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Ehrenamtliche schöpfen Kraft bei Impulstag in Ayl:Bischof Ackermann und Sr. Scholastika Jurt tauschten sich mit Engagierten aus

Ein Dankeschön an die Ehrenamtlichen im Pastoralen Raum Saarburg, die vor Ort kirchliches Leben aufrecht erhalten: Das war der Impulstag mit Schwester Scholastika Jurt und Bischof Ackermann.
Der Bischof war als Zuhörer und Gast während der Visitation des Pastoralen Raumes Saarburg gekommen.
Datum:
11. Mai 2026
Von:
Simone Bastreri

Ayl – Einmal Kraft schöpfen, durchatmen und Zeit für sich nehmen: Dazu waren Ehrenamtliche aus dem Pastoralen Raum Saarburg am 8. Mai ins Jugendzentrum Ayl eingeladen. Mit dabei: Bischof Stephan Ackermann, der derzeit auf seiner sogenannten Visitation durch den Pastoralen Raum verschiedene Gremien, Initiativen und – wie in diesem Fall – engagierte Gläubige besucht. 22 Frauen und Männer folgten der Einladung und nutzten den Nachmittag und Abend, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam darüber nachzudenken, was das eigene Leben trägt. 

Sr. Scholastika Jurt ist Generalpriorin bei den Arenberger Dominikanerinnen. Sie sprach in ihrem Vortrag über innere Kraftquellen.

Kleine schöne Augenblicke als Kraftquelle entdecken

Dazu inspirierte ein Vortrag der Generalpriorin der Arenberger Dominikanerinnen aus Koblenz, Schwester Scholastika Jurt. Sie fragte in ihrem mit Zitaten, Poesie und eindrücklichen Fotografien gespickten Vortrag nach „inneren Kraftquellen“. Jurt stieg damit ein, dass die Welt gefühlt immer schneller werde: „Die Tage sind vollgestopft, die Medien überfluten uns, es geht überall ums Gewinnen und um Selbstoptimierung bei den eigenen Leistungen, dem Aussehen, dem beruflichen Erfolg. Die Uhren am Armgelenk messen, ob ich genug Schritte gegangen bin oder genug geschlafen habe.“ Gerade junge Menschen stünden unter Druck in den sozialen Medien, müssten sich ständig beweisen, um dazugehören zu dürfen. „Deshalb ist es gut, manchmal zu stoppen und sich zu fragen, wo ich stehe, was ich habe und wie es mir geht. Dazu brauchen wir Stille und Räume für uns selbst, wo wir einfach nur lauschen dürfen.“ Sie lade dazu ein, sich am Tag Momente zu nehmen, wo man der Stille und dem Zuhören inneren Raum gebe und sich einfach von Gott geliebt fühlen dürfe, ohne dass er etwas verlange. „Wir sollten wegkommen von To-Do-Listen und kleine Augenblicke der Schönheit entdecken. Und wenn es nur die Dankbarkeit ist, dass morgens sauberes Wasser aus dem Kran läuft, ich mir einen Kaffee kochen kann“, veranschaulichte Jurt ihre Gedanken.

Die Ehrenamtlichen hatten in kleinen 'Murmelgruppen' immer wieder Zeit, sich auszutauschen und kennenzulernen

Dankeschön für die Ehrenamtlichen

Von in Pfarrgemeinderäten oder den neu entstandenen „lokalen Teams“ Engagierte, über Chorsängerinnen bis zu Mitgliedern der katholischen Frauengemeinschaft Deutschalnds (kfd) reichte die Bandbreite der Ehrenamtlichen, die sich nach Jurts Vortrag austauschten und kennenlernten. Eine der Frauen gab an, hier vor allem Gleichgesinnte zu suchen, da man immer seltener Menschen treffe, die sich rund um Kirche engagierten. Andere erhofften sich von dem Tag eine bewusste Auszeit. Genau das hatte Gemeindereferentin und Engagemententwicklerin Nicole Zehren bei der Organisation des Tages im Blick. Es sei ein „Dankeschön“ und eine „Einladung zum Entspannen“ für die vielen engagierten Menschen, die Kirche und Gemeinschaft vor Ort lebendig hielten. Dazu gab es abends ein vom langjährigen Verwaltungsratsmitglied Peter Brosius und seiner Familie organisiertes Abendessen. Bischof Ackermann nahm vor allem die Rolle des Zuhörers und Gesprächspartners in den Austauschrunden ein und hörte von Sorgen der Ehrenamtlichen, aber auch, was ihnen im Leben Kraft schenkt.