen wandern. „Ich bin ein geselliger Typ, treffe gerne Leute und freue mich darauf, meine alte Heimat nach zwölf Jahren nun neu zu entdecken.“

Theologie statt Mathe

Dass er einmal Pastor wird, stand nach dem Abitur noch nicht fest. „Eigentlich hatte ich vor, Mathematik zu studieren“, erinnert sich Hufschmidt. Doch da sei etwas gewesen, was er als „inneres Ringen“ bezeichnet: „Was will ich mit meinem Leben anfangen? Was ist mein Weg?“ Auf der Suche danach habe er sich im Priesterseminar angemeldet. „Im Laufe dieses Weges habe ich immer mehr Zustimmung gespürt“, blickt er zurück. 2016 wurde Thomas Hufschmidt zum Diakon geweiht und zunächst in der Pfarreiengemeinschaft Schaumberg eingesetzt. „Ich bin bisher sehr glücklich mit diesem Weg. Es ist ein tolles Geschenk, Menschen zu begleiten, auf ihrem Lebensweg und auf ihrer Suche nach Gott.“

Info: Thomas Hufschmidt wird am Sonntag, 26. September, um 18.15 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche der Jugend offiziell eingeführt. Der Gottesdienst wird auch online gestreamt unter: https://youtu.be/RW2QfnyF2as

(uk)

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