Kreativtag der Jugendkirche MIA:Wo Glaube bunt wird


Rappweiler – Wer glaubt, die Vorbereitung auf die Firmung finde nur auf staubigen Kirchenbänken statt, ist am vergangenen Samstag, 16. Mai, eines Besseren belehrt worden. 84 Jugendliche aus dem Pastoralen Raum Wadern haben im Rahmen eines Kreativtags die zuvor betongrauen Mauern um die Rappweiler Jugendkirche MIA in lebendige, bleibende Kunstwerke verwandelt. Unter professioneller Anleitung gestalteten sie ein Graffiti, ein Wandmosaik sowie ein Herz aus Holz. An den Vorlagen dafür hatten die Jugendlichen zuvor, gemäß des diesjährigen Firmmottos „Herzenssache“, mitgearbeitet.
Die Firmlinge teilten sich in Gruppen auf, um die drei anspruchsvollen Projekte gleichzeitig zu stemmen. Dabei war echtes Teamwork gefragt: Mit viel Geduld und dem Auge fürs Detail fügten die Jugendlichen unzählige kleine Steinchen zu einem großen, farbenfrohen Ganzen zusammen. Das Wandmosaik ist zugleich ein Symbol dafür, dass jeder Einzelne in der Gemeinschaft zählt, erklärte Gemeindereferent Jörg Mang, der gemeinsam mit Gemeindereferentin Barbara Jung und Pastoralreferent Karl-Josef Schmitt die Firmvorbereitung leitet.
Kreative Köpfe und junge Planer im Hintergrund

Das Herz aus Holz steht für die Muttergottes. Maria ist auch Namenspatronin der Jugendkirche, Mia die saarländische Variante von Maria. Handwerklich und tiefgründig ging es bei der Gestaltung eines riesigen Holzherzens zu. In dieses wurden sorgfältig ausgewählte Botschaften eingelegt, die zum Nachdenken anregen und die Herzenswünsche der Jugendlichen widerspiegeln, darunter Familie, Respekt, Chancengleichheit, Freunde oder Natur. Das optische Highlight war für viele wohl die Verwandlung einer ehemals tristen, grauen Wand. Ausgestattet mit Atemschutzmasken und Sprühdosen sprayten die Firmlinge das Motto „Herzenssache“ im Graffiti-Stil auf den Beton. Um das Herz sprühten sie die Aktionen ihrer Firmvorbereitung wie etwa die Baumpflanzaktion oder den Friedensmarsch. Die Wand ist nun kaum wiederzuerkennen und bringt frischen Wind ins Gemeindebild.
Ein solch großes Projekt gelingt nur, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Besonders beim Graffiti-Projekt zeigte sich die gelungene Zusammenarbeit im Team. Für die visuelle Idee sorgten Jasmin Färber und Lucy Schuler. Als jüngste Mitglieder im Firmteam bewiesen sie ein echtes Gespür für den Geschmack der Jugendlichen und suchten das passende Motiv für das großflächige Graffiti aus.
Ein Projekt, das bleibt

An der Wand selbst griffen die Jugendlichen dann nicht nur selbst zur Sprühdose, sondern bekamen auch professionelle Unterstützung. Als professionelle Künstler standen ihnen Thorben Sand und Leon Stack mit Rat, Tat und kreativem Know-how zur Seite, um das ausgewählte Motiv perfekt in Szene zu setzen.
Mang zeigte sich sichtlich begeistert vom Engagement und von der Kreativität der Jugendlichen: „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Herzblut und Ausdauer die Jugendlichen bei der Sache waren. Sie haben nicht nur die Wände verschönert, sondern gezeigt, dass Glaube und Gemeinschaft modern, bunt und anpackend sein können.“
Die Ergebnisse der Aktion können sich sehen lassen. Sie sind ab sofort nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch ein bleibendes Denkmal für den Teamgeist dieses Firmjahrgangs.