Thomas Biewen ist neuer Referent für Pastorale Räte :Begeisterter Anhänger des Ehrenamtes

Trier – Das Team der Engagemententwicklung im Bistum Trier hat Zuwachs bekommen: Seit Anfang des Jahres ist Thomas Biewen Referent für Pastorale Räte in Pfarrei und Pastoralem Raum. Am kommenden Wochenende, dem 7. und 8. Februar, werden die pastoralen Gremien in den 33 zum 1. Januar neu errichteten Pfarreien gewählt. Eine gute Gelegenheit, Kirche aktiv mitzugestalten, findet der 61-Jährige, der in seiner Freizeit in der Trauerbegleitung und in zwei Chören mitwirkt.
„Ich bin begeisterter Anhänger des Ehrenamtes“, sagt Biewen, der zuvor 18 Jahre beim Malteser Hilfsdienst gearbeitet hat und dort für Soziales Ehrenamt, Trauerbegleitung und Hospizarbeit zuständig war. Aus Erfahrung weiß er: „Es ist wichtig, dass Institutionen einen Rahmen schaffen, in dem sich ehrenamtlich Engagierte gut und selbstbewusst einbringen können“, gerade vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen der Kirche in einer zunehmend säkularen Welt. „Die Mitwirkung in kirchlichen Räten ist anspruchsvoll. Ich habe großen Respekt davor, dass sich Menschen dort ehrenamtlich engagieren.“ Für Biewen ist klar: „Wer sich engagiert, hat ein Recht auf Unterstützung.“
Veränderung als Chance
Veränderungen innerhalb seiner Kirche gewinnt Biewen durchaus Positives ab: „Wir als Katholiken haben die Chance, uns für eine zukunftsfähige, vielfältige Kirche einzusetzen, die uns wichtig ist. Wir haben die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu gestalten“, stellt Biewen fest, und verbindet damit den Aufruf, sich an den Gremienwahlen zu beteiligen. Denn: „Stichwort Selbstwirksamkeit: Je mehr die Menschen sich sinnstiftend für sich und andere engagieren können, desto höher die Bereitschaft, sich einzubringen.“ Eine der größten Herausforderungen für die Gremien vor Ort identifiziert er darin, eine Balance zwischen den Polen „bewahren“ und „erneuern“ zu finden – und Schnittstellen zur Zivilgemeinde auszubauen, vom Sportverein bis zur Feuerwehr. Als ein Beispiel nennt er die Mischnutzung von kirchlichen Räumen, die es schon mancherorts gibt. „Plötzlich merkt man: Da ist wieder Leben in der Bude“, sagt der Referent, der gelernter Krankenpfleger, diplomierter Pädagoge und Vater zweier erwachsener Kinder ist.
In den kommenden Wochen stehen mehrere Besuche in den verschiedenen Regionen des Bistums in Biewens Kalender: „Mir ist es wichtig, viele Ratsmitglieder persönlich kennenzulernen.“ Für die Zukunft der Rätelandschaft wünscht er sich eine „ganz bunte Mischung, Jung und Alt, Erfahrene und Neue im Rat und vitale Netzwerke mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Glaubensgemeinschaften.“ Besonderes Augenmerk liege dabei auf einer funktionierenden Kommunikation und Moderation unterschiedlicher Meinungen und Interessen. Ehrenamtlich Engagierte sollten Rahmenbedingungen vorfinden, die sie unterstützen und ihnen Gestaltungsspielraum geben, damit sie das tun können, was sie gerne tun.