WeG-Initiative Vallendar intensiviert Projekt HALTUNG heute :Zu den Menschen

Vallendar – Was vor sechs Jahren mit der Seligsprechung des Pallottiners Richard Henkes (1900-1945) begann, hat sich zum Projekt „HALTUNG heute“ entwickelt. Initiiert und koordiniert wird das Projekt, zu dem das Theaterstück ABGERUNGEN und die Ausstellung MEHR LEBEN ENTDECKEN zählen, von der WeG-Initiative in Vallendar. Ziel ist es, das Erbe von Pater Henkes, der sich im Nationalsozialismus mutig für Wahrheit und Menschenwürde, für Versöhnung und Mitmenschlichkeit einsetzte und daraufhin im KZ Dachau starb, zu bewahren und aktuell zu halten.
„Wir wollen die Haltung von Richard Henkes für die heutige Zeit fruchtbar machen. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Herausforderungen und Spaltungen braucht es Orte der Reflexion und konkreter Impulse, die im Kleinen wie im Großen zu Mut und Zivilcourage motivieren und ermutigen“, so Pater Hubert Lenz und Sonja Kirst, die Verantwortlichen von HALTUNG heute.
Viele Köpfe – eine Haltung

Die Initiative lebt durch das Engagement und die Vielfalt ihrer zumeist ehrenamtlichen Mitwirkenden. Diese bringen unterschiedlichste Hintergründe und Kompetenzen mit, um den Geist von HALTUNG heute in Kirche und Gesellschaft zu tragen. „Kirche geht zu den Menschen, das lag schon Vinzenz Pallotti, dem Gründer der pallottinischen Familie, am Herzen“, so die Verantwortlichen in Vallendar.
Eine wichtige Bestätigung ihrer Arbeit erhielt das zwölfköpfige Kernteam vor kurzem durch den Besuch der pallottinischen Generalleitung aus Rom. „Diese zeigte sich von der Projektpräsentation und dem Engagement des Teams sehr beeindruckt. In ihrem ermutigenden Feedback betonten sie, wie sehr die Arbeit der ursprünglichen Vision von Vinzenz Pallotti entspreche und auch für die heutige Zeit von entscheidender Wichtigkeit sei“, freut sich das Team.
HALTUNG heute ist dabei, über Kirche und Schule hinaus die Angebote für Bildung, diakonische Einrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft so weiterzuentwickeln, dass die Umsetzung von Themen wie Menschenwürde und Gewissen, Zivilcourage und Einsatz für Mitmenschlichkeit im Alltag gefördert werden. Entsprechende Erfahrungen gibt es bereits: So war die Initiative bereits im rheinland-pfälzischen Landtag, in der rheinland-pfälzischen Hochschule der Polizei, auf dem Fest der Demokratie in Koblenz und an mehreren Gedenkstätten präsent. „Derzeit sind wir in letzten Abstimmungen für eine dreiwöchige Präsenz der Ausstellung im Landtag des Saarlandes, verbunden mit zwei Aufführungen des Theaters ABGERUNGEN,“ erzählt Kirst. „Auch beim Jahrestreffen der gesamten bayerischen Polizeiseelsorge werden wir präsent sein“, ergänzt Lenz.
Vermehrter Unterstützungsbedarf
Beim jüngsten Treffen des Kernteams mit dem erweiterten Mitarbeiterkreis wurde eine positive Bilanz gezogen und ein großer Dank für die vielfältige Unterstützung ausgesprochen. Zugleich zeigte sich, dass die anstehende nachhaltige Fortsetzung und Ausweitung des Projektes eine deutliche Verstärkung erfordert. Gerade angesichts der zurückgehenden kirchlichen Unterstützungen sind zusätzliche finanzielle Mittel wie für die Stiftung HALTUNG heute und eine Vergrößerung des Mitarbeiterkreises unabdingbar, heißt es von Seiten der Initiative. „Die durchweg positive Resonanz bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und: Wir haben HALTUNG heute nicht erfunden, es war eine Fügung und Führung Gottes“, war der Eindruck aller. „Und wir sind zuversichtlich, dass wir auch den weiteren Weg geführt werden. Wir beten um weitere Unterstützung auf diesem spannenden Weg“, äußerten sich Lenz und Kirst zuversichtlich im Blick auf die Zukunft.