„kfd Ahr-Eifel konkret“ verzichtet auf Vorstand und Leitungsteam:Eine neue Form von Gemeinschaft

Trier/Ahrweiler – Kein klassischer Vorstand, kein Leitungsteam, das alles organisieren muss und die Verantwortung für ein reichhaltiges Programm allein trägt – die Gruppe „kfd Ahr-Eifel konkret“ hat sich für eine neue Gruppenform innerhalb der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) entschieden.
37 Frauen aus dem Ahrtal und der Eifel kamen Ende Januar zusammen, um gemeinsam zu überlegen, ob und wie aus bisherigen Initiativen etwas Neues entstehen kann, und zwar getragen durch den Wunsch, Verbandsinhalte der kfd sichtbar und wirksam umzusetzen. Sie gründeten „kfd Ahr-Eifel konkret“. Initiiert und begleitet wurde dieses Projekt von Annette Bollig, Marita Fitzke und Andreas Paul, Geistlicher Leiter im kfd-Diözesanverband Trier. Die neue Gemeinschaft ist nicht an einen Ort gebunden, sondern verortet sich in der Ahr-Eifel-Region. Einen Vorstand oder ein Leitungsteam hat die neue Formation nicht. „Natürlich gibt es Menschen, die auch in dieser Gruppe Verantwortung übernehmen, doch dies nur im Rahmen von Basisverantwortlichkeiten“, heißt es in der Pressemitteilung des kfd-Diözesanverbands Trier. Möglich wird dieser neue Weg auch durch die aktualisierte Diözesansatzung, die vorsieht, dass Verantwortung nicht zwingend durch ein klassisches Leitungsteam oder einen Vorstand getragen werden muss. Stattdessen übernehmen einzelne Frauen klar definierte Aufgaben. Geprägt von Initiativen vor Ort entwickelt sich so eine flexible und zukunftsorientierte Form von Gemeinschaft, sind die Gründerinnen überzeugt.
Bei der Gründungsveranstaltung wurden die Basisverantwortlichkeiten für Finanzen, Geistliche Begleitung, Weitergabe von Informationen der Diözesan- und Bundesebene, Vertretung der Gruppe in Gremien, Protokolle und Ansprechpartnerin für andere Gruppen und Organisationen an fünf Frauen übertragen.
Konkretes Handeln als Zielsetzung
Der Name „konkret“ ist dabei bewusst gewählt: Die beteiligten Frauen möchten nicht nur über Inhalte sprechen, sondern handeln: gesellschaftliche und kirchliche Themen aufgreifen, Haltung zeigen und das Verbindende des Verbandes erlebbar machen. Bereits im Jahr 2025 zeigte sich, was aus diesem Ansatz entstehen kann: Die Frauenwallfahrt nach Barweiler im September fand als konkretes gemeinsames Ergebnis große Resonanz.
Annette Bollig, Marita Fitzke und Andreas Paul resümieren: „Unser Verband ist im Wandel. Diese Gruppe gibt Hoffnung, dass es auch in Zukunft gelingt, Frauen in Gemeinschaft zusammenzuführen.“