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64 Jahre alte Urkunde des Landrats und Dechants in Grundstein ausgegraben :KiTa-Team entdeckt historische Zeitkapsel im Gemäuer  

Beim Freilegen des alten Grundsteins der KiTa Liebfrauen stößt das Team auf eine 64 Jahre alte Zeitkapsel – und öffnet damit ein Stück Bitburger Geschichte.
Personen zeigen die Urkunde.
Datum:
2. März 2026
Von:
red/Simone Bastreri

Bitburg – Eine überraschende Botschaft aus der Vergangenheit hat die katholische Kita Liebfrauen in Bitburg im wahrsten Sinne „ausgegraben“: Als die Einrichtung der katholischen Kita gGmbH kürzlich mit ihrem Haupthaus aus dem Bitburger Norden an ihren neuen Standort in die Charles-Lindbergh-Allee zieht, beauftragt sie den Stein-Liebhaber Albert Weber, den Grundstein des alten Gebäudes freizulegen. Darin findet sich überraschend eine Botschaft aus dem Jahr 1962 – verfasst vom damaligen Landrat des Kreises Bitburg, Konrad Schubach, und Dechant Alexander Grones. 

Während ein zweites zugehöriges Haus mit Modulen am Standort erhalten bleiben soll, wird das alte Haupthaus weichen müssen. Weber sollte den Grundstein als Erinnerung freilegen und entdeckte dabei die noch verschlossene Kapsel. Unter den Augen des Kreisarchivars der Stadt Bitburg, Georg von Schichau, und mit Unterstützung von Thomas Farrenkopf von der Firma Toss Holzbau wurde das geheime Fach geöffnet. Dabei entdeckten sie eine gut erhaltene Urkunde mit Segenswünschen aus dem Gründungsjahr 1962. Die Botschaft darauf: „Anno domini 1962 war die Bevölkerung der Stadt Bitburg auf fast 9000 Einwohner angewachsen. Hierdurch wurde der Bau eines Kindergartens im Norden der Stadt notwendig. Die amtierenden Stiftungsvertreter der Von der Heyden und von Schütz’chen Stiftung beschlossen im Sinne des Stifters, Clemens Wenzeslaus Freiherr von der Heyden, die Einrichtung dieses Kindergartens. Mit dem Bau wurde am 5. März 1962 begonnen, als Dr. Heinrich Lübke Bundespräsident, Dr. Konrad Adenauer Bundeskanzler, Dr. Peter Altmeier Ministerpräsident und August Wolters Sozialminister von Rheinland-Pfalz und Josef Schulte Regierungspräsident von Trier waren. Die Planung und Bauleitung oblag dem Architekten Bernhard Zins, Bitburg. Die derzeit amtierenden Stiftungsvertreter Landrat Konrad Schubach und Dechant Alexander Grones übergeben am 11. April 1962 dem Grundstein diese Urkunde mit dem Wunsche, daß über diesem Hause Gottes Segen ruhe, und es dem Wohle der Jugend und damit der friedlichen Entwicklung unseres Vaterlandes dienen möge.“ 

Das Bild zeigt Albert Weber und den Gründungsstein zusammen mit der Zeitkapsel

Standortleiterin Nina Sprünker berichtet von dem Moment der Öffnung der Kapsel: „Das war ein sehr spannender Moment und wir waren alle von unserem Fund begeistert, so etwas tolles, besonderes und einzigartiges gefunden zu haben und in unseren Händen halten zu dürfen. Ich denke, die Verfasser wären stolz zu sehen, wie viele Kinder wir hier zwischenzeitlich behütet beim Aufwachsen begleiten konnten. Den gewünschten Gottessegen nehmen wir im Herzen mit an den neuen Standort am Flugplatz.“ Das Pergamentpapier mit Goldprägung und Lederband im Original wird nun im Stadtarchiv aufbewahrt.  

Die katholische KiTa gGmbH Trier ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und wurde im Juni 2000 gemeinsam mit den Schwestergesellschaften in Koblenz und dem Saarland durch das Bistum Trier und verschiedene Kirchengemeinden gegründet. In 151 Kindertagesstätten in Trier und der Großregion bieten 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich eine umfassende und qualitativ hochwertige Betreuung für rund 13.500 Kinder, besonders auch in ländlichen Gebieten.