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Pfadfinder*innen senden Friedenslicht im Bistum Trier aus :Wie wächst Mut? 

Das Friedenslicht ist gestern im Bistum Trier angekommen. Im Rahmen von Aussendungsfeiern wurde es in Trier-Euren, Koblenz sowie in Saarbrücken feierlich weitergegeben.
Datum:
15. Dez. 2025
Von:
ih/jf/red

Koblenz/Trier/Saarbrücken – Unter dem Motto „Ein Funke Mut“ setzt die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ auch in diesem Jahr ein leuchtendes Zeichen der Verbundenheit. An vielen Orten im Bistum Trier wurde das Licht nun ausgesandt, so auch in Koblenz, Trier und Saarbrücken. 

In Koblenz hatten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder nicht nur das Friedenslicht aus Linz (Österreich) im Gepäck, sondern auch ein Feuerkünstler setzte das diesjährige Motto in der Kirche der Jugend X-Ground (Koblenz-Rauenthal) um. 

Während der Aussendungsfeier, die neben den Koblenzer Pfadfinderstämmen durch den katholischen Jugendpfarrer Dominic Lück, dem evangelischen Pfarrer Andreas Miksch und dem Imam Asim Jelovac von der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken sowie der Alt-Katholischen Gemeinde gestaltet wurde, konnten Menschen das Friedenslicht entgegennehmen. In vielen Gemeinden und in Privathäusern findet das Licht einen besonderen Platz. „Wir können das Licht, das ein Geschenk von Gott ist, teilen und weitergeben. Wir sollen selbst zu Lichtboten werden“, ermutige Pfarrer Miksch die Anwesenden. Im Anschluss an die Feierstunde wurde das Licht in einer kleinen Prozession zur Synagoge der Jüdischen Gemeinde gebracht. 

In Trier-Euren fragte Elisabeth Pick, Pfadfinderin und Pastoralreferentin im Pastoralen Raum Trier, die rund 100 Kinder und Erwachsenen in der Pfarrkirche St. Helena: „Wann wart ihr schon einmal mutig in eurem Leben?“ Ein Funken Mut sei nämlich nötig, um Frieden in der Welt zu stiften. Die Aussendungsfeier des Friedenslichts, an der auch Bischof Dr. Stephan Ackermann und Bürgermeisterin Elvira Garbes teilnahmen, wurde organisiert von den Pfadfinderstämmen Tempelherren aus Euren, Cantaburs aus Tarforst und Santa Cruz aus Heiligkreuz (DPSG-Bezirksgruppe Trier).   

 „Tue immer etwas, wovor Du ein kleines bisschen Angst hast“, riet der Bischof den Kindern. Denn wer das mulmige Gefühl, „ob das wohl gut geht“, überwinde und sich selbst etwas zutraue, werde Schritt für Schritt mutiger. „Dann erlebt man, ich hatte zwar ein bisschen Angst, aber es hat sich gelohnt, es hat geklappt – und damit wächst der Mut.“ Ähnlich sei es mit dem Licht, das von Bethlehem aus in die Welt getragen wird. „Wenn wir das kleine Flämmchen teilen, wird es nicht kleiner, sondern immer größer. Es wächst, und so ist das auch mit dem Mut.“ 

Täglich bedrückten die Nachrichten von Krieg und Gewalt in den Nachrichten, außerdem seien Ängste und Einsamkeit etwas, was vielen Menschen zu schaffen mache, sagte Andreas Feid von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in der Saarbrücker Kirche der Jugend eli.ja während der Aussendungsfeier des Friedenslichts. Den Kopf in den Sand stecken, bringe einen aber nicht weiter. „Bei jeder gemeinsamen Aktion braucht es einen, der den ersten Schritt macht, dann können sich die anderen anschließen“, betonte Feid. Für diesen ersten Schritt aber brauche es Mut und den wollten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit dem Friedenslicht in die Welt hinaustragen. Gemeinsam werde aus den kleinen Funken ein großes Licht. Passend zum Motto wurden die Gäste eingeladen, sich vor dem Heimweg einen Baustein mit der Aufschrift „Ein Stück Mut“ mit nach Hause zu nehmen, um durch ihn daran erinnert zu werden, dass jeder und jede Einzelne die Person sein kann, die den ersten Schritt zu etwas Neuem, zu Frieden und Versöhnung macht. 

Denn auch im Alltag könne dieser Gedanke eine Bedeutung entfalten. „Als Christen bekennen wir, dass Gott alle Menschen liebhat“, sagte Superintendent Christian Weyer vom Evangelischen Kirchenkreis Saar-West. Ein Funke Mut, um diesen Glauben zu bekennen, sei immer dann notwendig, wenn über Menschen hergezogen werde, weil sie anders seien. 

„Der Funke Mut ist uns ein Zeichen, dass wir mutig nach vorne schauen können“, betonte auch Thomas Hufschmidt, katholischer Jugendpfarrer der Kirche der Jugend eli.ja. 

Hintergrund Friedenslicht in Deutschland 

Die Gemeinschaftsaktion Friedenslicht in Deutschland geht auf die Initiative „Licht ins Dunkel“ des ORF (Österreichischer Rundfunk) zurück. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem, per Flugzeug kommt es nach Europa. Am Samstag vor dem 2. Advent wird die kleine Flamme der Hoffnung in einer ökumenischen Aussendungsfeier in Österreich an die internationalen Pfadfinder*innen-Delegationen weitergegeben. Die Pfadfinder*innen tragen es von dort aus in viele Länder der Welt. Weitere Informationen gibt es auf www.friedenslicht.de

Weitere Fotos aus Koblenz, Saarbrücken und Trier

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