Adventsaktion der Sonntagsallianz:„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonntag“

Saarbrücken – Für ihre Adventsaktion 2025 hat die „Allianz für den freien Sonntag Saarland“ vier prominente Persönlichkeiten eingeladen, ihre persönliche Haltung zur Bedeutung der Sonntagsruhe und zur gemeinsamen freien Zeit zu formulieren. Die vier „Adventspaten“ teilen an jedem der vier Adventssonntage ihre Gedanken zum Thema „freier Sonntag“. Ihre Statements werden jeweils über die Sozialen Medien verbreitet.
Gerade in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten möchte die „Allianz für den freien Sonntag“ mit dieser Aktion dazu anregen, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen. Zum Ersten Advent eröffnet der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes, Helmut Zimmer, die Aktion. Es folgt zum Zweiten Advent der ehemalige Vorsitzende der Saarländischen Armutskonferenz, Wolfgang Edlinger. Am Dritten Advent äußert sich der stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, Timo Ahr. Den Abschluss kurz vor dem Weihnachtsfest bildet ein Statement der Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger.
Zu ihrer Bereitschaft, das Anliegen der Sonntagsallianz zu unterstützen, sagen die Adventspaten:
Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes:
„In unserer Landesverfassung hat die Sonntagsruhe einen besonderen Schutzstatus – und das
bleibt für diese Landesregierung maßgeblich. Er bietet Raum für Erholung, für Zeit mit der Familie sowie für kulturelles und geistiges Leben. Gerade in einer Zeit, die für viele Menschen immer schnelllebiger wird, brauchen wir solche verlässlichen Momente der Ruhe und des Innehaltens. Der freie Sonntag stärkt unseren Zusammenhalt – in den Familien, in der Gemeinschaft und im gesellschaftlichen Engagement. Deshalb ist mir wichtig, dass der Sonntag seinen besonderen Charakter als freier Tag behält und nicht zum alltäglichen Werktag wird. Unsere Solidarität gilt all jenen, die sonntags arbeiten und damit den Betrieb unseres Gemeinwesens sichern. Ihnen gebührt unser besonderer Dank.“
Timo Ahr, stellvertretender Bezirksvorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland:
„Der freie Sonntag ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Miteinanders – gerade in einer Zeit, in der die Arbeitsintensität weiter steigt und die Rufe nach ‚immer mehr‘ lauter werden: mehr Arbeit, mehr Flexibilität, mehr Erreichbarkeit. Der arbeitsfreie Sonntag ist unverzichtbar für Erholung, Familie, Freunde, Gemeinschaft und Ehrenamt, damit Leben und Arbeiten im Gleichgewicht bleiben. Ganz nach dem Motto: Wir arbeiten, um zu leben – wir leben nicht, um zu arbeiten.“
Helmut Zimmer, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Saarland:
„Der freie Sonntag stärkt, was unser Land besonders prägt: den Zusammenhalt in Familien, Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen. Viele Handwerkerinnen und Handwerker engagieren sich ehrenamtlich – ohne einen gemeinsamen freien Tag wäre dieses Engagement kaum möglich.“
Wolfgang Edlinger, ehem. Vorsitzender der Saarländischen Armutskonferenz (SAK):
„Das Innehalten ermöglicht auch den Blick zu öffnen für mein Umfeld, für meine Nachbarschaft, für das Gemeinwesen. Sensibel zu werden für Gemeinsinn statt Konkurrenz und Ausgrenzung. Auch diejenigen wahrzunehmen, die nicht mithalten können. Eine freundliche Geste für Menschen, deren Andersartigkeit uns verunsichert: Arme, Obdachlose, Fremde, die in den Innenstädten oft als Störfaktor des Konsums wahrgenommen werden.“
Hintergrund: Die „Sonntagsallianz“
Die saarländische Allianz für den freien Sonntag („Sonntagsallianz“), ist eine landesweite Initiative aus Akteuren der Kirchen, Gewerkschaften und der jüdischen Synagogengemeinde und wird darüber hinaus auch von Organisationen aus anderen gesellschaŌlichen Bereichen aktiv unterstützt. Vorbild war ein bundesweiter Zusammenschluss, der im Kontext der Föderalismusreform im Jahr 2006 in München gegründet wurde.