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AG Gemeinsam Gedenken Gestalten stellt neues Halbjahresprogramm vor:Erinnern, begegnen, Verantwortung übernehmen

Mit Führungen, „Ge(h)denkgängen“ und Gedenkveranstaltungen lädt die AG Gemeinsam Gedenken Gestalten dazu ein, Geschichte zu entdecken, aus ihr zu lernen und gemeinsam für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt einzutreten.
Datum:
3. Aug. 2026
Von:
Luca Peranni

Schweich – Wie lässt sich eine Zukunft gestalten, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein dürfen? Mit dieser Frage verbindet die Arbeitsgemeinschaft Gemeinsam Gedenken Gestalten in und um Schweich ihre Erinnerungsarbeit. Denn Gedenken bedeutet für die AG mehr als den Blick in die Vergangenheit: Es fordert dazu auf, Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Das nun erschienene Halbjahresprogramm lädt mit Führungen, „Ge(h)denkgängen“ und Gedenkveranstaltungen dazu ein, Geschichte zu entdecken, aus ihr zu lernen und gemeinsam für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt einzutreten.

Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2026

Den Auftakt bildet am Freitag, 28. August ein Rundgang durch das historische jüdische Viertel in Trier, bei dem sich die Teilnehmenden auf Spurensuche durch die Jahrhunderte jüdischen Lebens in Deutschlands ältester Stadt begeben. Für die Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung bei der VHS Schweich erforderlich.

Am Freitag, 11. September öffnet die ehemalige Synagoge in Schweich ihre Türen für eine öffentliche Führung. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Geschichte des Gebäudes, das einst religiöses Zentrum der jüdischen Gemeinde war und heute ein bedeutender Erinnerungsort ist.

Eine weitere Gelegenheit bietet sich am Sonntag, 27. September bei der Besichtigung des historischen jüdischen Friedhofs in Trier. Der Rundgang führt über die alte jüdische Begräbnisstätte und vermittelt spannende Einblicke in die jüdische Begräbniskultur. Auch hierfür ist eine Anmeldung bei der VHS Schweich erforderlich.

Am Freitag, 9. Oktober lädt die AG nach Klüsserath ein. Der „Ge(h)denkgang“: „Auf den Spuren der Klüsserather Juden“ verbindet historische Orte im Dorf mit den Grabstätten jüdischer Familien auf dem jüdischen Friedhof in Leiwen und macht die lange Geschichte jüdischen Lebens im Ort sichtbar.

Im Oktober liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem deutsch-luxemburgischen Erinnerungsprojekt „Grenzenlos gedenken“. Anlass ist der 85. Jahrestag des Deportationstransportes Da 3, mit dem im Oktober 1941 jüdische Menschen aus Luxemburg und dem Großraum Trier in das Ghetto Litzmannstadt deportiert wurden. Die zentralen Gedenkveranstaltungen finden am Freitag, 16. Oktober am Bahnhof Luxemburg und am Samstag, 17. Oktober am Bahnhof Trier statt. Darüber hinaus wird es über den ganzen Oktober weitere Veranstaltungen in beiden Ländern geben. Detaillierte Informationen finden sich zu gegebener Zeit unter www.grenzenlos-gedenken.eu

Weitere Informationen

Die AG bietet kostenfreie Führungen für Schulklassen und Gruppen durch die ehemalige Synagoge und über den jüdischen Friedhof in Schweich an. Die Angebote vermitteln Einblicke in die mehr als 600-jährige Geschichte jüdischen Lebens vor Ort.

Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss verschiedener Kooperationspartner und engagierter Einzelpersonen aus der Region. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, die Erinnerung an das jüdische Leben in und um Schweich lebendig zu halten und daraus Impulse für die Gegenwart zu gewinnen. Das vollständige Halbjahresprogramm sowie weitere Informationen finden sich unter www.juedisches-leben-vgschweich.de