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Bistum Trier
Donnerstag, 4. Juli 2019

Zum Dienst des Priesters in der Pfarrei der Zukunft

„Plattform P“ überreicht Bischof Ackermann Positionspapier

Trier - Die „Plattform P“, ein Zusammenschluss von Priestern in Bistum Trier, hat bei einem Treffen Ende Juni ein Papier zum „Dienst des Priesters in der Pfarrei der Zukunft“ verabschiedet und es Bischof Dr. Stephan Ackermann übergeben. Das Positionspapier „will den zukünftigen Dienst der Priester in der Seelsorge umreißen und Orientierung bieten“, erläutert Pfarrer Dr. Michael Bollig (Trier), der zur Redaktionsgruppe gehört. Das Papier sei das erste Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses und mache deutlich, was viele Priester in der aktuellen Phase der Synodenumsetzung bewege und was ihnen wichtig sei. Es gehe darum, „Eckpunkte der priesterlichen Existenz in der Seelsorge der Pfarrei der Zukunft“ zu definieren, diese aber weit zu fassen.

In der Einleitung des Papiers heißt es, die Umsetzung der Synode im Bistum Trier bringe „große Veränderungen für alle pastoralen Dienste“. Da die überwiegende Zahl der Priester nicht in den Leitungsteams arbeite, beziehe sich der Dienst dieser Priester zukünftig verstärkt auf den Bereich der Verkündigung und der Heiligung. Leitungsvollmacht bedeute dann „geistliche Führung und gewinnt von dort her eine neue Dimension, die es tiefer zu entdecken und breiter zu entwickeln gilt“. Die Plattform P sieht daher Konsequenzen für den priesterlichen Dienst und die priesterliche Lebensform.

So wirbt das Papier dafür, den Dienst durch geregelte Zuständigkeiten für Orte, Einsatzfelder und Verantwortungsbereiche in Kooperation mit den Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort festzulegen, damit eine geistliche und menschliche Beheimatung möglich sei. Besondere Aufmerksamkeit solle dabei auf der missionarischen und diakonischen Kirchenentwicklung und der Perspektive der Vernetzung des Arbeitens vor Ort und mit der ganzen Pfarrei der Zukunft liegen. Als weiteren Punkt nennen die Priester ihren kompetenzorientierten Einsatz. Der Schwerpunkt des priesterlichen Dienstes liege in der Verdeutlichung des Wirkens Gottes im Leben von Menschen, sowohl in der Kirche als auch in der Welt. So soll einerseits der Priester bereit sein, durch Exerzitien oder Fortbildungen seine Kompetenzen und Begabungen zu vertiefen; andererseits soll die Bistumsleitung die Persönlichkeit der Einzelnen respektieren und fördern. Der Blick auf die priesterliche Lebensform ist das dritte Anliegen, das in dem Papier zur Sprache kommt. Es brauche „eine starke Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der Priester“. In der Pfarrei der Zukunft sollen sich Formen der geistlichen Gemeinschaft (via communis) und des Zusammenlebens (vita communis) entwickeln können. Es brauche regionale und überregionale Austauschforen sowie eine regelmäßige Kommunikation auf Bistumsebene, besonders zwischen dem Bischof und den Priestern.

Alle Priester im Bistum haben das Papier erhalten; es soll weiter als Diskussionsgrundlage dienen. „Ich denke, dass das Papier für alle Gruppen im Klerus einen ‚gemeinsamen Nenner‘ anbietet“, sagt Bollig. Das Wort von der „Einheit in Vielfalt“ gelte gerade auch für das Presbyterium (Gemeinschaft der Priester in einem Bistum). Sie sei „ein Schatz“ betont der Trierer Pfarrer, und es gehe keineswegs darum, „Gleichheit oder Gleichförmigkeit“ herzustellen. „Wir wollen nicht den einen nach-synodalen Priestertypus“, sagt er. Das Anliegen der Plattform P sei es vielmehr, dass die Priester wieder näher zusammenkommen und als Beitrag zu einer gelingenden Synodenumsetzung miteinander um ihre verschiedenen Positionen ringen. Bischof Ackermann, der an dem Treffen teilgenommen hatte, hat das Papier entgegengenommen und will es in die weiteren Beratungen zur Synodenumsetzung einbringen. Das Positionspapier gebe wichtige Hinweise und sei „hilfreich, weil es Perspektiven und Anregungen für die Ausgestaltung des priesterlichen Dienstes“ anbiete.

Das Papier ist hier im Volltext verfügbar.

(JR)

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