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Filialkirche St. Barbara in Heckhalenfeld nach langjähriger Restaurierung wiedereröffnet:Neues „Kleinod“ als Mittelpunkt der Gemeinde

Weihbischof Jörg Michael Peters hat einen Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Filialkirche in Heckhalenfeld gefeiert und einen neuen Altar eingesegnet.
Weihbischof Jörg Michael Peters predigt im Gottesdienst zur Wiedereröffnung der St.-Barbara-Kirche am neuen Ambo
Datum:
6. Okt. 2025
Von:
red/Stefan Endres

Winterspelt-Heckhalenfeld – Nach mehr als sechs Jahren Renovierungszeit ist die kleine Filialkirche St. Barbara der Gemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm, die zur Pfarrei St. Marien Bleialf gehört, wieder geöffnet. Weihbischof Jörg Michael Peters hat mit der Gemeinde am 3. Oktober einen Gottesdienst zur Wiedereröffnung gefeiert und einen neuen Altar gesegnet.

Peters beglückwünschte in seiner Begrüßung die Gemeinde zur Renovierung des Gotteshauses, das Ende der 1880er Jahre erbaut wurde. „Was hier geleistet wurde, ist etwas Großartiges“, sagte er an die Adresse der „Dorfgemeinschaft Heckhalenfeld“. Der eingetragene Verein hat unter der Federführung von Werner Michels mit viel Eigenleistung die neugotische Kapelle grundsaniert. „15 bis 20 Leute – im Alter von sechs bis 83 Jahren – sind immer aktiv gewesen“, berichtet Michels über das jahrelange Engagement für das besondere Dorfgemeinschafts-Projekt der Gemeinde, die nur gut 60 Einwohnerinnen und Einwohner zählt.

Neue Heilige sind „eingezogen”

Der Weihbischof verwies vor der Altarweihe auf die „Erweiterung“ der Heiligen, die nun in der Kapelle verehrt werden könnten. Neben der Hauptpatronin, der Hl. Barbara, und dem Zweitpatron St. Nikolaus sind im neuen Altar nun (neben einer Platte mit unbekannten Reliquien) Berührungsreliquien der Heiligen Edith Stein eingelegt. Die von außen sichtbaren kleinen Tuchpartikel vom Brautkleid und von der Schürze der Ordensschwester stammen aus ihrem Karmel in Köln. Sie sollen an ein Kapitel der Ortsgeschichte erinnern, als jüdische Kinder in der NS-Zeit in den Ort nahe der belgischen Grenze gebracht und anschließend von Heckhalenfeldern nach Luxemburg und Belgien in Sicherheit gebracht wurden. Wie der Altar ist auch der vom Weihbischof gesegnete Ambo aus alten Kirchenbänken gefertigt. In ihm steht mit einer Franziskus-Figur ein weiterer „neuer“ Heiliger. Er knüpft an den Friedensweg an, der von Luxemburg über Belgien auch durch Heckhalenfeld führt.

In seiner Predigt am Herz-Jesu-Freitag erinnerte Weihbischof Peters an die Bedeutung des Herzens Jesu als Symbol für die Liebe Gottes. Das Herz stehe für die Mitte des Menschen und gehe über Verstand und Gefühl hinaus. „Wir dürfen davon ausgehen, dass Gott jede und jeden von uns in der Taufe beseelt hat, selbst etwas vom Herzen dieses Gottes zu verwirklichen in unserem Leben. Wir können das Nächstenliebe nennen, Mitgefühl oder die Bereitschaft, anderen zur Seite zu stehen“, sagte Peters. Es bedeute die „Realisierung der barmherzigen Liebe, die wir von Gott erfahren haben“. Seinen Dank für den wiederhergestellten Gottesraum verband er mit der Einladung, sich künftig immer wieder in der Kirche zu versammeln – zum gemeinsamen Beten, etwa für Frieden, oder zum Entzünden einer Kerze.

Außergewöhnlicher Einsatz für ein wahres Kleinod

Über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren ist an der St.-Barbara-Kirche von Heckhalenfeld gearbeitet worden. Errichtet wurde sie in unverputztem Schieferstein.

Pfarrer Jochen Kohr, der den Gottesdienst mit Kooperator Pater Basil Ndubisi Ezechukwu am Altar mitfeierte, dankte für das „unglaubliche Engagement“ der Dorfgemeinschaft und von Werner Michels. Vor dem Hintergrund finanzieller Engpässe und insgesamt 280.000 Euro, die investiert worden seien, sei er „begeistert davon, was möglich geworden ist“. Architekt Peter Berdi sprach von einem „Kleinod“, das entstanden sei, und lobte ebenfalls den „außergewöhnlichen“ ehrenamtlichen Einsatz: „Die Heckhalenfelder haben ihre Generationenaufgabe mehr als erfüllt.“ Er dankte auch den Handwerksfirmen, die an einer Sanierung beteiligt waren, in deren Verlauf eine zunächst nicht geplante statische Ertüchtigung hinzukam. Im Anschluss an den Gottesdienst, den der Kirchenchor Winterspelt und seine Kinderschola musikalisch gestalteten, lud die Dorfgemeinschaft zu Begegnung mit Programm und Imbiss ins Gemeindehaus ein.