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Schwester Gisela Häring leitet das Förderprojekt „Deepam“ für Frauen und Kinder :„Bildung ist die Basis von allem“ 

Mit „Deepam“ eröffnet Schwester Gisela Häring Frauen und Kindern in Südindien neue Perspektiven – durch Ausbildung, Bildung und direkte Unterstützung.
Zum Besuch in Trier gehört auch ein Gespräch mit Dr. Thorsten Hoffmann (links) und Tomek Welke von der Diözesanstelle Weltkirche.  Mit ihnen steht Gisela Häring regelmäßig in Kontakt.
Datum:
11. Feb. 2026
Von:
red

Trier/Chennai – Schwester Gisela Häring von der Gemeinschaft „Maria auf dem Weg“ ist zurzeit Gästin in der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier – doch ihr Lebensmittelpunkt liegt in Indien. In Viralimalai (im Bundesstaat Tamil Nadu mit der Hauptstadt Chennai) leitet sie das DeepamProjekt („Ein Licht für Indien“), das Frauen befähigt, eine Tätigkeit als Schneiderin aufzunehmen und so unabhängiger zu werden. 

Zeit ist für Sr. Gisela Häring knapp. Auch in Trier wartet bereits eine junge Frau auf ein Vorgespräch, bevor sie nach Indien reist, um das Projekt zu unterstützen. Die Besuche in Deutschland dienen vor allem der Kontaktpflege zu Förderern, die „Deepam“ ermöglichen. Mit Spenden aus Deutschland konnten Grundstücke gekauft und zwei Häuser errichtet werden. Dort befindet sich das Nähatelier, in dem Frauen – viele von ihnen alleinerziehend – zu Schneiderinnen ausgebildet werden. Aus alten Kleidungsstücken entstehen dort neue Produkte. „Begabte Frauen erhalten eine Nähmaschine, damit sie zu Hause selbständig arbeiten können“, sagt Häring.

13 Frauen sind fest angestellt, eine davon bildet den Nachwuchs aus. Die Stoffe stammen aus indischer Produktion, die fertigen Arbeiten werden in Deutschland gegen Spenden auf Märkten angeboten. Deepam umfasst zudem Kleinkredite, Familienhilfe und ein Nachhilfezentrum für 40 bis 50 Kinder. „Bildung ist die Basis von allem. Deshalb übernehmen wir auch das Schulgeld für die Kinder unserer Näherinnen“, betont Häring. Die Mittel stammen von privaten Unterstützern.

Ihr Weg nach Indien begann mit dem Wunsch nach Veränderung. Die ausgebildete Krankenschwester und frühere Leiterin einer Krankenpflegeschule im Saarland reiste während eines Sabbatjahres in den südindischen Bundesstaat Tamil Nadu (ehemals Madras). Nach dem Tsunami 2004 nahm Häring junge katholische Frauen auf. Eine gegenseitige Lernbewegung entstand: „Die Frauen lernten Englisch, ich Tamil.“ Heute gehören neun Frauen zur Gemeinschaft „Maria auf dem Weg“. Die Gruppe engagiert sich in der Katechese im ländlichen Raum und begegnet dort Mädchen, die im Nähatelier arbeiten oder gar studieren möchten. Bei der Suche nach Studienplätzen und der Finanzierung werden sie von der Gemeinschaft unterstützt.

Die Hilfe gilt übrigens allen – unabhängig von ihrer Religion. In Indien stellen Christen nur rund 2,3 Prozent der Bevölkerung. Was wünscht sich Sr. Gisela für die Zukunft? „Dass ich gesund bleibe – und dass es weiterhin junge Menschen gibt, die sich sozial engagieren.“ 

Spenden für das Projekt „Deepam“:  

Spendenkonto: Institut Josef Kentenich 
IBAN: DE53 5705 0120 0000 2945 95 
BIC: MALADE51KOB