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Unterwegs auf Visitationsreise durch den Pastoralen Raum Prüm :Weihbischof Peters trifft Mitarbeitende in Gesundheitswesen und Sozialfürsorge

Ein eng geknüpftes Netz sozialer und gesundheitlicher Angebote im Pastoralen Raum Prüm stand im Fokus der Visitationsreise von Weihbischof Jörg Michael Peters.
Datum:
18. Juni 2026
Von:
Inge Hülpes

Prüm – Auf seiner Visitationsreise durch den Pastoralen Raum (PastR) Prüm hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters im Mai und Juni Mitarbeitende unterschiedlicher Einrichtungen, die den Menschen dienen, getroffen. Darunter waren das St. Joseph-Krankenhaus Prüm, der Betreuungsverein Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) Prüm e.V., die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) des Caritasverbands Westeifel e.V. und weitere Angebote der Caritas wie die Sozialstation Prüm-Arzfeld und eine Wohngemeinschaft für Senioren in Bleialf.

Palliativ-Versorgung in ländlich geprägter Region

Ziel der Besuche sei vor allem, die Vernetzung der kirchlichen und karitativen Dienste mit ihren spezifischen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen in dem weiträumigen Gebiet des PastR zu verdeutlichen, erklärte Johannes Eiwirth, Pastoralreferent und Mitglied im Leitungsteam des PastR am Beispiel SAPV Caritas Westeifel, die eng mit der Caritas Sozialstation Prüm-Arzfeld zusammenarbeitet: „Das Versorgungsgebiet reicht von Jünkerath im Norden bis Irrel im Süden und deckt somit den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel und die Verbandsgemeinde Ulmen ab.“ Anerkennung für das engmaschige Netzwerk der Caritas formulierte auch Weihbischof Peters: „In der dörflich geprägten Eifel trägt es dazu bei, dass sich die Menschen dort gut aufgehoben fühlen.“

Das Palliativ-Angebot, das seit 2019 besteht, richtet sich an Personen, die an einer unheilbaren und weit fortgeschrittenen Krankheit mit verkürzter Lebenserwartung leiden, aber in ihrer vertrauten Umgebung versorgt werden möchten. Die SAPV-Fachkräfte tragen dazu bei, dass die Lebensqualität und Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen erhalten, gefördert und verbessert wird und ihnen so ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglicht werden kann. Im Zuge dessen wies Eiswirth auch auf die „wichtige und unverzichtbare Funktion des St. Joseph-Krankenhauses für unsere ländlich geprägte und stark zersiedelte Region Prümer Land hin“. Im Krankenhaus selbst gab es Informationen zur Gesamtsituation des Hauses und der Belegschaft, Einblicke in die Arbeit der geriatrischen Station und der Palliativ-Station sowie in den Regelbetrieb.

 

Betreuungsverein: Recht auf Selbstbestimmung wahren

Beim Besuch des Weihbischofs im SKFM Prüm betonte Querschnittsmitarbeiter Dominik Kirschbaum die drei Tätigkeitsschwerpunkte des 1987 gegründeten Betreuungsvereins: Rechtliche Betreuung, Information und Beratung sowie die Unterstützung ehrenamtlicher Betreuenden und Bevollmächtigter. Der von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand geleitete Verein hat fünf hauptamtliche Mitarbeitende und derzeit rund 300 Mitglieder, darunter sind 90 Betreuer und Bevollmächtigte mit 120 Betreuungen und Vollmachten. Deutschlandweit gibt es rund 1,3 Mio. Menschen, die aufgrund von Alter, Beeinträchtigung oder Erkrankung ihren Alltag nicht allein und selbstständig organisieren können.

Wie in der Palliativversorgung geht es auch hier darum, das Recht auf Selbstbestimmung der betreuten Personen zu gewährleisten. „Rechtliche Betreuung ist soziale Arbeit und Rechtsfürsorge – ihr Ziel ist es, den Wünschen der Menschen Ausdruck zu verleihen“, erklärte Kirschbaum. Rechtliche Betreuung unterstütze Menschen bei der Entscheidungsfindung. „Sie ist Rechtsvertretung für diejenigen, die ihre Angelegenheit selbst nicht mehr regeln können, stützt deren Handlungsfähigkeit und wahrt deren Rechte – insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung.“

Am Ende der Besuche resümierte Weihbischof Peters: „Bereichernd war für mich vor allem die Begegnung mit vielen engagierten Menschen, die sich mit großem Einsatz in unterschiedlichsten Bereichen für die Menschen starkmachen.“

Visitationsreise durch den Pastoralen Raum Prüm

Auf seiner Anfang des Jahres gestarteten Visitationsreise durch den PastR Prüm, in dem rund 17.300 Katholik*innen leben, besucht Weihbischof Peters verschiedene Orte kirchlichen Lebens, trifft unterschiedliche Akteure aus Kirche, Zivilgesellschaft, Gesundheitswesen und Industrie und spendet Jugendlichen das Sakrament der Firmung.