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Oberstes Beratungsgremium des Bischofs kommt zur achten Sitzung zusammen :Diözesanrat setzt Schwerpunkte mit Wallfahrt und pastoralen Themen 

Der Diözesanrat hat sich in seiner achten Sitzung einstimmig für eine Pilgerfahrt zum Heiligen Rock im Jahr 2033 ausgesprochen.
Datum:
29. Sept. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – „Junge Menschen warten darauf.“ So hat der Vertreter der Jugend im Diözesanrat, Benedikt Lang, die Idee einer erneuten Zeigung des Heiligen Rocks im Jahr 2033 kommentiert. Der Diözesanrat, das oberste Beratungsgremium des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann, hat in seiner achten Sitzung am 26. September 2026 in Otzenhausen einstimmig dafür votiert, im vom Papst Leo XIV. ausgerufenen „Jahr der Erlösung“ zum Heiligen Rock zu pilgern (siehe Der Heilige Rock wird 2033 wieder gezeigt). Lang hob hervor, dass die Pilgerfahrt damit auch im Kontext der Weltkirche stehen werde. 

Generalvikar Tim Sturm hatte sich ebenso wie Vorstandsmitglied und Katholikenratsvorsitzende Dr. Elfriede Franz und Dompropst Weihbischof Jörg Michael Peters dafür ausgesprochen, diesen Akzent zu setzen: „Wir wollen eine Justierung, eine Ausrichtung unseres Handels vornehmen auf dem Weg zu einer diakonisch-missionarischen Kirche. Wir wollen die Frohe Botschaft weitertragen durch die Zeit. Eine Wallfahrt kann uns bei der Fokussierung helfen.“ Sr. Ursula Hertewich als Vertreterin der Ordensgemeinschaften erinnerte an den Satz aus dem Pilgergebet „Führe zusammen, was getrennt ist“: Das sei ein wichtiger Satz „in einer Zeit, in der alles auseinanderzufliegen scheint“. Dekan Ralf-Matthias Willmes sah die Möglichkeit einer „geistlichen und gesellschaftlichen Standortbestimmung“, während Bernhard W. Zaunseder (Vertreter der geistlichen Gemeinschaften) auf die ökumenischen und internationalen Aspekte eines solchen Vorhabens verwies. 

Ausschüsse berichten über ihre Arbeit 

Blick in den Sitzungsraum, in dem viele Personen vor ihren Laptops sitzen.

Ulrich Stinner, Abteilungsleiter Seelsorge und Lebenswelten im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier, informierte über die Zuwahlen von Waltraud Kruppert (Bischöfliche St. Matthias Grundschule, Bitburg), Jugendpfarrer Dominic Lück (Koblenz) und Prof. Dr. Klaus Vellguth (Pastoraltheologe an der Theologischen Fakultät Trier) ​in den Pastoralausschuss. Manfred Wagner, Leiter des Bereichs Finanzen und Controlling im BGV, erinnerte an die anstehenden Wahlen in den Finanzausschuss: Die Vorschläge für die Kandidaturen seien abgeschlossen, pro Visitationsbezirk sind drei Personen zu wählen. 

Die Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung im BGV, Mechthild Schabo, gab einen Einblick in die Arbeit des Ausschusses „Für eine synodale Kirche“: Die Mitglieder befassen sich mit dem Schlussdokument der Weltsynode und bündeln und fokussieren die zentralen Aspekte mit Blick auf das synodale Handeln im Bistum Trier. Das Synodensekretariat in Rom gebe einen Zeitplan vor; so sei für April 2027 eine diözesane Evaluierungsversammlung geplant, um festzustellen, „wo wir stehen“. 

Synodalversammlung und Engagementförderung als Themen 

Schabo stellte außerdem das Eckpunktepapier für die Synodalversammlungen in den Pastoralen Räumen vor, das überarbeitet wurde. Nach den ersten Veranstaltungen, die Möglichkeiten des Kennenlernens und Anknüpfungspunkte für die Öffentlichkeitsarbeit boten, und dem Beginn der inhaltlichen Arbeit gehe es künftig darum, sich noch mehr als „Glaubens- und Gebetsgemeinschaft zu erfahren und die Sendung zu stärken“. Dazu solle unter anderem die Methode des „Gespräch im Heiligen Geist“ genutzt werden. Das Gremium nahm das Eckpunktepapier einstimmig an. 

Für das Handlungsfeld der Engagemententwicklung stellte Mechthild Schabo die Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Engagement als Zukunftskraft für Kirche und Gesellschaft“ vor. Diese trage „zu einem besseren Verständnis und mehr Wertschätzung“ für das Engagement von ehrenamtlich Tätigen bei und sei „deckungsgleich mit dem, was wir im Bistum Trier mit der Abteilung Engagemententwicklung stützen und fördern“. Die Vorsitzende des Katholikenrats Franz informierte darüber, dass sich das Laiengremium im Bistum bei seiner Vollversammlung Im November mit dem Thema „Demokratie stärken“ befassen werde.  

Haushaltsfragen stehen auf der Tagesordnung 

Auch die Befassung mit Finanzfragen stand auf der Tagesordnung: Der Rat verabschiedete den Haushaltsabschluss für das Jahr 2025, der der Öffentlichkeit bei der Haushaltspressekonferenz Anfang 2027 vorgestellt wird. Für das Jahr 2027 war zudem der Diözesankirchensteuersatz für das Land Rheinland-Pfalz zu beschließen; der Satz liegt weiterhin bei 9 Prozent. Das Gremium diskutierte weitere Maßnahmen zur Haushaltssicherung; für die Sitzung im Spätherbst sind erste Beschlüsse vorgesehen. 

Beim Gebet zum Abschluss erinnerte Bischof Ackermann an den in der vergangenen Woche plötzlich verstorbenen Erzbischof von Sucre, Ricardo Centellas. Der frühere Vorsitzende der bolivianischen Bischofskonferenz war der Partnerschaft zwischen Trier und dem lateinamerikanischen Land sehr verbunden; er hatte auch an der letzten Vollversammlung der Trierer Bistumssynode teilgenommen und dort die „Option für die Armen“ starkgemacht. 

Das nächste Treffen des Gremiums findet am 14. November statt.