Domvikar Tim Sturm spendet jungen Menschen in Trierweiler das Firmsakrament:„Du bist berufen, auf der Welt Spuren zu hinterlassen“

Trierweiler – In elf Gottesdiensten bis zum 16. November werden 300 Jugendliche in den Pastoralen Räumen Trier und Schweich das Sakrament der Firmung empfangen. Den Auftakt bildeten zwei Firmgottesdienste am 20. und 21. September in der Kirche St. Dio-nysius in Trierweiler. Domvikar Tim Sturm spendete 36 Mädchen und Jungen das Sakra-ment, das sie auf ihrem Lebensweg mit der Gabe des Heiligen Geistes bestärken möchte.
Pfarrer Franz-Josef Leinen hatte die 15- bis 16-Jährigen seit dem Frühjahr begleitet und auf den Empfang der Firmung vorbereitet. Mit ihr treten die Jugendlichen nach ihrer Taufe ganz bewusst in die Gemeinschaft glaubender Katholiken ein. In wöchentlichen Firmstun-den erarbeitete er dazu mit ihnen – zum Teil spielerisch – die Bedeutung der Sakramente, die zentralen Aspekte des Glaubens an den einen Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist sowie die Bedeutung der Kirche. „Wir haben gemeinsam den Film ‚Die Hütte‘ angeschaut, der sich gut eignet, über Gott ins Gespräch zu kommen“, berichtet Pfarrer Leinen von der Vorbereitung mit den Jugendlichen, die aus den acht Pfarrbezirken der in diesem Jahr neu errichteten Pfarrei St. Marien Trierweiler-Sauertal kommen. Zu ihnen gehören neben Trierweiler insbesondere die Ortschaften Igel, Langsur und Ralingen.
Gott investiert in dich mit dem Kostbarsten, das er zu geben hat: Er gibt dir seinen Heiligen Geist...
Tim Sturm
„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“, zitierte Tim Sturm in seiner Predigt zum Sonntagsevangelium eine Mahnung Jesu. Dabei sei Geld (aramäisch „Mammon“) nichts Schlechtes, und Gott freue sich, wenn es uns auch materiell gut gehe. Doch als Christin und Christ komme man irgendwann nicht um eine entscheidende Frage herum: „Geld oder Sinn?“. „Besitz macht nicht dein Leben aus. Das Eigentliche, das Bleibende und Wahre ist das, was Gott in uns sieht, wie und wer wir sind, und was wir aus unserem Leben machen wollen. Genau darum geht es in der Firmung“, erklärte Sturm den jungen Menschen. Das Kreuz, das er ihnen mit Chrisam-Öl auf die Stirn zeichne, sei Sakrament und Zeichen dafür, dass Gottes Wirklichkeit sie begleite. „Die Worte ‚Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist‘ bedeuten, dass du mehr bist als das, was du besitzt. Du bist Gottes Kind. Das ist deine Würde. Du bist gesalbt und gestärkt, und Gott sendet dich – du bist berufen, in deinem Leben auf dieser Welt Spuren zu hinterlassen“, sagte der Domvikar. „Gott investiert in dich an diesem Tag mit dem Kostbarsten, was er hat: er gibt dir seinen Heiligen Geist und du wirst ‚Geistträgerin und Geistträger‘ – mehr geht nicht“, sagte Sturm.
Nach der Spendung des Sakraments und der Eucharistiefeier dankte er Pfarrer Leinen für die Vorbereitung, allen Mitarbeitenden aus der Pastoral, der Verwaltung und dem Küster-dienst sowie dem Kirchenmusiker Boris Robischon an der Orgel und den Messdienerin-nen und Messdienern. Die elf Firmtermine bis November finden außerhalb des üblicher-weise zweijährigen Firm-Rhythmus in den Pastoralen Räumen statt und werden nicht vom Bischof oder den Weihbischöfen gespendet, sondern durch hierfür beauftragte Geistliche.