Firmreise im Pastoralen Raum St. Wendel:„Jeder ist von Gott gewollt, geliebt und einzigartig“

St. Wendel-Bliesen – Zum Abschluss seiner Firmreise im Pastoralen Raum St. Wendel hat der Trierer Weihbischof Jörg Peters am Sonntag, 20. September, in der Kirche St. Remigius in Bliesen 51 jungen Menschen im Alter von 15 bis 18 Jahren das Sakrament der Firmung gespendet. Mit der Firmung bestätigten sie ihre Taufe und wurden zu „erwachsenen“ Katholiken. Sie bekräftigten ihren Glauben und empfingen im Sakrament den Heiligen Geist.
Pop- und Rockmusik erklang im fast voll besetzten Bliestaldom aus der Stereoanlage. Dabei handelte es sich um jene Playlist, die die Jugendlichen aus den Pfarreien Heiliger Wendelin St. Wendel und Allerheiligen Oberthal-Namborn während ihrer Firmvorbereitung zusammengestellt hatten. Seit Mai hatten sie sich mit Gemeindereferent Peter Holz und seiner Kollegin Miriam Ritter auf die Firmung vorbereitet. Dabei haben sie gemeinsam eine Klettertour unternommen und an Stationengängen teilgenommen, bei denen sie ihren Glauben reflektierten. Daneben konnten die Jugendlichen aus unterschiedlichen Angeboten, vom gemeinsamen Kochen über einen Besuch im Hospiz oder beim Bestatter bis hin zu einer Auszeit wählen. Ziel all dieser Aktivitäten sei es gewesen, für sich allein oder gemeinsam Selbstreflexion und Selbsterfahrung zu erleben und sich stets der Zusage Gottes bewusst zu sein, so Holz.
Auch zu Beginn des Gottesdienstes, nach dem feierlichen Einzug von Weihbischof Jörg Peters, Dekan Klaus Leist und der Messdiener, berichtete der Gemeindereferent, dass man sich in der Vorbereitung mit Fragen zu sich selbst, der Firmung und der Beziehung zu Gott beschäftigt habe und dabei festgestellt habe, dass die Beziehung zu Gott Pflege brauche, man sich jedoch immer gewiss sein könne, dass Gott einen immer wieder mit offenen Armen aufnehme und stets hinter einem stehe. Auf die bedingungslose Liebe Gottes ging auch Peters in seiner Predigt ein, in der er überdies Bezug auf die Lesung (Genesis 2,7) nahm. Der Weihbischof wies auf das Wunder der Schöpfung hin: „Gott hat aus dem Nichts unsere wunderbare Welt geschaffen, unser Universum, das immer noch am Wachsen ist. Unser Leben ist etwas von Gottes Atem. Jedes neue Geschöpf, jedes Menschenkind ist ein Geschenk, das von Gott gewollt und geliebt und einmalig ist“, konstatierte er und betonte, dass man sich Gottes Liebe nicht verdienen müsse. Ebenso thematisierte er das zuvor gehörte Evangelium (Mk 1,9-11), Jesu Taufe im Jordan, nach der der Heilige Geist als Taube auf ihn herabkam. Mit dem Sakrament der Firmung, so der Weihbischof, vervollkommne und bestärke man die, meist von den Eltern gewählte Taufe und bekenne sich zu Gott. Gott sage mit der Firmung zu jedem Einzelnen: „Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter, dein Leben wird aufgehoben und wichtig sein.“
Positives Fazit zur gemeinsamen Firmvorbereitung
Wichtigster Bestandteil des Ritus ist die Salbung der Firmlinge mit dem Chrisam-Öl. Dafür traten die Jugendlichen mit ihren Patinnen und Paten gruppenweise nach vorne. Der Weihbischof legte den Jugendlichen dafür die Hände auf, zeichnete mit dem Öl ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Formel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
Im Namen der gesamten Pfarrei St. Wendelin gratulierte Dr. Thomas Trapp vom Pfarrgemeinderat den Neugefirmten: „Richtet den Blick nach vorne und geht mit Zuversicht und Mut euren Weg. Dafür wünsche ich euch Gottes Segen.“
Insgesamt spendete Jörg Peters im Pastoralen Raum St. Wendel, dem neben den Pfarreien Heiliger Wendelin und Allerheiligen auch die Pfarreiengemeinschaft Freisen-Oberkirchen angehört, 166 Jugendlichen das Sakrament der Firmung. Auf seiner Firmreise machte er dabei vom 4. bis zum 20. September in Freisen, Oberkirchen, Baltersweiler, St. Wendel und Bliesen Station. In den Pfarreien Heiliger Wendelin und Allerheiligen fand die Firmvorbereitung erstmals in einer solch großen Einheit statt, Gemeindereferent Holz zog im Anschluss ein sehr positives Fazit: „Die Jugendlichen waren verlässlich, offen, interessiert und durchweg tolle Menschen, die es uns sehr leicht gemacht haben.“