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Generalvikar Tim Sturm firmt junge Menschen im Pastoralen Raum Wittlich :Der Heilige Geist und der dreifaltige Gott: Am Anfang steht Beziehung 

Bis Ende Juni werden über 180 junge Menschen im Pastoralen Raum Wittlich das Sakrament der Firmung empfangen. Am Wochenende fand eine Firmung im Ortsteil Trarbach statt.
Generalvikar Tim Sturm firmt die jungen Menschen in der St.-Nikolaus-Kirche in Traben-Trarbach.
Datum:
2. Juni 2026
Von:
Stefan Endres

Traben-Trarbach – In einem Gottesdienst am 31. Mai in der St.-Nikolaus-Kirche im Ortsteil Trarbach hat Generalvikar Tim Sturm 16 Jugendliche aus der Pfarrei Mittlere Mosel gefirmt. Insgesamt werden in sechs Gottesdiensten bis zum 21. Juni über 180 junge Menschen aus dem Pastoralen Raum Wittlich das Sakrament empfangen, das sie mit der Gabe bestärkt, die sie bereits in der Taufe empfangen haben: den Heiligen Geist.  

Bei einem Vorgespräch im Pfarrheim St. Nikolaus erläuterte der Generalvikar den Firmlingen die Bedeutung der Firm-Zusage „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Sie werde begleitet vom Friedensgruß Christi und von verschiedenen Zeichenhandlungen: dem Kreuzzeichen mit dem wohlriechenden Salböl Chrisam, der Handauflegung als Ausdruck der Nähe und für Gottes Segen, dem Ansprechen mit dem persönlichen Namen als Zeichen der Unverwechselbarkeit und schließlich dem „Besiegelt-Sein“ als Ausdruck für den unverbrüchlichen Beistand, den Gott den jungen Menschen verspreche. 

In seiner Predigt warf der Firmspender einen Blick auf die Künstliche Intelligenz. Mit ihren Möglichkeiten und ihrem Einfluss verbinde sich aber auch ihre größte Gefahr, dass „Menschen wie Maschinen werden – immer optimiert, aber ohne echte Freundschaft, ohne Stille, ohne Tiefe“. Da bedeute „der Heilige Geist die radikalste Gegenkraft zur künstlichen Intelligenz“, sagte Sturm. Denn nur der Geist Gottes schenke die Fähigkeit zu lieben, vergeben, hoffen und glauben. Die Gabe „unterscheiden zu können, was wahr ist“ und ein menschliches Gewissen mit dem Blick für das, was dem Leben und dem Menschen dient – „das ist eine wichtige Aufgabe von Christen im KI-Zeitalter“, sagte der Generalvikar zur Gemeinde und zu den jungen Menschen. Als Gefirmte seien sie „Zeugen dafür, dass Wahrheit mehr ist als Reichweite und Gottes Geist stärker ist als jeder Algorithmus“. Die Firmung am Sonntag des Hochfestes von Dreifaltigkeit – die für das Beziehungsverhältnis von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist stehe – verdeutliche besonders: „Am Anfang steht Beziehung. In diese Beziehung und dieses Leben mit Gott seid ihr berufen.“  

Sturm übermittelte am Ende des Gottesdienstes die Glück- und Segenswünsche von Bischof Stephan Ackermann und dankte allen, die die Jugendlichen begleitet hatten – darunter Pfarrer Matthias Hermes und dem Firmteam aus Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralen Raum. Sein Dank galt auch den zahlreichen Helferinnen und Helfern, Küster Thomas Bracht und dem Chor „Osterspuren“, der den Gottesdienst unter der Leitung von Daniela Burg-Leininger (auch Orgel und Klavier; Querflöte: Uwe Kaufmann) musikalisch gestaltete. Pfarrgemeinderatsmitglied Rolf Olejnik überbrachte Glückwünsche der Pfarrei Mittlere Mosel. 

Die Neugefirmten aus der Pfarrei Mittlere Mosel mit dem Firmspender Tim Sturm und Pfarrer Matthias Hermes

Die 14- und 15-jährigen Firmbewerberinnen und -bewerber hatten sich auf Ebene des Pastoralen Raums Wittlich vorbereitet. Nayla Thielen aus Kröv berichtete im Vorgespräch von den besuchten Gottesdiensten, darunter ein Soultime-Jugendgottesdienst mit Band in Wittlich und ein sogenannter Versöhnungsgottesdienst. Als  katechetisches Element aus dem „Firm-Kompass“ der Vorbereitung hatte sie sich für einen der angebotenen Firmkurse „Kompakt am Samstag“ entschieden. Zusätzlich habe sie zwei Firm-Projekte mitgemacht, eines davon im Verbundkrankenhaus in Bernkastel. „Mit der Krankenhausseelsorge haben wir einen Spielenachmittag in der Geriatrie organisiert. Es hat uns gefreut, den Menschen ein wenig Abwechslung zu ermöglichen und sie glücklich zu sehen“, sagte Nayla. Den Abschluss der sechs Firmtermine im Pastoralen Raum bilden die Gottesdienste am 20. Juni in Laufeld und am 21. Juni in Landscheid mit Jugendpfarrer Peter Zillgen.