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Bistum Trier: Konzilsgedenken brachte viele Aktivitäten und gute Kooperationen:Starke Zeichen im Nizäa-Jubiläumsjahr 

Ein Jahr voller ökumenischer Begegnungen, kreativer Projekte und neuer Perspektiven auf das Glaubensbekenntnis geht zu Ende.
Eine Gruppe von verkleideten Erwachsenen führ ein Theaterstück auf
Datum:
16. Jan. 2026
Von:
Judith Rupp

Trier – Das Gedenken an das Konzil von Nizäa (1700 Jahre Nizäa | Glaube & Seelsorge im Bistum Trier) im Jahr 325 nach Christus war nicht nur ein guter Anlass, „die ökumenischen Kontakte zu den Schwesterkirchen zu pflegen und Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzen“. Für Bischof Stephan Ackermann ist vor allem die Auseinandersetzung mit „der Person Jesu Christi, vor allem sein Verhältnis zu Gott, den Jesus seinen Vater nannte“, ein wichtiger Impuls, der von dem Gedenkjahr 2025 ausgegangen ist. 

Beim Konzil damals kamen die Bischöfe zu der Überzeugung, dass die Aussagen der Heiligen Schrift, „nicht anders zu interpretieren sind, als dass da eine Einheit zwischen Gott und Jesus ist, die ganz und gar einzigartig ist“, erläutert der Bischof. So hätten die Konzilsväter das, was das Neue Testament sagt, ausgedrückt in den Begriffen ihrer Zeit und formuliert: Jesus – „wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. „Es sind die Formulierungen, die wir bis heute im Großen Glaubensbekenntnis benutzen und die trotz aller Spaltungen von den Christen aller Konfessionen bis heute akzeptiert sind.“ 

Im Bistum Trier hatte es vielfältige Veranstaltungen und Anstöße zum Konzilsjubiläum gegeben. Koordiniert hat die Aktivitäten Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier. „Ich bin besonders dankbar für die Kooperationen, die sich teils sehr spontan bei dem Thema entwickelt haben – das war ein unerwartetes Geschenk!“ Bereichsleiterin Schabo hatte unter anderem Verantwortliche aus der Katholischen Erwachsenenbildung, der Schulpastoral, der Theologischen Fakultät Trier und dem Museum am Dom zusammengebracht. „Wir haben das Gedenken unter das Leitwort ‚Unglaublich – ich glaube‘ gestellt und schnell gemerkt, dass dieses kreative und offene Motto Menschen anregt, sich dem ja durchaus sperrigen Thema zu stellen.“ Auch zur evangelischen Kirche in der Region Trier hatte es Kontakte gegeben. 

Der umfangreiche Veranstaltungskalender mit Vorträgen, Gebeten und Gottesdiensten, Ausstellung und künstlerischer Auseinandersetzung, Lesungen, Konzerten und einer Masterclass vor allem in und um Trier hatte sich im Laufe des Jahres 2025 noch ausgeweitet um Veranstaltungen in den Pastoralen Räumen. „So gab es sehr viele und sehr unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit dem Glaubensbekenntnis, mit dem eigenen Glauben und dem persönlichen Verhältnis zu Jesus Christus intensiv auseinanderzusetzen“, resümiert Schabo und dankt allen, die sich des Themas angenommen haben. Besonders hebt sie die künstlerische Befassung von Schülerinnen und Schülern hervor (Von Liebe, Mobbing, kritischen Fragen und aktuellen Glaubensbildern) und die verschiedenen Angebote während der Heilig-Rock-Tage, die unter dem gleichen Leitwort wie das Konzilsgedenken standen.  

Für Bischof Ackermann war der Gottesdienst mit Vertretungen aus den orthodoxen Schwesterkirchen am Vorabend des Fronleichnamsfestes im Dom, bei dem die eigens zum Jubiläumsjahr gestaltete „Nizäa-Ikone“ im Mittelpunkt gestanden hatte, ein Höhepunkt. Den Stationenweg mit Abordnungen der verschiedenen christlichen Konfessionen aus der Großregion, der als gemeinsamer Bekenntnisgang durch die Stadt gestaltet war und im Gebet in der Athanasiuskapelle im Trierer Dom mündete, nannte Ackermann ein „bewegendes starken Zeichen“ von unterschiedlichen Konfessionen, Traditionen und grenzüberschreitend, „in einer fragmentierten und zerrissenen Welt“. 

Informationen und Pressemeldungen zu den verschiedenen Veranstaltungen zum Jubiläum des Konzils von Nizäa sind unter 1700 Jahre Nizäa | Glaube & Seelsorge im Bistum Trier zu finden.