Elke Müller geht nach fast 50 Jahren im Dienst des Bistums in den Ruhestand :„Ich habe wirklich sehr gerne hier gearbeitet”

Trier – Ein halbes Jahrhundert, das hört sich nach einer kleinen Ewigkeit an. Aber fast genauso lange arbeitet Elke Müller für das Bistum Trier im Bischöflichen Generalvikariat. Im kommenden Jahr könnte sie ihr goldenes Jubiläum feiern, würde sie nicht in diesem Herbst in den verdienten Ruhestand gehen. Ein Grund zu feiern ist das aber auf jeden Fall.
Elke Müller hat 1977, im Alter von 15 Jahren, mit der Ausbildung zur Bürogehilfin begonnen und gehörte damit zum ersten Ausbildungskurs im Bistum Trier. „Die Ausbildung war richtig gut“, auch im Vergleich zu dem, was sie auf der Berufsschule von Mitschülern erzählt bekam. „Wir wurden nicht nur zum Kopieren geschickt, die Ausbilder waren sehr korrekt und die Ausbildungsinhalte interessant.“ Computer habe es noch nicht gegeben. „Wir arbeitete mit Schreibmaschinen, zunächst noch mit einer mechanischen, dann mit einer elektrischen und schließlich mit einer Kugelkopfschreibmaschine von IBM.“ Nach der Ausbildung gab es dann sogar die ersten Schreibautomaten von Olympia. „Das war fast schon ein bisschen wie ein Computer.“ Zur Ausbildung gehört auch das Erlernen der Stenografie. „Das kann ich immer noch ein wenig.“
Sie blieb auch nach den beiden Jahren der Ausbildung beim Bistum. „Ich hatte nie den Wunsch zu wechseln“, so Müller. In den fast 50 Jahren waren es viele Stationen, an denen sie im Generalvikariat eingesetzt wurde, so etwa auch von 2008 bis 2018 als Sekretärin bei der Assistenz des Generalvikars. Seit 2019 arbeitet sie im Team Engagemententwicklung im Bereich Seelsorge und Kirchenentwicklung. Vermissen werde sie mit Sicherheit ihre Kolleginnen, „wobei viele ja auch schon selbst im Ruhestand sind“. Zu ihren Plänen befragt: Viel reisen, viel Zeit mit meinen zwei Enkelkinder verbringen. Sport werde sie machen, ins Fitnessstudio gehen, und es genießen, nicht jeden Morgen früh aufstehen zu müssen. „Wenn ich dann in den Urlaub fahren will, kann ich meine Tasche packen und fahren. So sieht Freiheit aus.“