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Lebensberatungsstelle Simmern legt Jahresbericht 2025 vor   :Hilfe, Beratung und Weiterbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Rat und Unterstützung für Hilfesuchende sowie personelle Veränderungen prägten die Lebensberatungsstelle Simmern im Jahr 2025, Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht hervor.
Ein Gesprächstermin kann sowohl persönlich als auch telefonisch oder per Video wahrgenommen werden. Für die Hilfesuchenden ist die Beratung kostenfrei. 
Datum:
24. Juni 2026
Von:
red./Elisabeth Lauderbach

Simmern –1.523 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr Hilfe bei der Lebensberatungsstelle in Simmern gesucht oder an offenen Sprechstunden, Elternkursen und Weiterbildungen teilgenommen. Die Anzahl der insgesamt erbrachten Leistungen betrug 472. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht 2025 der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier hervor.

Laut Bericht suchten Kinder und Jugendliche vor allem Hilfe im Kontext von Partnerschaftskonflikten, Erschöpfung oder Überbelastung ihrer Eltern oder psychischer Erkrankung eines Elternteils sowie wegen Konflikten in der Herkunftsfamilie. 39,76 Prozent dieser Heranwachsenden leben nicht in ihrer Ursprungsfamilie.  

Bei den Erwachsenen waren es hauptsächlich kritische Lebensereignisse wie Verlust und Tod, Kommunikationsprobleme, Belastungen durch das familiäre Umfeld oder Depressionen sowie Trennungsprobleme und Belastungen durch traumatische Erlebnisse. 

Bei der Auswertung der Statistik 2025 fiel laut Bericht auf, dass sich, im Vergleich zum Vorjahr, die durchschnittliche Beratungsdauer um etwa 1,6 Stunden auf rund 7 Stunden erhöht hat. Gestiegen ist auch die Zahl von Eltern, die in Trennung leben und ohne Unterstützung ihre umfassenden Konflikte nicht lösen können. Zusätzlich werden Eltern von Gerichten an die Beratungsstelle verwiesen, weil eine gütliche Einigung nicht möglich ist.

Zeitnahe Hilfe 

Räumlichkeiten der Lebensberatungsstelle Simmern

Neben den Rat- und Hilfesuchenden melden sich Menschen zur Beratung, bei denen schnell klar wird, dass es einen Bedarf an Psychotherapie gibt. Diesen Menschen ist der Unterschied zwischen Beratung und Therapie nicht klar oder sie versuchen – angesichts von Anmeldestopps oder Wartezeiten der zugelassenen Psychotherapeuten – alternative und zeitnahe Hilfe zu finden. Aufgrund der christlich-ethischen Grundhaltung der Beratungsstellen und weil sich Beratung und Therapie per se nicht ausschließen, sind auch Hilfesuchende, die eigentlich therapiebedürftig, aber noch handlungs- und alltagsfähig sind, dort zuerst und zum Übergang an der richtigen Adresse und erhalten auch weiterhin ein Beratungsangebot, gemäß dem Grundsatz: „Wenn Beratung das richtige Angebot ist, dauert es so lange, bis es gut ist und im Rahmen bleibt.”

Ein Gesprächstermin kann sowohl persönlich als auch telefonisch oder per Video wahrgenommen werden. Für die Hilfesuchenden ist die Beratung kostenfrei. Neben der Lebensberatung in Simmern werden Außensprechstunden in Boppard angeboten. Außerdem gibt es das Projekt Pflegekinderdienst mit Vorbereitung und Begleitung von Pflegeeltern sowie das Zusatzprojekt „Kooperation mit Kitas in RHK” mit Angeboten der Praxisbegleitung, Fallbesprechung und Studientagen für Erzieher*innen und weitere unterstützende Angebote.

Neben den Beratungen war das Vorjahr geprägt von personellen Übergängen: Die langjährige Leiterin der Beratungsstelle, Beate Dahmen, ging in den Ruhestand; als ihre Nachfolgerin kam Eva Glocker ins Team.

Im Jahr 2025 trug das Bistum Trier als Träger der Lebensberatungsstelle Simmern 45,5 Prozent der Gesamtkosten; der Rhein-Hunsrück-Kreis übernahm 35,2 Prozent und das Land Rheinland-Pfalz 19,3 Prozent.

Die Lebensberatung Simmern in der Gerbereistraße 4 ist zu erreichen über Tel.: 06761-4344 oder E-Mail an lb.simmern@bistum-trier.de oder auf www.lebensberatung.info/simmern anmelden.