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Neues Projekt der Andernacher Familienbildungsstätte verbindet Generationen :Gemeinsam gegen Einsamkeit und Vorurteile 

Die Projekte "Trauercafè" und "Zeitschenker*innen" der Katholischen FBS Andernach werden zukünftig im Solidaritätsnetzwerk des Bistums Trier vereint
Theresa Flöthner und Stefanie Lange ist es wichtig, Begegnungen zu schaffen, bei denen Menschen ihre Talente einbringen und voneinander lernen können.
Datum:
1. Nov. 2025
Von:
Julia Fröder

Andernach – Zwei erfolgreiche Projekte werden künftig noch enger miteinander verzahnt und im „Solidaritätsnetzwerk“ vereint: das Trauercafé und die Zeitschenker*innen. Das kündigt die Katholische Familienbildungsstätte (FBS) Andernach an. Möglich ist dies durch eine Förderung des Bistums Trier. 

Im Trauercafé finden Menschen monatlich einen geschützten Raum zum Austausch. Zukünftig sollen die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, sich nach ihrer Trauerarbeit ehrenamtlich einzubringen, dadurch wieder sinnstiftende Begegnung zu erleben und selbst in die Rolle der Unterstützer zu kommen. Auf der anderen Seite gibt es die Zeitschenker*innen, meist ältere Menschen, die regelmäßig Zeit in jungen Familien verbringen und diese unterstützen – nun treffen sich beide Projekte im „Solidaritätsnetzwerk“, dessen Ziel die Verbindung von Generationen und der Abbau von Einsamkeit und Isolation durch Aktivitäten und Besuche ist. „Begegnungen zu schaffen, bei denen Menschen ihre Talente einbringen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen können – das liegt mir am Herzen“, betont Theresa Flöthner, die das neue Projekt der FBS koordiniert. Diese Ziele vereine das neue Projekt. „Hierbei können Vorurteile abgebaut und gegenseitige Wertschätzung aufgebaut werden“, so die Koordinatorin. 

Neben Besuchen sind auch Aktivitäten geplant, berichtet Flöthner. „So bauen wir das Format ‚Erinnerungsschätze‘ auf, wo zum Beispiel Jüngere und Ältere ihre Lieblingsspiele mitbringen oder gemeinsam bei ‚Jung und Alt gestalten‘ Plätzchen backen oder gemeinsam im Garten arbeiten“, so die Pädagogin, deren Stelle für drei Jahre durch das Bistum Trier gefördert wird. Doch bei allem sei ihr und der geschäftsführenden Leiterin der FBS, Stefanie Lange, wichtig, dass sie keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten sein wollen, sondern sie möchten Ergänzungen schaffen. 

Schenker und Beschenkte gesucht 

„Wir suchen Zeitschenker in jedem Alter, die Lust haben, Senioren zu unterstützen. Wir freuen uns auch darüber, wenn Sie sich als Senior oder Seniorin bei uns melden, um Zeit geschenkt zu bekommen“, ermutigt Flöthner Menschen, sich bei ihr zu melden. 

Die Ehrenamtlichen werden im Vorfeld professionell auf ihren Einsatz vorbereitet und fortwährend begleitet, erklärt Lange. 

Weitere Informationen gibt es bei Theresa Flöthner telefonisch unter Tel.: 0151-29536818, per E-Mail an solidaritaetsnetzwerk@fbs-andernach.de oder in der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach in der Ludwig-Hillesheim-Straße 3.  

Das Solidaritätsnetz des Bistums Trier ist aus dem willkommens-netz hervorgegangen, in dem 2015 das Bistum und der Diözesan Caritasverband Trier Seelsorge, Beratung sowie konkrete Lebenshilfe für Geflüchtete bündelte und Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort vernetzte. Das Solidaritätsnetz macht sich nicht nur für Geflüchtete stark, sondern will soziale Teilhabe für alle fördern. Im Mittelpunkt stehen die Vernetzung einzelner Akteure, die Ermittlung neue Bedarfe und vorhandene Strukturen auszubauen, um neue Projekte ins Leben zu rufen – ganz im Sinne der diakonischen Kirchenentwicklung. Weitere Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/dasein/solidaritaetsnetz