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Wechsel an der Spitze von eli.ja:Thomas Hufschmidt übergibt Staffelstab an Patric Schützeichel

In der Kirche der Jugend eli.ja hat Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt symbolisch den Staffelstab an seinen Nachfolger Patric Schützeichel weitergegeben. Mehrere hundert Menschen waren gekommen, um Abschied und Neubeginn zu feiern.
Patric Schützeichel (rechts) folgt auf Thomas Hufschmidt als neuer Jugendpfarrer in Saarbrücken.
Datum:
7. Sept. 2026
Von:
Ute Kirch
Mehrere hundert Menschen kamen zur Staffelstabübergabe an den neuen Jugendpfarrer von eli.ja.

Saarbrücken – Es war ein Abschied, aber einer mit viel Zuversicht: In der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken hat Jugendpfarrer Thomas Hufschmidt am Sonntag, 6. September, symbolisch den Staffelstab an seinen Nachfolger Patric Schützeichel weitergegeben. Mehrere hundert Menschen waren gekommen, um Abschied und Neubeginn zu feiern – darunter zahlreiche Jugendliche und Wegbegleiter, Kooperationspartner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Politik.

Ein Experiment mit Strahlkraft

Thomas Hufschmidt (links) und Patric Schützeichel begrüßen die Anwesenden.

Fünf Jahre lang hat Hufschmidt, der die Nachfolge von Christian Heinz angetreten hatte, die Kirche der Jugend geprägt und weiterentwickelt. 2009 war eli.ja zunächst als „Experiment“ gestartet, heute ist es längst weit mehr als ein Gottesdienstort für junge Menschen, betonte der Bereichsleiter Kinder, Jugend und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, Matthias Struth. Eli.ja stehe für neue Formen von Jugendpastoral, für Kultur, Begegnung und Spiritualität – und für die Idee, dass Kirche jungen Menschen Räume geben muss, in denen sie ihren Glauben selbst gestalten können. Für Struth steht fest: Vieles von dem, was eli.ja heute ausmacht, trägt auch die Handschrift von Thomas Hufschmidt. „Bei allem, was gelungen und erfolgreich ist, stehen in der Regel Menschen dahinter, für die ihre Aufgabe eine Leidenschaft ist, die sie nicht nur erfüllen, sondern leben“, sagte er. Genau diese Leidenschaft habe Hufschmidt in seine Arbeit eingebracht. Er habe neue Kooperationen aufgebaut, Projekte angestoßen und immer wieder den Kontakt zu Menschen auch außerhalb der Kirche gesucht. Für Struth ist eli.ja deshalb ein Beispiel dafür, wie kirchliche Zukunft aussehen kann.

Hufschmidt übernimmt in Trier künftig die Aufgabe des Regens (Leiter) am Priesterseminar. Struth dankte Hufschmidt für seinen „unermüdlichen Einsatz“, sein „Zeugnis“ und seinen Einsatz für Menschen. Eine Staffelübergabe bedeute nicht das Ende des Laufs, sondern dessen Fortsetzung. Mit Patric Schützeichel stehe nun ein neuer Jugendpfarrer bereit, der die Arbeit weiterführen und eigene Akzente setzen soll.

Der Leiter der Abteilung Jugend, Benedikt Welter, würdigte Schützeichels bisherigen Weg in der Jugendpastoral, der auch seine Berufung zum Priester geprägt habe. Heute gebe er diese Erfahrungen als Seelsorger an junge Menschen weiter. In Bad Kreuznach habe er als Teil der „Jungen Kirche“ bereits gezeigt, „wie eine junge, kreative und einladende Kirche aussehen kann“. Gemeinsam mit dem Team von eli.ja könne er diesen Weg fortsetzen und weiterentwickeln. Für seinen Dienst wünsche er Schützeichel, jungen Menschen ein verlässlicher Begleiter zu sein: jemand, der mit ihnen suche, zweifle, hoffe und glaube, sagte Welter. Er solle ihnen helfen, ihren eigenen Weg zu finden und ihre Talente zu entfalten.

Dialog und Miteinander

Im Gottesdienst dankte das Team von eli.ja seinen zahlreichen Kooperationspartnern.

„Guten Abend, ich bin der Neue“, stellte sich Patric Schützeichel der Gottesdienstgemeinde vor. Er wolle er für die Menschen vor Ort ein Weggefährte, Gesprächspartner und Mit-Suchender sein, kündigte er an. „Miteinander schauen, wie es gehen kann, gemeinsam suchen und aufeinander achten“, beschrieb Schützeichel die Atmosphäre, die er in den ersten Wochen in eli.ja erlebt habe. In diesem Geist wolle er mit dem Team, den Ehrenamtlichen und den jungen Menschen weitergehen.

Hufschmidt nutzte seine Abschiedspredigt für einen letzten Impuls. Mit Blick auf das Evangelium warb er dafür, das Gespräch auch dann nicht abreißen zu lassen, wenn Meinungen auseinandergehen, sondern sich zuzuhören.  „Geht aufeinander zu, redet miteinander und lasst es nicht nur beim Schweigen“, sagte er. Gerade an eli.ja habe er in den vergangenen fünf Jahren erlebt, wie Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Hintergründen im Gespräch bleiben. Mit Sorge blickte er dabei auf gesellschaftliche Entwicklungen, in denen Menschen sich zunehmend in ihre eigenen „Bubbles“ zurückzögen. Der christliche Auftrag sei ein anderer: „Auf Augenhöhe miteinander zu reden, aufeinander zuzugehen.“ Klappe das nicht alleine, sei Teamarbeit gefragt. „Wir müssen nicht alleine glauben. Wir sollen die Gemeinschaft suchen und Christus in unsere Mitte stellen.“ Dieses gemeinschaftliche Engagement sei die besondere Stärke von eli.ja. Ob bei Gottesdiensten, Projekten oder im Alltag der Jugendkirche: Der Ort lebe davon, dass sich viele mit ihren Fähigkeiten einbringen. „Das Schöne war, dass wir im Team miteinander hier Kirche gestalten konnten“, sagte er rückblickend.

 

"Es wird gut weitergehen."

Staffelstabübergabe eli.ja

Mit Blick auf die anstehenden Sanierungsarbeiten, die eine vorübergehende Schließung des Gebäudes nötig machen, zeigte sich Hufschmidt optimistisch. Kirche der Jugend sei mehr als ein Gebäude. Entscheidend seien die Menschen und ihr gemeinsames Engagement. „Es wird gut weitergehen, davon bin ich überzeugt“, sagte er. Der Geist von eli.ja werde auch in den kommenden Monaten und Jahren lebendig bleiben, weil Menschen gemeinsam nach Wegen für die Zukunft suchten. Er dankte allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern für die vergangenen fünf Jahre. Die Zeit bei eli.ja sei für ihn eine besondere Erfahrung gewesen. „Es war mir eine große Ehre und Freude“, sagte er zum Abschied, „ich bleibe im Herzen weiter Teil der Gemeinschaft.“