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Interkulturelle Woche 2026:Für Vielfalt, Demokratie und eine offene Gesellschaft

Seit über 50 Jahren setzt die Interkulturelle Woche ein Zeichen für friedliches, solidarisches Zusammenleben aller in unserer Gesellschaft. Auch dieses Jahr wartet ein vielfältiges Programm an vielen Orten.
Interkulturelle Woche 2026
Datum:
12. Sept. 2026
Von:
Ute Kirch/red

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Ein einziges Wort, eine klare Haltung: „dafür!“ Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2026, die vom 27. September bis 4. Oktober bundesweit ein Zeichen für Menschenwürde, Vielfalt und ein friedliches Miteinander setzt. Zugleich ist das Motto eine Antwort auf zunehmende Ausgrenzung, offenen Rassismus und die Zurückweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte.

Die Interkulturelle Woche wird seit 1975 von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland getragen. Bundesweit beteiligen sich Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Migrantinnen- und Migrantenorganisationen sowie zahlreiche weitere Initiativen mit Begegnungen, Gesprächen, Kulturveranstaltungen, Bildungsangeboten und Gottesdiensten.

Auch Kirchengemeinden, Einrichtungen und Gruppen im Bistum Trier greifen das Anliegen der Interkulturellen Woche auf. Mit zahlreichen Veranstaltungen laden sie dazu ein, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion miteinander ins Gespräch zu bringen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wir können nur eine Auswahl aus den Regionen des Bistums vorstellen – nach den Veranstaltungen in der eigenen Stadt kann in einer Datenbank gesucht werden: www.interkulturellewoche.de/datenbank.

Eine Auswahl von Veranstaltungen im Bistum Trier:

In Saarbrücken wird die Interkulturelle Woche 2026 am 25. September, um 15.30 Uhr mit einem „Nachmittag der Begegnung“ eröffnet. Veranstaltungsort ist das Evangelische Gemeindezentrum, Evangelisch-Kirch-Straße 27, 66111 Saarbrücken. Eingeladen haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog. Auf dem Programm stehen musikalische Beiträge, moderierte Tischgespräche sowie kleine Speisen, die Gelegenheit bieten, Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägungen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem der Room of One – Raum für interreligiösen Dialog eröffnet. Das Projekt wird von der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken getragen und soll während der Interkulturellen Woche Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen zwischen Angehörigen verschiedener Religionen schaffen.

In Neunkirchen laden am 19. September das „momentum – Kirche am Center“, die Katholische Erwachsenenbildung Saarbrücken und der Verein „Ad Pacem servandam“ zu einer zweisprachigen Stadtführung durch die Neunkircher Industriekultur ein. Die Führung wird auf Deutsch und Französisch angeboten und endet mit einem gemeinsamen Mittagsimbiss.

Unter dem Titel „Gemeinsam gestalten – Frauen im Dialog der Religionen“ kommen am 23. September Frauen unterschiedlicher Glaubenstraditionen miteinander ins Gespräch. Die Veranstaltung des Bahá’í-Frauen-Forums und des Interreligiösen Arbeitskreises Neunkirchen widmet sich der Rolle von Frauen in den Religionen und dem Beitrag religiöser Gemeinschaften zu einem friedlichen Zusammenleben. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Quartierstreff (Brückenstraße 7).

Die Katholische Familienbildungsstätte Neunkirchen lädt für 28. September zum Frauen-World-Café. Bei einem gemeinsamen Frühstück ab 10 Uhr entsteht Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung von Frauen unterschiedlicher Herkunft. Ebenfalls dort findet um 17 Uhr ein Tabata-Workshop für Frauen statt.

Am 2. Oktober findet das Interkulturelle Kochfest der Diakonie Saar statt, bei dem junge Menschen gemeinsam internationale Gerichte zubereiten und ins Gespräch kommen. Beginn ist um 16 Uhr im Jugendtreff Wiebelskirchen (Beethovenstraße 16). Ebenfalls am 2. Oktober veranstaltet der Caritasverband Schaumberg-Blies e.V. die „Bühne der Vielfalt 2.0“, auf der Menschen verschiedener Kulturen ihre Talente in Musik, Tanz, Theater und Kunst präsentieren. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im KOMMZentrum (Kleiststraße 30b).

