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Katholische Kita gGmbH will weiterhin zuverlässige Partnerin für Kinder und Eltern sein:4.000 Mitarbeitende kümmern sich um 13.381 Kinder  

Bei der Gesellschafterversammlung der Kita gGmbH Trier wurde über die Arbeit in den Einrichtungen, den Geschäftsbericht und über Schwerpunkte für das kommende Jahr informiert.
Hermann Sonnen, Matthias Struth, Kerstin Knopp, Ursula Steuer, Angela Thelen, Cordula Scheich, Konrad Berg und Ralf Olk (vlnr)
Datum:
18. Nov. 2025
Von:
Simone Bastreri

Trier – Von Daun bis Birkenfeld, von Saarburg bis Cochem: Mit 151 Einrichtungen und inzwischen genau 4.000 Mitarbeitenden ist die katholische Kita gGmbH Trier nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber in der Region Trier, sondern sie trägt auch große Verantwortung für über 13.300 Kinder und ihre Familien. Das gelinge vor allem durch das vielfältige Engagement der pädagogischen Fachkräfte und aller anderen Beschäftigten in den Kitas, wie Cordula Scheich und Konrad Berg als Geschäftsführung auf der diesjährigen Gesellschafterversammlung in Trier betonten. Dafür gab es in diesem Jahr ein dickes „Dankeschön“: Zum Jubiläum des 25-jährigen Bestehens lud der Träger alle Mitarbeitenden im September zu einer Dankes-Party in das Oktoberfestzelt in Wittlich ein. Außerdem soll es im Rahmen des Jubiläums in der dritten Oktoberwoche eine Baumpflanzaktion in allen Kitas geben. Die Idee: Bäume brauchen genau wie Kinder Geduld und Pflege zum Aufwachsen, sie sind eine Investition in die Zukunft und stehen für Langlebigkeit.  

Demokratiebildung und Nachhaltigkeit als Schwerpunkte  

Am Ende der Veranstaltung stellte Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Struth Kerstin Knopp vor, die auf Angela Thelen folgt.

Bei der Gesellschafterversammlung kommen die Vertretungen der Kirchengemeinden und des Bistums als Mehrheitsanteilseigner zusammen, um sich über die Arbeit in den Einrichtungen, den Geschäftsbericht und Schwerpunkte für das kommende Jahr zu informieren. Den Fokus richtet die Trägerin in ihren Einrichtungen erneut auf Nachhaltigkeit und Demokratiebildung. Dem Thema Nachhaltigkeit widmet sich eine Gruppe aus allen Ebenen des Unternehmens sowie der Mitarbeitervertretung. In Zusammenarbeit mit der lokalen Agenda sei ein Fachtag für die pädagogischen Mitarbeiterinnen veranstaltet worden. Und im Rahmen des Bundesprojekts „Faire Kita“ werden derzeit 100 Tandems aus pädagogischer Fachkraft und Hauswirtschaftskraft der Kitas geschult. „Viele Kinder erleben zu Hause nicht mehr, wie frisch gekocht wird, oder welche Lebensmittel benötigt werden. Es ist uns wichtig, ihnen für ihre Zukunft einen Grundschatz an Wissen mitzugeben und sie in den Einrichtungen gut zu verköstigen“, betont Scheich. Zum Thema Demokratiebildung habe es schon 2017 eine Multiplikatorenschulung für 10 Mitarbeitende gegeben, nun würden 20 weitere ein Jahr lang in sechs Modulen fortgebildet. „Angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen finden wir es umso wichtiger, dass unsere Kitas ‚Kinderstuben der Demokratie‘ sind. Die Kinder spielen bei uns nicht Demokratie, sondern leben sie. Ihre Ideen und Bedürfnisse werden gehört, sie dürfen mitentscheiden“, so Scheich. Dazu gehörten Kinderparlamente oder Beschwerdemöglichkeiten für Kinder. Das führe natürlich auch zu der ein oder anderen Diskussion, wenn die Kinder diese Rechte dann auch zu Hause einforderten, stellte Scheich schmunzeln klar.  

Neue Maßnahmen gegen Fachkräftemangel 

Blick ins Plenum

Schon seit Jahren versucht die Kita gGmbH mit verschiedenen Maßnahmen dem grassierenden Fachkräftemangel zu begegnen – etwa mit einem neuen Job-Portal namens „Bite“. Hier können sich Interessierte online bewerben und erhalten durch automatisierte Abläufe schnellere Rückmeldungen. Zusätzlich veranstaltet die Kita gGmbH zwei Mal im Jahr einen Markt der Möglichkeiten für Mitarbeitende, wo es auch Informationen zu Versetzungsmöglichkeiten, Ausbildungschancen und den vielen Zusatz-Angeboten wie dem betrieblichen Gesundheitsmanagement oder Ausbildungschancen gibt.  

Matthias Struth als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft dankte in seiner Rede ganz besonders Cordula Scheich und Konrad Berg als langjährigem Geschäftsführungsteam. Beide seien seit 40 Jahren im Bistumsdienst und jeweils 25 und 23 Jahre als Geschäftsführung der katholischen Kita gGmbH mit „geballter Power und Kompetenz“ tätig. Großen Herausforderungen hätten die beiden sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit Ausdauer und Weitsicht gestellt. „Und das mit katholischem Profil und christlichen Werten – dafür stehen Sie ein.“ Am Ende der Veranstaltung wurde Angela Thelen als Vertreterin des Bistums im Aufsichtsrat der gGmbH entpflichtet und ihre Nachfolgerin Kerstin Knopp vorgestellt. Sie wird künftig an der Seite von Georg Binninger das Steuerungsbüro für Katholische Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier leiten. Es hat den Auftrag, die Grundlinien und die strategische Ausrichtung der Politik für die katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier zu entwickeln und Entscheidungsvorlagen für die Bistumsleitung zu erarbeiten.