Unsere WebSeite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt bistum-trier.de für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung . Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Bistum Trier
Freitag, 12. Oktober 2018

Wohin mit meiner alten Brille?

Bischof Stephan Ackermann spendet alte Sehhilfen für den guten Zweck

Trier – Am Welttag des Sehens, dem 11. Oktober, ist eine Brillenspende-Box der Aktion „Brillen weltweit: Sehen – Handeln – Helfen“ in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) aufgestellt worden. Prominenter erster Spender war Bischof Stephan Ackermann.

Oft ist sie noch in passablem Zustand, wurde jahrelang gepflegt und hat sich als zuverlässiger Begleiter im Alltag bewährt, doch irgendwann kommt der Tag, an dem sie ausgedient hat: die Brille. Bei dem einen verändern sich die Dioptrienwerte, der andere sehnt sich schlicht nach modischer Veränderung. Aus welchem Grund auch immer das alte Modell dem neuen weichen muss, am Ende steht die Frage: Wohin mit meiner alten Brille? Darauf gibt Carlo Wagner, Augenoptikermeister aus Koblenz, gemeinsam mit Bischof Stephan Ackermann und Martin Ludwig, Leiter der Arbeitsstelle „Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier“, eine einfache Antwort: „Ab damit in die Spendenbox!“

Denn mit der Brillenspende kann man gleich dreierlei Gutes tun: In erster Linie wird denen geholfen, die sich keine Brille leisten können – und das in insgesamt 65 Ländern. Zweitens helfen die Brillenspender Menschen in Deutschland. Denn die Brillen müssen aufgearbeitet werden, bevor sie den Weg zu ihren neuen Besitzern finden. Das übernehmen momentan 32 Frauen und Männer in einem Integrationsunternehmen. Die Spende komme also nicht nur Bedürftigen in verschiedensten Ländern der Welt zugute, sondern unterstütze Menschen dabei, auf dem deutschen Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, erklärt Wagner. Der dritte Aspekt nütze allen, denn da die Brillen fachgerecht aufbereitet werden, reduziert sich der Müllberg. Und der ist gar nicht mal so klein, denn „97% aller Altbrillen landen im Restmüll“, verrät Wagner.

Fast zwei Drittel aller Deutschen tragen eine Brille, doch auch Menschen ohne Sehschwäche können die Aktion unter der Trägerschaft des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V. unterstützen, erläutert Wagner, der sich seit 33 Jahren ehrenamtlich für die Aktion engagiert: „Jeder kann Brillen sammeln und zur Sammelstelle nach Koblenz schicken.“ Auch könne man den Optiker vor Ort bitten, eine Spendenbox aufzustellen oder einfach Geld spenden, mit dem wichtige Anschaffungen wie Ultraschallgeräte zum Säubern der Brillen finanziert werden.

Im letzten Jahr konnten die ehrenamtlichen Helfer von „Brille weltweit“ 500.000 Sehhilfen an Bedürftige weiterleiten, für 2018 rechnet Wagner mit etwa 600.000. Fünf davon stammen von Bischof Ackermann, der schon seit Jahrzehnten seine alten Modelle sammelt und sich freut, dass sie nun nutzbringend weiter verwendet werden. Bei wem genau die Brillen des Bischofs letztlich ankommen, lässt sich kaum nachverfolgen. Sicher sei aber, dass sie den Empfängern zu neuer Lebensqualität verhelfen werden, so Wagner.

Die Spendenbox in der Cafeteria des BGV ist öffentlich zugänglich. Weitere Informationen zur Aktion und die Standorte der Spendenboxen gibt es unter www.brillenweltweit.de

(ih)

Weiteres:

News Details