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80. Marien-Wallfahrtswoche in Riegelsberg:Jubiläums-Wallfahrt zur Schwarzen Madonna

Die 80. Wallfahrtswoche zur Schwarzen Madonna der Pfarrei Oberes Köllertal steht unter dem Leitwort „Maria, Königin des Friedens“. Erwartet werden zahlreiche Pilgerinnen und Pilger.
Die Schwarze Madonna
Datum:
4. Aug. 2026
Von:
Ute Kirch

Riegelsberg – Unter dem Leitwort „Maria, Königin des Friedens“ steht die 80. Marien-Wallfahrtswoche in der Pfarrei Oberes Köllertal Heilige Familie, die vom 15. bis 22. August stattfindet. Im Jahr 1945 kam die Kirche St. Josef in den Besitz einer aus Holz geschnitzten originalgetreuen Abbildung der Madonna von Altötting. Am 15. August 1946 begann die erste Wallfahrtswoche.

Die diesjährige Wallfahrtswoche wird am Samstag, 15. August (Mariä Himmelfahrt), um 10 Uhr mit einer Eucharistiefeier eröffnet. Hauptzelebrant ist Pater Bernd Werle, ehemaliger Provinzial der Steyler Missionare (SVD) aus St. Augustin.  Im Rahmen des Gottesdienstes, der musikalisch vom Chor der Pfarrei Oberes Köllertal mitgestaltet wird, findet auch die Kräuterweihe statt. Am Gnadenbild der „Schwarzen Madonna von Güchenbach“ werden zahlreiche Pilgerinnen und Pilger von nah und fern erwartet.

Während der Wallfahrtswoche finden täglich um 9.30 Uhr Gottesdienste statt; lediglich am Sonntag, 16. August, beginnt die Eucharistiefeier mit Gefängnisseelsorger Michael Müller um 10 Uhr. Auswärtige Priester, die einen Bezug zur Pfarrei haben, sind als Festprediger eingeladen. Sie werden den Wallfahrtstagen jeweils einen besonderen Schwerpunkt geben. Chöre der Pfarrei und aus umliegenden Pfarreien gestalten die Messen mit.

In der Wallfahrtswoche findet von Montag bis Freitag jeweils um 16 Uhr ein Rosenkranzgebet statt. Neben den täglichen Gottesdiensten gibt es ein musikalisches Programm, wie etwa am Sonntag, 16. August, 17 Uhr das Konzert „Caminante Wanderer“ von Roland Kunz, Wolfgang Münchow und Carmen Folz; Das Abendlob an den Wallfahrtstagen um 18 Uhr wird ebenfalls musikalisch gestaltet: montags (17. August) vom Ökumenischen Singkreis Ludweiler, dienstags (18. August) von Martina Scherf und Wolfgang Münchow (Flöte und Orgel), mittwochs von Astrid Moser und Wolfgang Münchow (Gesang und Orgel). Außerdem erwartet die Besucher in diesem Jahr ein Taizé-Gebet zum Thema Frieden mit dem Chor „Cantate Domino“ am Donnerstag, 20. August, um 18 Uhr. Am Freitag, 21. August, 18 Uhr, lädt Regionalkantor Sebastian Benetello zur Geistlichen Abendmusik ein. Musikalisch findet das Jubiläumsjahr seinen Abschluss am Sonntag, 23. August, mit einem Konzert des Blasorchesters Riegelsberg mit anschließendem Umtrunk.

Die Wallfahrtswoche endet am Samstag, 22. August mit einer Eucharistiefeier um 9.30 Uhr zelebriert von Abt Frank Bayard, Hochmeister des Deutschen Ordens, aus Wien. Das Festhochamt wird gestaltet vom Kirchenchor aus Püttlingen. Nach jeder Messe sind alle Mitfeiernden ins Pfarrzentrum zur Begegnung mit Mittagessen (Feiertag und Sonntag) bzw. Frühstücksbuffet (werktags) eingeladen.

Maria, Königin des Friedens

„Zum Jubiläumsjahr ,80 Jahre Wallfahrtswoche zur ,Schwarzen Madonna in Güchenbach‘‘ wollen wir Maria als Fürsprecherin für Frieden und Hoffnung verehren, besonders in Zeiten von Kriegen in der Welt, des Unfriedens und gesellschaftlicher Zerrissenheit“, sagt der Riegelsberger Pastor Franz-Josef Werle. Die Aufnahme der Anrufung Mariens als „Königin des Friedens“ in die Lauretanische Litanei ist 1917 von Papst Benedikt XV. eingeführt worden, mitten im Ersten Weltkrieg als Hoffnungsbild für Opfer von Gewalt und Krieg. Marias Rolle als „Königin des Friedens lädt dazu ein, Vergebung zu üben, Versöhnung zu suchen und aktiv an der Friedensstiftung mitzuwirken. „In der Wallfahrtswoche kann jeder Gläubige durch Gebet, Andacht und Meditation die Fürsprache Marias suchen, um inneren und äußeren Frieden zu fördern und sich an ihrer Haltung der Nächstenliebe und des Vertrauens in Gott orientieren“, so Werle abschließend.

Die "Güchenbacher Madonna"

Die „Güchenbacher Madonna“ ist ein genaues Abbild der bekannten Muttergottes von Altötting. 1945 wurde sie von ihrem Stifter, Monsignore Adalbert Vogl, damals Administrator der Gnadenkapelle in Altötting, geweiht und der nach Bayern evakuierten Elisabeth Friedrich aus Güchenbach (heute Riegelsberg) geschenkt, mit dem Wunsch, in deren Heimatort eine Wallfahrt zu begründen. Am Fest Mariä Himmelfahrt, am 15. August 1946, nahm der Trierer Erzbischof Dr. Franz Rudolf Bornewasser die feierliche Krönung des Gnadenbildes vor. Seither findet jedes Jahr vom 15. bis 22. August (Maria Königin) eine Wallfahrtswoche zur Schwarzen Madonna in Güchenbach statt. Die Schwarze Madonna ist das ganze über Jahr auf dem Marienaltar der Kirche in Riegelsberg aufgestellt.

Weitere Informationen und das gesamte Angebot der Wallfahrtwoche gibt es auf www.katholisch-im-oberen-köllertal.de.