In Völklingen lädt das Projekt „Syrische Dabke – Tanz für Kinder“ ins Schülerzentrum Grünes Haus in Trägerschaft des Bistums Trier ein. Vom 27. September bis 4. Oktober lernen Kinder hier traditionelle Schritte und Rhythmen des syrischen Volkstanzes kennen. Öffentliche Aufführungen finden am 28. und 29. September jeweils um 13.30 Uhr im Schülerzentrum Grünes Haus, Schillerstraße 2, Völklingen, statt.

Am 30. September von 9.30 bis 12 Uhr lädt das Team kirche:mobil! gemeinsam mit dem Pastoralen Raum Völklingen und dem Interreligiösen Dialogkreis Völklingen vor dem Neuen Rathaus am Rathausplatz zur Begegnung ein. Unter dem Motto „Bunte Vielfalt“ werden bei Kaffee, Tee, Gebäck und frischem Obst Gespräche über Zusammenhalt, Solidarität und das Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft angeboten.

Ebenfalls am 30. September um 18 Uhr laden Muslime, Aleviten, Christen und Bahai zu einem interreligiösen Friedensgebet in die DITIB-Selimiye-Moschee (Schaffhauser Straße 8) ein. Veranstalter ist der Interreligiöse Dialogkreis Völklingen.

Die Caritas Gemeinwesenarbeit Wehrden und der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung stellen am 30. September von 10 bis 13 Uhr in der GWA Wehrden, Zilleichstraße 2, das neue Geschichtenbuch „Geschichten der Kulturen“ vor. Autorinnen und Autoren lesen Märchen, Erzählungen und Traditionen aus verschiedenen Ländern und laden zum Austausch über kulturelle Vielfalt ein.

In Merzig bieten am 29. September von 9 bis 16 Uhr die Kreisstadt und der Caritasverband Saar-Hochwald in den Räumen des Caritasverbandes eine Fortbildung zur Rassismus-Sensibilisierung für Fachkräfte an. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach einem professionellen Umgang mit Rassismus sowie Möglichkeiten solidarischen Handelns.

Zu Begegnung und gemeinschaftlichem Miteinander lädt am 30. September von 15.30 bis 17.30 Uhr ein interkulturelles Picknick im Merziger Stadtpark ein. Die Teilnehmenden gestalten ein internationales Mitbring-Buffet. Veranstalter sind der Caritasverband Saar-Hochwald e.V. und der Pastorale Raum Merzig. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in den Räumen des Caritasverbandes (Trierer Str. 213) statt. Keine Anmeldung erforderlich.

Eine Informationsveranstaltung unter dem Titel „Angst vor Abschiebung: Möglichkeiten und Grenzen“ wird am 1. Oktober von 17.30 bis 19.30 Uhr beim Caritasverband Saar-Hochwald e.V. angeboten. Fachleute informieren über rechtliche Möglichkeiten und Grenzen im Zusammenhang mit drohenden Abschiebungen und stehen für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung wird vom Integrationsbeirat der Kreisstadt Merzig gemeinsam mit dem Caritasverband organisiert.

Am 2. Oktober von 17 bis 19 Uhr laden die Volkshochschule Merzig-Wadern (Gutenbergstraße 14) und der Caritasverband Saar-Hochwald zur „Langen Nacht der Demokratie“ ein. Im Mittelpunkt stehen der Austausch unterschiedlicher Perspektiven sowie die Frage, wie gesellschaftlicher Dialog und demokratisches Miteinander gestärkt werden können. Anmeldung und Fragen an: l.bost@caritas-saar-hochwald.de.

