Neue Ehrenamtlichen in Bad Kreuznach im Einsatz für Sterbende und Angehörige :Verstärkung für die ambulante Hospizarbeit

Bad Kreuznach/Kirn - Der „Christlich Ambulante Hospizdienst an der Nahe“ begleitet Schwerstkranke und Sterbende sowie ihre Angehörigen zuhause im vertrauten Lebensumfeld. Für dieses kostenfreie Angebot an Menschen im Kreisgebiet Bad Kreuznach ist freiwilliges Engagement unabdingbar. Frauen und Männer nehmen sich Zeit für Gespräche und aufmerksames Zuhören. Sie tragen die Situation der Betroffenen mit, sind einfach da und entlasten. Daher freut sich der Verein, dass jetzt elf neue Ehrenamtliche ihren Dienst aufgenommen haben.
Die Hospizbüros in Bad Kreuznach und Kirn verzeichnen steigende Zahlen von Menschen, die sich Beistand in schwersten Stunden wünschen. In den Verbandsgemeinden Bad Kreuznach, Langenlonsheim-Stromberg und Rüdesheim übernahm der „Christlich Ambulante Hospizdienst” in den vergangenen zwölf Monaten 83 Begleitungen. Im Gebiet um Kirn und Bad Sobernheim waren es weitere 50.
Umso bedeutsamer ist es, dass jetzt elf neue Ehrenamtliche ihren Dienst aufnehmen konnten. Insgesamt engagieren sich im Hospizdienst nun 55 freiwillige Engagierte.
Vor dem Einstieg stand für die „Neuen“ der etwa halbjährige Vorbereitungskurs. Dieser sei unverzichtbar für den Einsatz im „Christlich Ambulanten Hospizdienst”, der vom örtlichen Caritasverband und dem Evangelischen Kirchenkreis An Nahe und Glan getragen wird, so Hospizdienst-Koordinatorin Jana Morenz-Meyer
Der von Pfarrerin Andrea Moritz geleitete Kurs lenkte den Blick auf das Befinden Schwerstkranker und Sterbender. Die Seelsorgerin betonte auch die Bedeutung von Selbstfürsorge und dem Wahrnehmen eigener Wünsche und Ängste. „Auch darin liegt wichtiges Rüstzeug für die bereichernde, aber nicht minder herausfordernde Hospizarbeit“, unterstreicht Morenz-Meyer. Die sorgsame Vorbereitung der Freiwilligen in 140 Kursstunden und einer insgesamt 20-stündigen Hospitation hat für die Caritas-Mitarbeiterin höchsten Stellenwert. Denn natürlich seien individuelle Bedürfnisse auch und insbesondere am Ende des Lebens so unterschiedlich wie die Menschen, erläutert die Sozialpädagogin: „Eines unserer Hauptanliegen ist es, auf diese Bedürfnisse einzugehen und dem Gegenüber das zu geben, was er oder sie an zwischenmenschlicher Zuwendung oder spiritueller Begleitung braucht.“
Eben deshalb schätzt Morenz-Meyer, die seit 15 Jahren beruflich mit Ehrenamtlern arbeitet, die Verstärkung sehr. „Ehrenamtliche Hospizarbeit ist längst nicht mehr nur ‚weiblich‘ – und auch nichts, das man bis zum Ruhestand aufschieben muss“, fasst Morenz-Meyer zusammen. „Bei uns engagieren sich Menschen fast aller Altersgruppen! Die Spanne reicht derzeit von 36 bis 87 Jahre.“ Auch diese Bandbreite sei wichtig, um Begleitungen am Ende des Lebens so individuell wie möglich zu gestalten.
Näheres zum Angebot des Christlich Ambulanten Hospizdienstes oder zum Ehrenamt dort gibt es im Hospiz-Büro Bad Kreuznach, telefonisch unter Tel.: 0671-83828-35 bzw. in Kirn, Tel.: 06752-912074 oder per Mail an j.morenz-meyer@caritas-rhn.de.