Leitungsteams aus den Pastoralen Räumen im Austausch mit der Bistumsleitung :Wie „synodale Beratung aus dem Geist Gottes heraus“ möglich wird

Otzenhausen/Trier – Forum der Meinungs- und Willensbildung, Ort von Vernetzung und Kommunikation: Das sind die Synodalversammlungen in den Pastoralen Räumen (PastR). Erstmals haben sich die Leitungsteams bei ihrer Konferenz mit der Bistumsleitung am 1. Oktober in Otzenhausen zu Erfahrungen und Erkenntnissen aus den Versammlungen ausgetauscht. Leitungsteammitglieder und ehrenamtlich Engagierte aus den PastR Adenau-Gerolstein, Bernkastel-Kues, Mayen und Völklingen stellten exemplarisch vor, wie sie die Synodalversammlungen durchführen.
Alle Vortragenden hoben hervor, wie wichtig und sinnvoll die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen ist, um tiefgreifende Beratungen und relevante Ergebnisse zu erzielen – und, so formulierte es Dr. Thomas Fößel (Mayen), „synodale Beratung aus dem Geist Gottes heraus“ zu ermöglichen. Die Leitungsteams empfinden das Eckpunktepapier als hilfreiche Leitplanken, das es ermögliche, die Synodalversammlung bei der Wahl und Ausgestaltung des Formats auf die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Gleichzeitig sei es gut, dass die Synodalversammlung als Organ, das Verbindlichkeit gewährleistet, innerhalb des Pastoralen Raums festgeschrieben ist.
Mechthild Schabo, Leiterin des Bereichs Seelsorge und Kirchenentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Trier, erinnerte an den Auftrag, das Eckpunktepapier zu evaluieren. Dass die Synodalversammlungen in ihrer Vielfalt so gut angelaufen seien und Menschen sich einbringen könnten, sei „sehr kostbar“. Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann zeigte sich beeindruckt von „der Kreativität und dem Engagement, die in den Präsentationen erschienen sind“. Offensichtlich gebe es viele Menschen, die ihre Kirche mitgestalten wollten. „Es ist gut, wenn diese ehrenamtlich Engagierten von uns Hauptamtlichen Bestärkung erfahren.“
„Wie wollen wir den Raum mitgestalten?“

Für „radikale Zuversicht“ in der Zusammenarbeit von Pastoral und Caritas warben der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes (DiCV), Benedikt Welter, und Christiane Schuffenhauer, Referentin für Sozialraumorientierung beim DiCV. Wer die Fragen stelle: „Wie wollen wir den Raum mitgestalten? Was können wir jeweils einbringen? Wie wollen wir gemeinsam Zuversicht erzeugen?“ könne als Team im Kleinen, im Nahraum, Bedingungen so justieren, dass ein Perspektivwechsel möglich werde.
Informationen und Austausch gab es zur Prävention von sexualisierter Gewalt, dem neuen Jugend- und Gästehaus Bistum Trier und dem Prozess der Immobilienstrategie des Bistums. Weitere Themen waren der Orientierungsrahmen für das Seelsorge-Personal und der Umgang mit Pfarreien, in denen die Stelle des leitenden Pfarrers nicht besetzt ist oder wo eine Verwaltungsunterstützung notwendig ist sowie zur Beratung und Begleitung von Menschen in der Landwirtschaft nach dem Ende des Spezialangebots der Landwirtschaftlichen Familienberatung und der Arbeit mit M365. Bei dem Treffen begrüßte Bischof Ackermann neue Leitungsteammitglieder aus den Pastoralen Räumen Bad Neuenahr-Ahrweiler, Saarbrücken und Wittlich. Als Gäste waren Bischöfe aus Triers Partnerkirche Bolivien dabei, die sich anlässlich der Bolivienpartnerschaftswoche im Bistum Trier aufhielten und am Vorabend der Tagung über die gesellschaftliche, kirchliche und politische Situation in Bolivien berichtet hatten.