Gebet der Religionen, Ausstellung und Begegnung in Cochem

Ein Höhepunkt im Landkreis Cochem-Zell ist das Gebet der Religionen am 11. Oktober im Kulturzentrum Kapuzinerkloster in Cochem. Unter dem Leitgedanken „Verantwortung für die Schöpfung“ kommen Vertreterinnen und Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz sowie der DITIB-Türkisch- Islamischen Gemeinde zu Bullay zusammen. Neben einem Impulsvortrag zum Thema „Verantwortung für die Schöpfung“ steht das gemeinsame Gebet für Frieden, Verständigung im Mittelpunkt.

Mit der Ausstellung „Anders als du glaubst – Religion, Werte, Frieden“ der Stiftung Weltethos greift die Integrierte Gesamtschule Zell Mosel gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Mosel-Hunsrück und dem Pastoralen Raum Cochem-Zell Fragen des interreligiösen Zusammenlebens auf. Die Ausstellung ist vom 28. September bis 2. Oktober zu sehen.

Zu einem Gospelkonzert mit dem „Modern Church Choir“ lädt der Pastorale Raum Cochem-Zell für Samstag, 27. September, 11.15 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst in St. Remaclus in Cochem-Cond ein. Der Eintritt ist frei. Spende erbeten.

Der Sozialdienst Katholischer Frauen Cochem e.V. (Ravenestr. 67) öffnet am 28. September seine Türen und gibt Einblicke in seine Beratungs- und Unterstützungsangebote. Der Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr bietet Gelegenheit, Mitarbeitende kennenzulernen und mehr über das vielfältige soziale Engagement des Verbandes zu erfahren.

Ebenfalls auf Begegnung setzt das offene Freitags-Café am 2. Oktober im Caritas-TreffPunkt in Zell (Schlossstr.22). Das Angebot von 17 bis 19 Uhr richtet sich an Menschen unterschiedlicher Herkunft und lädt zu Gesprächen, Austausch und neuen Kontakten ein.

 

Familienfest und Demonstration in Bad Kreuznach

Mit einem großen Eröffnungsfest starten die Interkulturellen Wochen in Bad Kreuznach am 12. September, von 12 bis 17 Uhr auf dem Kornmarkt. Interkulturelle Tanz-, Folklore- und Musikgruppen gestalten das Bühnenprogramm. Beteiligte Initiativen stellen ihre Arbeit vor. Veranstalter ist die AG Interkulturelle Wochen

Am 16. September lädt das Projekt „Aktiv für Flüchtlinge 2.0“ zum „Bon-Café Spezial – Weltweit Essen!“ ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Kurhausstraße 6) ein. Beim internationalen Buffet stehen Begegnung und Austausch im Mittelpunkt. Dort wird am selben Abend der Dokumentarfilm „Die Frauen von Ravensbrück“ gezeigt, verbunden mit einem Gespräch mit Regisseurin Loretta Walz. Veranstalter ist die Evangelische Erwachsenenbildung gemeinsam mit Kooperationspartnern.

Ein Fest für die ganze Familie veranstaltet der Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e. V. am 19. September von 11 bis 15 Uhr im Mehrgenerationenhaus im Zentrum St. Hildegard. Auf dem Programm stehen Spiel- und Kreativangebote, Musik, Sport und gemeinsames Essen.

Am 20. September wird um 11 Uhr in der Pauluskirche (Kurhausstraße 2-4, Bad Kreuznach) ein Interkultureller Gottesdienst gefeiert. Geflüchtete Menschen berichten dabei von ihren Erfahrungen des Ankommens in Deutschland. Gestaltet wird der Gottesdienst von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Kreuznach, der Interkulturellen Gemeinde an Nahe und Glan sowie Ehrenamtlichen.

Zum Tag des Flüchtlings rufen verschiedene gesellschaftliche Gruppen am 1. Oktober zu einer Demonstration für Menschenwürde und Flüchtlingsschutz auf. Beteiligt sind unter anderem das Netzwerk am Turm, Aktiv für Flüchtlinge 2.0 und die Interkulturelle Gemeinde an Nahe und Glan. Die Demonstration beginnt um 17 Uhr vor der Kreisverwaltung (Salinenstraße 47).