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Bistum Trier plant freiwilligen Elternbeitrag ab dem Schuljahr 2026/2027 in 15 Schulen:Solidarisches Angebot zur Mitgestaltung und Mitverantwortung

Für 15 seiner 20 Schulen plant das Bistum Trier die Einführung eines freiwilligen Elternbeitrags, um auch in Zukunft ein hochwertiges, christlich geprägtes Bildungsangebot leisten zu können.
Symbolfoto
Datum:
28. Okt. 2025
Von:
Julia Fröder

Koblenz/Trier/Saarbrücken – Ab dem Schuljahr 2026/27 plant das Bistum Trier, vorbehaltlich des Abschlusses der rechtlichen Prüfungen mit Verantwortlichen aus den Ministerien in Saarland und Rheinland-Pfalz, für 15 seiner 20 Schulen die Einführung eines freiwilligen Elternbeitrags, um trotz sinkender Kirchensteuereinnahmen auch in Zukunft ein hochwertiges, christlich geprägtes Bildungsangebot leisten zu können. „Wir haben hervorragende Schulen, die wir langfristig erhalten wollen. Deshalb müssen wir jetzt perspektivisch handeln“, so Matthias Struth, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Bildung im Bischöflichen Generalvikariats Trier (BGV). Über den Ablauf und die Hintergründe hat die Schulabteilung nun die Eltern mit einem Infobrief informiert.

Die Höhe des empfohlenen freiwilligen Monatsbeitrags soll nach Schulform gestaffelt sein: Für Grundschulen in Saarland und Rheinland-Pfalz wurden 48 Euro festgelegt; für RealschulenPlus (Rheinland-Pfalz), Gemeinschaftsschulen und Realschulen (Saarland) liegt der Beitrag bei 57 Euro; für Gesamtschulen (Rheinland-Pfalz) und Gymnasien (Rheinland-Pfalz und Saarland) sind 67 Euro vorgesehen; ausgenommen sind die Berufsbildenden Schulen und Schulzweige, die Förderschule und die Bischöfliche Realschule Marienberg in Boppard. „Eine Staffelung, die sich auf die Anzahl der Geschwisterkinder oder das Haushaltseinkommen der Familie bezieht, wird noch geprüft“, berichtet Struth.

Freiwilligkeit ist gewährleistet

„Wir wollen trotz sinkender Einnahmen durch Kirchensteuer und einem Haushaltssicherungsprozess weiterhin lebendige und gut ausgestattete Schulen mit motivierten Lehrkräften bieten“, betont Dr. Kerstin Schmitz-Stuhlträger, Leiterin der Abteilung Schule und Religionsunterricht. Der freiwillige Elternbeitrag ist ein Bestandteil eines zukunftsorientierten Finanzierungskonzepts und „ein solidarisches Angebot zur Mitgestaltung und Mitverantwortung in einer starken Schulgemeinschaft“, so Schmitz-Stuhlträger. „Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass weder die Aufnahme noch der Besuch eines Kindes an einer unserer Schulen an eine Zahlung der freiwilligen Beiträge geknüpft ist. Unsere Aufnahmekriterien bleiben unverändert“, versichert Schmitz-Stuhlträger. Die Beiträge kommen anonymisiert durch eine Förderstiftung ausschließlich der jeweiligen Schule zugute. „Jeder gibt, was er kann, um solidarisch unsere Schulen zu erhalten für alle Kinder, egal welcher Konfession oder welcher sozialen Schicht.“ 

In den kommenden Monaten und nach der Prüfung durch die Ministerien wird die Schulabteilung im BGV den Eltern weitere Informationen, etwa zum Verfahren, wie der Beitrag geleistet werden kann, zur Verfügung stellen können und zusätzlich das Gespräch mit den Elternvertretungen und Fördervereinen suchen.

Hintergrund: Das Bistum Trier wendet pro Jahr für seine Schulen rund 20 Millionen Euro auf. Aufgrund sinkender Kirchensteuereinahmen findet ein Haushaltssicherungsprozess im Bistum Trier statt. Um die finanzielle Sicherheit der Schulen in Trägerschaft des Bistums weiterhin zu gewährleisten, wurde ein Finanzierungskonzept aufgestellt, das einen freiwilligen Elternbeitrag vorschlägt.