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Vortrag im Kloster Maria Martental stellt Märtyrerinnen und Märtyrer aus Bistum vor:Glaubenszeugen vor dem Vergessen bewahren

Vergessenen Glaubenszeugen der NS-Zeit widmet sich ein Vortrag mit Professor Helmut Moll am 23. August im Kloster Maria Martental.
Datum:
12. Aug. 2026
Von:
Simone Bastreri

Kaisersesch – Mit Männern und Frauen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft aufgrund ihres christlichen Glaubens verfolgt und getötet wurden, beschäftigt sich ein Vortrag am Sonntag, 23. August, um 14 Uhr im Kloster Maria Martental. Unter dem Titel „Mit dem Cochemer Raum und dem gesamten Bistum Trier verbundene Märtyrer der NS-Ideologie – dem Vergessen entreißen“ stellt Professor Helmut Moll ausgewählte Lebensgeschichten in Wort und Bild vor. Er ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts.  

Die porträtierten Frauen und Männer hätten ihr Zeugnis für den christlichen Glauben mit dem Leben bezahlt. Nach den Worten von Kardinal Kurt Koch seien diese „Blutzeuginnen und Blutzeugen“ keine Randfiguren, sondern das „schlagende Herz der Kirche“. Eingeladen wurde Moll von Kooperator Carsten Mayer aus Kaisersesch.

Grundlage des Vortrags ist die achte, erweiterte und aktualisierte Auflage des Deutschen Martyrologiums des 20. Jahrhunderts. Das zweibändige Werk mit dem Titel „Zeugen für Christus“ dokumentiert die Lebensgeschichten katholischer Märtyrerinnen und Märtyrer. Die Neuauflage wurde um 81 Lebensgeschichten ergänzt. Sie widmet sich Glaubenszeuginnen und Glaubenszeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus, Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt sowie Märtyrerinnen und Märtyrern aus den Missionsgebieten. Insgesamt haben seit Beginn des Projekts rund 180 Fachleute gemeinsam mit Bistümern und Ordensgemeinschaften die Lebensbilder von mehr als 1.000 Menschen zusammengetragen.

Angestoßen wurde das Martyrologium 1994 von Papst Johannes Paul II. Er hatte dazu aufgerufen, die Erinnerung an die vielfach unbekannten Märtyrerinnen und Märtyrer des 20. Jahrhunderts wachzuhalten und ihre Zeugnisse für kommende Generationen zu dokumentieren.