60 Personen informierten sich über Stand der Engagemententwicklung im Bistum Trier :„Anlaufstelle für alle Anliegen der ehrenamtlich Engagierten“

Trier – Rund ein Drittel der Deutschen sind bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren – eine beträchtliche Zahl. Wichtig sind dafür gute Rahmenbedingungen, die das Bistum Trier für kirchlich engagierte Menschen unter anderem durch Engagemententwickler*innen sichern möchte. Sie sind Anlaufstelle für Menschen, die nach einem Engagement suchen, sie unterstützen vorhandene Strukturen, vernetzen Akteure in den Pastoralen Räumen und entwickeln gemeinsam Standards. Bei einem Forum am 21. November in Trier haben sich 60 Personen über den aktuellen Stand der Ehrenamtsentwicklung im gesamten Bistum informiert. Gekommen waren Vertreterinnen und Vertreter der Räte und der Leitungsteams aus den Pastoralen Räumen, des Caritasverbands, der Fachabteilungen aus dem Bischöflichen Generalvikariat und Interessierte. Mit dabei waren auch Generalvikar Ulrich von Plettenberg und Mechthild Schabo, „Bereichsleiterin Seelsorge und Kirchenentwicklung". Prof. Paul-Stefan Roß vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart stellte Hintergründe und erste Ergebnisse der begleitenden Evaluation zur Einführung der Rolle der Engagemententwickler*innen vor.

Die drei Engagemententwickler*innen, Annette Bollig aus dem Pastoralen Raum (PR) Bernkastel-Kues, Stefanie Heinzen aus dem PR Kaisersesch und Jörg Koch aus dem PR Prüm, gaben Einblicke in ihre Arbeitsfelder und wie sie ihre Rolle vor Ort verstehen. Dabei sei deutlich geworden, dass die Frauen und Männer nicht nur auf ein Feld festgelegt arbeiten, sondern als Querschnittsstellen bei unterschiedlichsten Themen angesprochen werden, so die Leiterin des Teams Engagementenwicklung im Bistum Trier, Michaela Tholl. Wenn sich etwa nach den Pfarreifusionen neue lokale Teams für bestimmte Aufgaben gründen und Starthilfe benötigen, wenn es Beschwerden oder Probleme gebe. „Es ist sehr hilfreich, dass die Engagierten genau wissen, wen sie ansprechen können, wenn sie Initiativen starten oder Verbündete suchen möchten, aber auch, wenn sie aus Aufgaben aussteigen möchten. Dabei seien die Engagemententwickler so etwas wie Seismografen: „Oft sind sie die ersten, wo Themen und Probleme auflaufen. Manche haben Sprechstunden eingerichtet, die gut besucht werden. Und sie widmen sich verstärkt der Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements“, erklärt Tholl. Dabei gelte es, mit den Leitungsteams und den Partnern vor Ort an einem Strang zu ziehen, denn es gehe um eine „Haltungsänderung“, die mehr von den Bedürfnissen jedes einzelnen Menschen her denke.
18 solcher Engagemententwickler-Stellen gibt es bisher im Bistum – weitere Pastorale Räume sind interessiert und wollen sie einführen. „Der Tag hat viel in Bewegung gebracht, zum Weiterdenken und Diskutieren angeregt. Am Thema Engagemententwicklung werden auch immer Fragen der gesamten Kirchenentwicklung sichtbar und greifbar", zeigt sich Tholl zufrieden mit dem Forum.