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Museum am Dom mit vielfältigem Programm zur Trierer Museumsnacht:Weihrauch, Ikonen, Tiere und mehr

Das Museum am Dom begrüßt viele Besucher*innen anlässlich der 19. Trierer Museumsnacht.
Polina Constantinova bei der Tierführung im Museum am Dom
Datum:
7. Sept. 2026
Von:
Luca Peranni

Trier – Lichter von Taschenlampen huschen durch die Sammlung des Museums. Kerzenlicht spielt auf den strengen Gesichtern von Ikonen und der Duft von Weihrauch steigt den Besucher*innen in die Nase. In dieser Nacht herrscht reger Betrieb in den Räumen des Museums am Dom.

Anlässlich der 19. Trierer Museumsnacht hatte das Museum am 5. September zwischen 18 und 24 Uhr dazu eingeladen, seine Ausstellungen zu erkunden. 975 Besucher nahmen diese Einladung an. Deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Schon zu den ersten Führungen des Abends war der Andrang groß.

Neben der aktuellen Ausstellung „Zu Tisch! Das Letzte Abendmahl zwischen Sakrament, Kunst und Kitsch“, die noch bis zum 4. Oktober zu sehen ist, debütierte auch das neu eingerichtete Schaudepot. In diesem sind sowohl Ikonen als Grabinschriften aus Trier zu sehen. Beide Sammlungen wurden am Abend in je zwei Führungen vorgestellt. Kevin Grotherr, wissenschaftlicher Assistent im Museum, bot drei Führungen an und zog am Ende des Abends ein positives Fazit: „Es war meine erste Museumsnacht als Mitarbeiter und ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die alle hier geleistet haben.“

Besondere Highlights waren zwei Führungen in die orthodoxe Athanasius-Kapelle. Bei Kerzenschein erklärte Kunsthistorikerin Polina Constantinova, die selbst aus einer orthodoxen Familie stammt, die Gestalt der Kapelle und den Ablauf eines orthodoxen Gottesdienstes. „Obwohl ich aus Trier bin, war ich dort noch nie drin“, berichtete Helena, die mit ihrer Freundin Antonia die Museumsnacht besuchte. „Die Frau hat das richtig toll gemacht,“ ergänzte Antonia. Nach der Führung wollten sich beide das Museum noch einmal auf eigene Faust ansehen. Ebenso großer Beliebtheit erfreuten sich zwei Weihrauchführungen. Bei diesen konnten Besucher in der Remise des Museums Weihrauche aus verschiedenen Ländern „kosten“ und etwas über die Geschichte und Bedeutung des Weihrauchs lernen.

Kinder entdecken das Museum durch Tier- und Taschenlampenführungen

Auch zwei Führungen für Kinder bot das Museum am frühen Abend an: eine Taschenlampenführung und eine Tierführung. Der Andrang zur ersten war derart groß, dass die Taschenlampen nicht ausreichten, wie Grotherr berichtete. Bei der Tierführung machten Kinder sich unter Anleitung in den Ausstellungsräumen auf die Suche nach Tierdarstellungen in der Kunst. „Wir haben eine Taube gesehen, eine Ente, andere Vögel und einen Esel“, zählte Sarah (8) nach der Führung auf. „Ich war überrascht, wie viele Tiere es im Museum gibt.“ Gemeinsam mit ihrer Familie nahm sie im Anschluss noch am „Chicken Run“ teil, einer Schnitzeljagd, bei der im Museumsgebäude Hähne zu suchen. Verbunden mit ihnen war ein Rätsel – wer es löst, erhielt eine Belohnung.

Am Abend war auch Ikonenschreiberin Christel Föhr (vgl. „Paulinus“ vom 26. Juli) zu Gast. Sie stellte viele ihrer Ikonen aus – und steckte mit ihrer Passion an. Die Ikonen konnten auch erworben werden – der Erlös geht an die Shanti Leprahilfe in Nepal. Neben den Führungen konnten sich die Gäste des Hauses bei angenehmem Wetter in der Remise des Museums in entspannter Atmosphäre bei Getränken und Speisen entspannen. Musikalisch wurde der Abend von Horst Friedrichs mit Gesang und Piano begleitet.

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