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3. Synodalversammlung des Pastoralen Raums Idar-Oberstein:Zukunft der Kirche an vielen Orten gestalten

Um Kirche vor Ort weiterzuentwickeln, sind 46 Engagierte zur dritten Synodalversammlung nach Idar-Oberstein gekommen. Zudem wählten sie den neuen Rat das Pastoralen Raums.
Die Teilnehmenden der dritten Synodalversammlung des Pastoralen Raums Idar-Oberstein tauschten sich unter anderem über die Leitsätze des Rates aus.
Datum:
2. Juni 2026
Von:
Stefan Endres/BIP Saar

Idar-Oberstein – 46 Engagierte sind am Samstag, 30. Mai, zur dritten Synodalversammlung des Pastoralen Raums gekommen, um die Arbeit der „Nahe-Kirche“ weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stand die Reflektion der in ihrem Rat erarbeiteten pastoralen Leitsätze, die Vorstellung ausgewählter „Orte von Kirche“ und die Wahl von Teilnehmenden der Synodalversammlung in den neu zu besetzenden Rat des Pastoralen Raums.

Unter dem Leitwort „Zukunft hat viele Orte“ hatten die Verantwortlichen zur Synodalversammlung eingeladen, zu der Engagierte und Interessierte aus den fünf Pfarreien Hunsrück Idar St. Barbara, Birkenfeld St. Jakob, Heide-Westrich St. Franziskus, Kirner Land St. Hildegard und Nahe Glan St. Bonifatius gekommen waren. Eine Kirche in und aus vielen Orten – das sei durchaus wortwörtlich zu verstehen im flächenmäßig größten Pastoralen Raum des Bistums mit seinen nur etwa 18.000 Katholikinnen und Katholiken, sagte der Pastoralreferent Michael Michels bei der Begrüßung in den Räumlichkeiten von St. Peter und Paul in Idar. Diese Vielfalt der Orte in der Diaspora-Situation mit ihren Herausforderungen kennen und schätzen zu lernen, sei deshalb eines der Anliegen des Nachmittags, so der Vorsitzende des Rates.

Dazu waren acht verschiedene „Orte von Kirche“ mit einer jeweils besonderen Ausrichtung eingeladen, die sich den Synodalen vorstellten. Darunter waren die „Junge Nahe Kirche“, die „Kids und Co. und Teens und Co.“, die Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien unterstützen, die Katholische KiTa gGmbH, die Notfallseelsorge und die Tafel aus Birkenfeld. Pastoralreferent Claus Wettmann stellte die Arbeit der „Kirche im Nationalpark“ mit der St.-Josefs-Kapelle in ihrem Zentrum in Neuhütten-Muhl und den zwei „Wegen zur Schöpfung“ vor. Über das „Begegnungscafé im Quartier Wasenstraße“ in Idar-Oberstein informierte Caritas-Mitarbeiter Andreas Esch. Das Stadtquartier-Café bietet Möglichkeiten der Begegnung und Hilfestellungen für Menschen zahlreicher Nationen und wird getragen und unterstützt vom Caritasverband, der Stadt und der Pfarrei. Esch sieht in dem Ort von Kirche „ein Paradebeispiel für diakonische Kirchenentwicklung“, wie er sagt. Einen besonderen Ort stellt auch die Krankenhausseelsorge am Klinikum Idar-Oberstein dar, die die Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin Judith Pesch erläuterte. Sie begleitet Patientinnen und Patienten, Angehörige und das Klinikpersonal und bietet Gespräche, Sterbebegleitung, Segensrituale sowie Fortbildungen und Ethik-Unterricht an.

Rat verkleinert sich

Wolfgang Heich, Birgit Mix, Jacqueline Geib und Joy Dreher (vorne, von links) sind aus dem Kreis der Synodalen in den Rat des Pastoralen Raums eingezogen. Das neue Mitglied Jürgen Dreher war nicht anwesend. Stefan Magic (Mitte) ist von der Pfarrei Hunsrück Idar St. Barbara delegiert.

Ein weiteres Thema des Nachmittags bildeten die Pastoralen Leitsätze, die der Rat nach einem längeren Prozess zum Ende seiner Amtsperiode aufgestellt hat und den Synodalen in der Versammlung vorstellte. Die Schwerpunkte befassen sich mit der Raumstruktur, den Netzwerken und Kooperationen, der Priorisierung von Ressourcen, der Öffentlichkeitsarbeit, den außerliturgischen Angeboten, der liturgischen Qualität, dem Ehrenamt, den jungen Erwachsenen als Zielgruppe und der Vielfalt als Chance. Durch die Vergabe von Klebepunkten auf Flipcharts machten die Teilnehmenden ihre Zustimmung – oder Ablehnung – sichtbar und verdeutlichten Dringlichkeiten bei der Weiterentwicklung des Pastoralen Raums.

Den letzten Schwerpunkt bildete die Wahl von neuen Mitgliedern aus der Synodalversammlung in den Rat des Pastoralen Raums, der nach den erfolgten Pfarrgemeinderatswahlen neu gebildet werden müsse, wie Michael Michels erklärte. Da sich der Rat zahlenmäßig verkleinern wolle, seien statt der bisher zehn Delegierten aus den Pfarrgemeinderäten und ebenso vielen gewählten Mitgliedern aus der Synodalversammlung künftig nur je fünf Mitglieder zu entsenden beziehungsweise zu wählen, erläuterte der Vorsitzende. Aus dem Kreis der Synodalen hatten sich genau fünf Personen aufstellen lassen, sodass die Anwesenden anstelle der Wahl ein Ja-Nein-Votum abgaben. Sie sprachen sich für Joy Dreher, Jürgen Dreher, Jacqueline Geib, Wolfgang Heich und Birgit Mix als Mitglieder für den Rat aus. Er wird künftig – zusammen mit den Mitgliedern des Leitungsteams, einem Vertreter des Caritasverbands und zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden – aus maximal 16 Personen bestehen.

Info:

Neben dem Rat ist die Synodalversammlung eines der pastoralen Gremien, die über Schwerpunkte in der Seelsorge im Pastoralen Raum befinden. Sie dient der Vernetzung und Kommunikation der haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die das kirchliche Leben im Pastoralen Raum gestalten. Sie trägt auf der Grundlage des Abschlussdokuments der Diözesansynode zu einer diakonischen, missionarischen und sozialraumorientierten Kirchenentwicklung bei.